Tocotronic

Tocotronic Tocotronic

Tocotronic sind eine überwiegend in Berlin ansässige Rockgruppe, die 1993 in Hamburg von Dirk von Lowtzow (Gitarre, Gesang), Jan Müller (Bass) und Arne Zank (Schlagzeug) gegründet wurde. Seit 2004 ist Gitarrist Rick McPhail Teil der Band.

In ihrer Frühphase veröffentlichten Tocotronic auf dem Hamburger Indie-Label L'Age d'Or, wo 1995 das Debüt-Album „Digital Ist Besser“ erschien, das, obwohl es als einziges Album der Band kein Charterfolg war, prägend für eine Generation junger Musiker wurde. Der von amerikanischen Punk-Bands beeinflusste Lo-Fi-Sound und die für deutschsprachige Texte ungewöhnliche Sprachästhetik boten Identifikations- und Nachahmungspotential. Tocotronic wurden zur erfolgreichsten Band unter den KünstlerInnen, die in der zweiten Hälfte der 90er unter dem Buzzword „Hamburger Schule“ subsummiert wurden.

Ab 1997 wurde die Produktion opulenter und experimenteller, wodurch die Band künstlerische Stagnation zu vermeiden trachtet. Nach dem von Tobias Levin produzierten selbstbetitelten Opus Magnum von 2002 ließ die Band alle weiteren Alben von Moses Schneider produzieren. Trotz einer Vorliebe für Rocksounds ist die Band bemüht, Rockismen und mit ihnen assoziierte Männlichkeitsbilder zu vermeiden.



Tocotronic im Programm von ByteFM:

Tocotronic - „Wir kommen um uns zu beschweren“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(03.01.2022)
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Tocotronic - „Wir kommen um uns zu beschweren“ (Album der Woche)
Tocotronic - „Wir kommen um uns zu beschweren“ (L'age d'or) Da zum Jahresende traditionell wenig neue Musik veröffentlicht wird, nutzen wir die Chance, um zurückzublicken: Statt neuer Langspieler stellen wir wegweisende Alben vor, die 2021 ein Jubiläum gefeiert haben. In dieser Woche ist es „Wir kommen um uns zu beschweren“ von Tocotronic, das in diesem Jahr 25 Jahre alt geworden ist. Wir schreiben das Jahr 1996 und Dirk von Lowtzow klingt müde. Also noch müder, als er auf den ersten beiden Platten seiner Band Tocotronic wirkte. Der im baden-württembergischen Offenburg geborene Sänger, Gitarrist und Songwriter war im Hype um seine Gruppe zum Klassensprecher der Hamburger Schule geworden – und das, wie es sich für die coolen Kids gehört, mit maximaler Schluffigkeit. Das Debüt „Digital ist besser“ und der Nachfolger „Nach der verlorenen Zeit“ waren bei all der performativen Langeweile in sich widersprüchliche Meisterwerke der deutschsprachigen Pop-Musik. Zu lakonisch und verkopft für Deutsch-Punk, zu trotzig und schroff für den neunmalklugen Slacker-Rock aus der Pavement-Schule – und für den Moment ganz genau richtig. // Musikalisch machen von Lowtzow, Bassist Jan Müller und Schlagzeuger Arne Zank im Verlauf dieser Platte nicht viel anders als zuvor. Mal verzerrte, mal leiernde Vier-Akkorde-Gitarren, an ihr klebende Bassläufe und beherzt rumpelndes Drumming. Hier und da mal eine kleine Orgel. Auf der Textebene wird wieder gegen Symbolbilder der alltäglichen Spießigkeit gewettert, vom Tennis bis zur Kleinkunst, unterbrochen von surrealen Vignetten und melancholischem Innehalten. In der langen Tocotronic-Diskografie hat „Wir kommen um uns zu beschweren“, ihr drittes Album in drei Jahren, eine einzigartige Position: Es zeigt eine Band kurz vor dem kreativen Ausbrennen – die genau in diesem Chaos einige ihrer absoluten Höhepunkte erschafft. Von Lowtzows, Müllers und Zanks Antwort auf die kreative Stagnation? Auf „Wir kommen um uns zu beschweren“ finden sich sowohl einige der längsten als auch einige der kürzesten Tocotronic-Songs. Und gerade in den Miniatur-Songs dehnen sie ihre musikalische Erfolgsformel in interessante Richtungen. Rein musikalisch könnte sich der pop-punkige Eineinhalbminüter „Die Welt kann mich nicht mehr verstehen“ relativ nahtlos auf ein frühes Die-Ärzte-Album einfügen, mit seinen abgedämpften Power-Chords und nach vorne pogendem Schlagzeug, wenn da nicht der gymnasiale Sturm und Drang des Textes wäre. Auch an anderen Ecken ließen Tocotronic so viel Punk wie noch nie zuvor zu, vom mit Hüsker-Dü'scher Energie vorpreschenden „Der Cousin“ bis zur fast schon Folk-Punk-Nummer „Die Sache mit der Team Dresch Platte“. Der Zeitlupen-Emo der in diesem Song zitierten Band findet seinen Weg in den Titeltrack oder auch das abschließende „Ich heirate eine Familie“. // Doch die größten Momente dieses Albums finden sich in den längsten, schwerfälligsten Stücken. In Songs wie „So jung kommen wir nicht mehr zusammen“, in dem Tocotronic für fast sechs glorreiche Minuten zu Neil Young & Crazy Horse mutieren. Das genussvolle Feedback-Gejaule, das von Lowtzow aus seinem Instrument prügelt, steht im starken Kontrast zur entwaffnend schlichten Melancholie des Textes. Ähnliches passiert in „Ich bin ganz sicher schon einmal hier gewesen“, das in einem an die frühen Dinosaur Jr. erinnernden Noise- und Rückkopplungsmeer endet. // Schon auf ihrem nächsten Album „Es ist egal, aber“, erschienen 1997, sollten Tocotronic ihre große Weiterentwicklung einleiten, die sie über die abstrakten Werke „K.O.O.K.“ und das „Weiße Album“ zu den endgültigen Königen des zeitgenössischen Deutsch-Indies machen sollten. Doch 1996 traten sie für ein wundervolles Album lang auf der Stelle. Und das war genau richtig so. Wie von Lowtzow selber sang: „Ich werd' mich nie verändern / Und vielleicht werd' ich's mal bereuen / Doch jetzt noch nicht.“

