Zum 20. Todestag von Mary Wells

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In den frühen 1960er-Jahren war sie der größte Star des legendären Soul-Labels Motown Records. Vor 20 Jahren starb Mary Wells.

Obwohl Motown Records schon vor Mary Wells zwei Musikerinnen unter Vertag genommen hatte, gilt Wells bis heute als die „first lady of Motown“. Anfang der 1960er-Jahre war sie dank Hits wie „Bye Bye Baby“, „You Beat Me To The Punch“, „The One Who Really Loves You“ oder „My Guy“ der erste weibliche Star des Labels – dabei sah es zu Beginn von Wells‘ Karriere nicht unbedingt danach aus. Zwar war sie 1961 mit „I Don’t Want To Take A Chance“ die erste weibliche Motown-Künstlerin, die es in die Top 40 der US-Charts schaffte, doch das dazugehörige Debütalbum floppte. Labelgründer Berry Gordy war allerdings vom Talent der damals 18-jährigen Wells überzeugt und stellte ihr den Songwriter und Produzenten Smokey Robinson zur Seite, was sich als Glücksgriff erwies. Bis 1964 veröffentlichten die beiden mehrere Top-10-Hits und Wells wurde 1962 als erster Motown-Künstler überhaupt für einen Grammy nominiert. Mit dem Song „My Guy“ wurde Mary Wells endgültig zu einem Superstar. Die Single verkaufte sich über eine Millionen Mal und schaffte es in Grobritannien auf Platz 5 der Charts, was auch Wells‘ internationalen Durchbruch bedeutete. Dass die Beatles sie als