Album der Woche: Tocotronic - „Rotes Album“

Von ByteFM Redaktion
(27.04.2015)
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Web: Tocotronic // Tocotronic: „Rotes Album“ - unser Album der Woche. Zum 1. Mai veröffentlichen Tocotronic ihr elftes Album, ohne Titel, aber mit Farbe: Das rote Album erscheint am Arbeiterkampftag. Kein Konzeptalbum über moderne Knechtschaft, sondern eines über, von und für die Liebe. Das ist keine überraschende Themenwende, denn Liebeslieder schreiben Tocotronic schon seit den frühen 90ern. Der Zauber dieses Gefühls wohnt auf vielen Ebenen jeder ihrer Platten inne. Mit dem roten Album macht die Band nun das Schreiben darüber zu ihrer Kür. // Mit dem roten Album huldigen Tocotronic ohne Kitsch den verschiedenen Formen der Liebe. Die Texte von Dirk von Lowtzow sind das Herzstück der Platte, benennen in einem Spiel aus klaren Zeilen und poetischer Bildsprache vertraute Zustände und entsagen sich somit altgedienten Klischees. Die Musik passt sich dem Lauf der Worte an, die Form folgt der Sprache. Mal sanft und seelig, mal ekstatisch und verzückt ziehen Tocotronic einen mit dem roten Album in ihren Bann. In diesem Kosmos lässt es sich gut verweilen. Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Tocotronic“ und seiner/ihrer vollständigen Postanschrift an radio@byte.fm.

„Nie wieder Krieg“: Tocotronic kündigen neues Album an

Von ByteFM Redaktion
(24.09.2021)
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„Nie wieder Krieg“: Tocotronic kündigen neues Album an
Haben ein neues Album mit dem Titel „Nie wieder Krieg“ angekündigt: Tocotronic Tocotronic haben mit der Single „Jugend ohne Gott gegen Faschismus“ ein neues Album namens „Nie wieder Krieg“ angekündigt. Damit steht nach über drei Jahren endlich ein neuer Longplayer von Dirk von Lowtzow, Jan Müller, Arne Zank und Rick McPhail an. Zum neuen Track gibt es auch ein neues Musikvideo. Mit der Ankündigung packt das 1993 in Hamburg gegründete Quartett ungewöhnlich plakatives antifaschistisches Vokabular aus – sicher kein Zufall, so kurz vor der anstehenden Bundestagswahl. Aber sicher auch keine Überraschung in Sachen Attitüde. // Tocotronic (@tocotronic) September 23, 2021 // Tocotronic – „Nie wieder Krieg“ (Vertigo) // Das letzte Tocotronic-Album trug den Titel „Die Unendlichkeit“ und kam Anfang 2018 heraus. „Nie wieder Krieg“ erscheint am 28. Januar 2022 bei Vertigo. Schaut Euch hier das Musikvideo zu „Jugend ohne Gott gegen Faschismus“ an:

Tocotronic - „Nie wieder Krieg“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(31.01.2022)
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Tocotronic - „Nie wieder Krieg“ (Album der Woche)
Tocotronic - „Nie wieder Krieg“ (Universal) Es gab mal eine Zeit, da verbargen Tocotronic ihre romantische Ader noch hinter poetischen Chiffren. Da sprachen die Indie-Rock-Urgesteine von Welten, deren Umrisse ihnen gefielen, von den Tieren nachts im Wald oder von den Imitationen von anderen, die sich in ihnen wiederfanden. Diese Zeit ist spätestens seit dem 2015 veröffentlichten „roten“ Album vorbei. Diese elfte Tocotronic-LP war gefüllt mit schamlos direkten Liebesliedern. Auch der 2018 erschienene, sehr autobiografische Nachfolger „Die Unendlichkeit“ zeichnete sich durch diese neue Offenheit aus. „Eines ist doch sicher / Eins zu eins ist jetzt vorbei“, sang Dirk von Lowtzow noch im Jahr 2002. Doch mittlerweile scheint ein Tocotronic-Song ziemlich genau das zu sein, was er verspricht. // Doch die schonungslose Offenheit der neuen Tocotronic bringt etwas mit, was stärker ist, als die alte Wortgewandtheit: Verletzlichkeit. Schlaue und hochintellektuelle Texte funktionieren gerne als Schutzschild. Von denen ist hier nichts mehr übrig. Stattdessen präsentieren sie nackte Verwundbarkeit – die es braucht, um einen solch berührenden Song wie „Ich tauche auf“ schreiben zu können. Dieses Duett mit Soap&Skin darf gerne zu den absoluten Höhepunkten der Tocotronic-Diskografie gezählt werden, dank der filigranen Instrumentierung und den sich perfekt ergänzenden Stimmen von Anja Plaschg und von Lowtzow.

Disc Jockeys

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Disc Jockeys
Johanna Schmidt, aufgewachsen in der hessischen Idylle (400 Einwohner, keine Öffis), ist bei ByteFM Chefin vom Dienst und lebt nach einem sechsjährigen Aufenthalt in München nun in Hamburg. So weit wie die zuletzt gewählten Wohnorte, liegen in Teilen auch ihre musikalischen Vorlieben auseinander. Die oszillieren (das Wort kennt sie nur dank Tocotronic und verwendet es komplett inflationär in Hausarbeiten) zwischen „Musik von Menschen, die aussehen, als würden sie niemals lächeln“ und „richtigen Bangern“. Letztere – als Beispiel sei hier „Crying At The Discoteque“ von Alcazar genannt – auch absolut unironisch.

Johanna Schmidt

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Johanna Schmidt
Johanna Schmidt, aufgewachsen in der hessischen Idylle (400 Einwohner, keine Öffis), ist bei ByteFM Chefin vom Dienst und lebt nach einem sechsjährigen Aufenthalt in München nun in Hamburg. So weit wie die zuletzt gewählten Wohnorte, liegen in Teilen auch ihre musikalischen Vorlieben auseinander. Die oszillieren (das Wort kennt sie nur dank Tocotronic und verwendet es komplett inflationär in Hausarbeiten) zwischen „Musik von Menschen, die aussehen, als würden sie niemals lächeln“ und „richtigen Bangern“. Letztere – als Beispiel sei hier „Crying At The Discoteque“ von Alcazar genannt – auch absolut unironisch.

Tocotronic – „K.O.O.K.“ wird 20 Jahre alt

Von Marius Magaard
(26.07.2019)
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Tocotronic – „K.O.O.K.“ wird 20 Jahre alt
Tocotronic – „K.O.O.K.“ (L’age d’or) Der ganz normale Alltag war schon immer ein kreativer Motor für Tocotronic: Konversationen mit Gitarrenhändlern. Der Hass gegenüber Backgammon-Spielern. Die Grausamkeit eines Samstags. Das Desinteresse gegenüber Tennis. Die Fahrt nach Bahrenfeld, im Bus, selbstverständlich. // Der neue Tocotronic'sche Impressionismus machte auch vor den Texten keinen Halt: Die Parolen waren zwar nicht ganz verschwunden (auf Konzerten wird „Let there be rock / Verflixt nochmal!“ mit der gleichen Inbrunst von „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“ mitgegröhlt), wurden aber ungriffiger. „Die neue Seltsamkeit“ und „Das Unglück muss zurückgeschlagen werden“ kommen ganz ohne Hook aus, stattdessen bieten sie einen nicht enden wollenden Schwall an Text. // Weit entfernt von der Alltagspoesie der ersten Alben ist das nicht. Damals stellte die Band die spießige Normalität, die erwähnten Tennismatches und Backgammonspieler, negativ dar. Ihre Alltagspoesie war eine Poesie der Ablehnung, der Verweigerung. Doch auf „K.O.O.K.“ entdeckten Tocotronic den Zauber des Alltags. Spaziergänge am Kanal, Biertrinken vorm Spielomat und Zitronenlimonaden erstrahlten plötzlich in fast schon existentialistischer Schönheit. Die alten jungen Nörgler sangen plötzlich Texte, die klangen, als wären sie zufrieden. Und wenn die Band von der Alltagslyrik auf die Emotionsebene wechselte, wurde es schonungslos ehrlich. Oder hat jemand jemals ein ungelenkeres und gleichzeitig euphorischeres Liebeslied als „Jackpot“ geschrieben? Im Verlauf ihrer Karriere sollten Tocotronic noch abstrakter werden (nur um später auf „Die Unendlichkeit“ wieder zur emotionalen Ich-Perspektive zurückzukehren) – doch auf „K.O.O.K.“ fanden sie die Poesie in der Banalität. Und dabei große Schönheit. Denn wenn von Lowtzow in „17“ abschließend singt „Heute bin glücklich wie niemals zuvor“, dann glaubt man ihm das.

Tocotronic - „Die Unendlichkeit“ (Album der Woche)

Von ByteFM Redaktion
(22.01.2018)
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Tocotronic - „Die Unendlichkeit“ (Album der Woche)
Tocotronic - „Die Unendlichkeit“ (Universal) Bis zur Unendlichkeit, und noch viel weiter: Auf ihrem zwölften Album kehrt die Hamburger Diskurs-Rock-Institution Tocotronic zum ersten Mal in ihrer langen Karriere ihr Inneres ungefiltert nach außen – und bringt dabei zwölf höchst intime Geschichten zum Vorschein. Von der Liebe, der Selbstfindung und dem Tod. // Auf dem Papier beschreiben Tocotronic diese Platte als ein biografisches Album. Dieser chronologische Ansatz ist schwer zu übersehen: Nach dem epischen Einstiegssong „Die Unendlichkeit“ beginnt die Reise durch das Leben des Dirk von Lowtzow in elf Akten, von frühester Kindheit („Tapfer und Grausam“) und jugendlicher Rebellion („Hey Du“) über die Bandgründung in Hamburg („1993“) bis zur nostalgisch-melancholischen Gegenwart („Alles was ich immer wollte war Alles“). // Musikalisch zeigen sich Tocotronic auf diesem Album abwechslungsreich und in absoluter Höchstform: Rick McPhails Gitarrenarbeit ist entfesselt wie seit „Schall Und Wahn“ nicht mehr, vom verschmitzten Solo-Breakdown in der stürmischen Vorabsingle „Hey Du“ bis zum noisigen Sturm-und-Drang-Freakout gen Ende von „Wilder Wirbel“. Und in Songs wie dem space-rockenden Titeltrack kann die Rhythmusgruppe Müller/Zank zum vielleicht ersten Mal in ihrer Bandgeschichte so richtig grooven: Ein ausgelassener TripHop-Beat hier, eine dubbige Bassline da – und alles wirkt aus einem Guss.

Tocotronic veröffentlichen zwei neue Singles „Hey Du“ und „1993“

Von ByteFM Redaktion
(10.11.2017)
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Tocotronic veröffentlichen zwei neue Singles „Hey Du“ und „1993“
Starren der Unendlichkeit ins Auge: Tocotronic. (Foto: Michael Petersohn / Universal Music) Man könnte Tocotronic bestimmt so einiges vorwerfen – sie beispielsweise die altklugen Gymnasiasten des deutschen Indie-Rocks schimpfen – man muss ihnen aber auch eines lassen: Wenige Bands dieses Landes haben sich in ihrer langen Karriere so viel und so oft weiterentwickelt. Vom Beginn als schrammelige Hamburger-Schule-Sensation über den barocken Tobias-Levin-Maximalismus von „Tocotronic“ und dem nüchternen Diskurs-Rock von „Pure Vernunft Darf Niemals Siegen“ und „Kapitulation“ bis zum romantischen Art-Pop ihres „roten“ elften Albums. Heute hat das Quartett ihr neues Album „Die Unendlichkeit“ angekündigt. Das soll "autobiografisch" sein und knüpft damit an ihr zuletzt erschienenes Album an. Zwei Songs gibt es bereits zu hören: "Hey Du" und die B-Seite "1993". "1993", was sicherlich nicht zufällig das Gründungsjahr der Band ist, wartet im Intro mit mehrstimmigen Vocoder-Spielereien auf, die stark an die alte Single "This Boy Is Tocotronic" erinnern. // Ob Tocotronic diese Spannung auch auf Albumlänge aufrecht erhalten können, wird sich Anfang nächsten Jahres zeigen: „Die Unendlichkeit“ erscheint am 26. Januar 2018 auf Universal Music. Danach geht es auch auf Tour.

Nicht nur Tocotronic...

Von ByteFM Redaktion
(22.01.2010)
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„Arschtrittparolen“, „No-Go-Areas im Pop“ und „Trainingsjackenlooks“: Hier muss es um Tocotronic gehen. Julian Weber rezensiert für die taz die aktuelle Platte „Schall und Wahn“. „Keine Meisterwerke mehr“ singen Tocotronic an einer Stelle, aber Mittelmaß könne nun auch keine Alternative sein, urteilt Weber. Gelobt wird hingegen der humorige Ansatz der Hamburger Musiker – der doch so oft unterschätzt würde. „Für einen Witz sind wir immer zu haben“, meint Bassist Jan Müller gegenüber dem Spiegel. Beweis genug ist der Musikclip zur Single „Macht es nicht selbst“. Und Thomas Winkler vergleicht Tocotronic in der FR ganz passend mit dem Papst. Es mag zwar so aussehen, aber nicht nur Tocotronic veröffentlichen dieser Tage eine neue Platte. Der Kanadier Owen Pallett zum Beispiel legt ein neues Werk vor: „Heartland“. Hanspeter Künzler hat für die NZZ ein Gespräch mit dem „diffizilen Interviewpartner“ geführt. Für ByteFM bespricht Hermann Nanno Becker das streicherschwere Werk. Prädikat: wertvoll.

Tocotronic: Neue Single „Die Unendlichkeit"

Von ByteFM Redaktion
(15.12.2017)
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Tocotronic: Neue Single „Die Unendlichkeit"
Im Nebel der "Unendlichkeit": Die Hamburger Diskurs-Rock-Institution Tocotronic Tocotronic haben einen weiteren Vorgeschmack auf ihr bald erscheinendes „biographisches“ Album „Die Unendlichkeit“ veröffentlicht. Die Hamburger Diskurs-Rock-Institution teilte letzten Monat bereits die beiden Singles „Hey Du“ und „1993“. Mit dem Titelsong „Die Unendlichkeit“ beweisen sie nun ihre musikalischen Ambitionen – und zwar mit Dub, Dissonanz und mächtigem Space-Rock. Wo „Hey Du“ noch eine Rückkehr zur Schrammeligkeit der frühen Tocotronic-Alben andeutete (und dabei mit sowohl musikalischen als auch thematischen Parallelen stark an die Spiritualized-Single „Hey Jane“ erinnerte), bewegt sich die Band mit „Die Unendlichkeit“ in deutlich abgehobeneren Sphären: Die Strophe groovt gemächlich zwischen Dub, Trip-Hop und Space-Rock, während im wortlosen Refrain erdige Stoner-Gitarren und atonale Penderecki-Streicher explodieren. Dabei wird der ätherische Song von Dirk von Lowtzows sehr persönlichen Zeilen geerdet, in denen er erneut melancholisch in die Vergangenheit blickt: „Ich treibe weiter, seit ich noch ein Kind war / Und es dauert an, bis ich nicht mehr deutlich denken kann.“

Zeitgeister-Podcast #35: Tocotronic fordern „Macht es nicht selbst“

Von ByteFM Redaktion
(19.09.2023)
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Zeitgeister-Podcast #35: Tocotronic fordern „Macht es nicht selbst“
In ihrem Song „Macht es nicht selbst“ warnen Tocotronic davor, selbst Hand anzulegen (Foto: Gloria Endres de Oliveira) // Im Jahr 2010 brachte die deutsche Band Tocotronic einen Song heraus, der das Glück des Heimwerkens jedoch massiv infrage stellte. Darin heißt es: „Was Du auch machst, mach es nicht selbst.“ Doch warum warnt die Band davor? Dieser Frage geht Kulturjournalist Ralf Schlüter in der aktuellen Folge seines Podcasts Zeitgeister nach. // Seit langem gibt es in westlichen Gesellschaften eine Tradition des Do-it-yourself. Während der Corona-Pandemie hat sich das gar zum Trend entwickelt: selbst Brotbacken, selbst Stricken, selbst Tomaten auf dem Balkon züchten. Doch worin liegt der Reiz des Selbermachens und wo vielleicht mögliche Probleme? Mit welchen Argumenten kann man das Heimwerken kritisieren und was ist der Unterschied zwischen der ehrbaren Handwerkerin und dem genialen Dilettanten? Diese Fragen versucht Ralf Schlüter auch mit seinem Gast zu klären, dem Künstler Jürgen Krause. Dieser vertritt eine Gegenposition zum Tocotronic-Song und hat das Selbermachen zu einer eigenen Seinsweise erhoben.

ByteFM Magazin

Tocotronic im Gespräch

(20.01.2022 / 14:00 Uhr)
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ByteFM Magazin - Tocotronic im Gespräch
„Nie wieder Krieg“ – ein schöner Gedanke, der vermutlich in den meisten Köpfen herumschwirrt, ist auch der Titel vom mittlerweile 13. Album der Indierock-Institution Tocotronic. // Nach mehreren Festivals und eigenen Open-Air-Konzerten im vergangenen Sommer, die unter dem Motto „The Hamburg Years“ bzw. „The Berlin Years“ stattfanden, präsentieren Tocotronic in diesem Jahr ihr neues Werk, das am 28. Januar 2022 veröffentlicht wird, in diversen Venues und Städten des Landes. Wenige Tage vor Veröffentlichung der neuen Platte ist Tocotronic-Drummer Arne Zank im Gespräch bei Christa Herdering im ByteFM Magazin.

ByteFM Magazin

am Morgen: Tocotronic zu Gast bei Michael Gehrig

(23.01.2018 / 10:00 Uhr)
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ByteFM Magazin - am Morgen: Tocotronic zu Gast bei Michael Gehrig
Tocotronic können bereits auf eine lange Bandgeschichte zurückblicken. Ihr Debüt „Digital Ist Besser“ (1995) gilt als Meilenstein des deutschen Indie-Pop und Tocotronic als eine der wichtigsten deutschen Bands der Hamburger Schule. Bis heute haben sie sich mit jedem Album soundtechnisch weiterentwickelt, neu entdeckt und ausgerichtet - von einer Gruppe mit Punkattitüde, die Momentaufnahmen ihres jugendlichen Alltags in Musik fasste, zu einem etablierten und kunstvollen deutschen Rock-Projekt. Am 26. Januar erscheint Tocotronics zwölftes Album „Die Unendlichkeit“, das sie als „Autobiographie in 12 Kapiteln“ bezeichnen. Auf diesem Konzeptalbum zeigen sich die „Tocos“ ungewohnt persönlich und schreiben über das eigene Leben, über Angst, Einsamkeit und Liebe. Am Dienstag sind Rick McPhail und Jan Müller von Tocotronic bei uns im Studio zu Gast und wir wollen ihnen Eure Fragen stellen. Was wollt Ihr wissen? Postet es hier in die Kommentare oder schreibt uns eine Mail an radio@byte.fm.

ByteFM Mixtape

zusammengestellt von Arne Zank (Tocotronic)

(08.03.2022 / 18:00 Uhr)
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ByteFM Mixtape - zusammengestellt von Arne Zank (Tocotronic)
Erst vor Kurzem haben Tocotronic ihr 13. Album "Nie wieder Krieg" veröffentlicht. Ein Album, das mit Zeilen wie „Keine Verletzung mehr / Das ist doch nicht so schwer“ ohne ironischen doppelten Boden und Zynismus auskommt, dafür aber umso direkter Themen anspricht, die niemals an Bedeutung zu verlieren scheinen. In dieser Ausgabe des ByteFM Mixtapes moderiert Tocotronic-Drummer Arne Zank durch eine Auswahl von zehn seiner Lieblingssongs. Mit dabei ist Musik von Barbra Streisand, Animal Collective, Rihanna und dem Hachig Kazarian Ensemble.

ByteFM Magazin

Claire Laffut, Tocotronic & Die Wände

(09.04.2020 / 19:00 Uhr)
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Außerdem: Musik von Die Wände, Claire Laffut und ein neuer Song von Tocotronic.

ByteFM Magazin

Janet, Tocotronic & what else is there?

(03.01.2022 / 15:00 Uhr)
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„Wir kommen um uns zu beschweren“ heißt das dritte Album der Hamburger Band Tocotronic. Es ist unser ByteFM Album der Woche.

Tachchen Popmusik

Tocotronic Edition

(28.09.2012 / 18:00 Uhr)
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Eine Geschichte aus über 40 Liedern von Tocotronic. Und ein paar von Wolfgang Petry. Aber nur ganz am Ende.

taz.mixtape

Pantha Du Prince, Moses Sumney, Tocotronic, Balkone, Houschyar, Konitz

(17.04.2020 / 17:00 Uhr)
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„In jedem Ton / Liegt eine Hoffnung / Auf einen neuen Zusammenhang“. Tocotronic veröffentlichen einen Song über Vereinzelung und Seltsamkeiten – aber auch gegen falsche Imperative. Verlässlich antiautoritär, sagt Julia Lorenz.

Lost in the Supermarket

Tocotronic im Gespräch

(29.01.2013 / 21:00 Uhr)
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Sie sind eine Konstante im Leben von Dennis Kastrup: Tocotronic. Seit 20 Jahren nun schon. Zeit für ein Gespräch. Über das neue Album? Nicht wirklich. Aber über HipHop, Jugendkultur, "Neues" und "Altes". 60 Minuten mit Dirk von Lowtzow und Jan Müller bei Lost in the Supermarket.

taz.mixtape

Halo, Camille, Regierung, Gorillaz, Tocotronic, FlyLo, G'n'R

(30.06.2017 / 17:00 Uhr)
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Tocotronic stellen mit "Coming Home" eine Compilation ihrer Lieblingssongs zusammen. Sänger Dirk von Lowtzow covert die Pet Shop Boys. Warum nun Lieblingslieder und Hunde? Julia Lorenz stellt die Gegenfrage: Warum nicht?

taz.mixtape

FKA Twigs, OG Keemo, Igor Bancer, Tocotronic, Gastarbeiter

(21.01.2022 / 17:00 Uhr)
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Auf dem Tocotronic-Album „Nie wieder Krieg“ trifft viel Gefühl auf kratzigen Garagenrock. Er wolle „ein politisches Statement auf die psychologische Sphäre überführen“, erklärt Dirk von Lowtzow im taz-Interview mit Beate Scheder.

taz.mixtape

U.S. Girls, Floating Points, Wald, Wand, Tocotronic

(30.10.2015 / 17:00 Uhr)
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Kein Schnickschnack am Selbstmord-Samstag. Diviam Hoffmann erlebt eine stimmungsvolle Tocotronic-Werkschau mit „Zucker“, laut Dirk von Lowtzow „der schwulste Song vom schwulsten Album“, gewidmet allen „zarten Punks“.

Tocotronic: exklusive Videopremiere bei ByteFM

Von ByteFM Redaktion
(16.12.2009)
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"Macht es nicht selbst" ist der neue Slogan von Tocotronic und gleichzeitig der Titel ihrer ersten Single vom neuen Album "Schall & Wahn".

Von Bullerbü nach Babylon

The Fall Special - Zu Gast: Jan Müller (Tocotronic)

(05.05.2008 / 19:00 Uhr)
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Von Bullerbü nach Babylon - The Fall Special - Zu Gast: Jan Müller (Tocotronic)
Jan Müller spielt Bass bei der Band Tocotronic und hat unter dem Namen DJ Lolek vor einigen Jahren einmal einen ganzen Abend lang nur Fall-Platten aufgelegt.

Die ByteFM Jahrescharts 2015

Von ByteFM Redaktion
(22.12.2015)
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5. Tocotronic - Das rote Album // Tocotronic – Das rote Album // 7. Tocotronic - Ich öffne mich // 2. Tocotronic - Das rote Album // 9. Tocotronic - Rebel Boy // Tocotronic - Die Erwachsenen. // Tocotronic – Prolog

Spagat

Von Other Lives bis Tocotronic

(22.04.2020 / 14:00 Uhr)
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Mit Songs von The Strokes, Soap&Skin, Yorina und weiteren.

ByteFM Magazin

The Zombies, Tocotronic und Caribou

(06.03.2020 / 19:00 Uhr)
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Außerdem unter anderem Musik von Alexa Dash, Hannah Georgas und Mitski.

Ab sofort in Hamburg: die März-Ausgabe vom ByteFM Konzertfolder

Von ByteFM Redaktion
(01.03.2018)
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Ab sofort in Hamburg: die März-Ausgabe vom ByteFM Konzertfolder
Ab sofort in Hamburg: die März-Ausgabe vom ByteFM Konzertfolder mit Tocotronic auf dem Cover (Artwork: Helmut Kraus) // Unser Titelmotiv in diesem Monat sind Tocotronic, die sich 1995 auf ihrem Debütalbum „Digital Ist Besser“ noch wünschten, Teil einer Jugendbewegung zu sein. Mit Erfolg – zumindest für Slacker-Kids mit Affinität zur Hamburger Schule boten Tocotronic in den 90er-Jahren eine ideale Projektionsfläche. Inzwischen hat das Quartett die Verwandlung von jugendlichen Indie-Rock-Trainingsjackenträgern zu nonchalanten Pop-Dandies erfolgreich vollzogen. Ihr zwölftes Album „Die Unendlichkeit“, das Ende Januar unser ByteFM Album der Woche war, bezeichnen die vier Musiker als „Autobiografie in zwölf Kapiteln“. // Der neue Konzertfolder für den März 2018 von ByteFM. Danke @bytefm ? Artwork von Helmut Kraus #tocotronic #tocs #tocos #dieunendlichkeit Ein Beitrag geteilt von Tocotronic (@tocotronic_official) am Feb 28, 2018 um 7:27 PST

Tocotronics „Digital ist besser“ wird 25 Jahre alt

Von Marius Magaard
(06.03.2020)
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Tocotronics „Digital ist besser“ wird 25 Jahre alt
Tocotronic – „Digital ist besser“ (L'Age d'Or) Es gibt wahrscheinlich keinen Text über die frühen Jahre der Gruppe Tocotronic, in dem nicht das Wort „parolenhaft“ vorkommt. Das kommt natürlich nicht von ungefähr. Die Hamburger Band konnte schließlich sogar einen altbackenen AC/DC-Songtitel in einen Schlachtruf verwandeln. Ihre Wörter waren schon immer griffiger als ihre Töne. Ein Tocotronic-Ohrwurm manifestiert sich oft nicht in einer Melodie, sondern in einem Satz, der einen nicht loslässt. // Und vergisst dabei das Beste an diesem Album. Genau wie in ihrer Musik verwenden Tocotronic eine Sprache, die an Unmittelbarkeit kaum zu toppen ist. Die besten Sätze von „Digital ist besser“ sind so ziemlich alles außer verkopft. Sie gehen so: „Ich weiß nicht, wieso ich Euch so hasse / Tanztheater dieser Stadt.“ Oder so: „Alle Leute tun mir leid / Vielleicht bin ich's auch einfach leid.“ Oder so: „Es ist klar, es geht nichts von heute auf morgen doch / Irgendwann hatte ich mal weniger Sorgen.“ Es sind Worte, die sofort hängen bleiben, sofort ein Eigenleben entwickeln. Es sind nicht die Parolen, sondern die universellen Geschichten, Situationen, Beobachtungen, die auch jetzt noch eine Projektionsfläche für unzählige unzufriedene Hörer*innen bieten. Mittlerweile schreiben Tocotronic keine Slogans mehr – doch diese, beste Qualität haben sie nie verlernt.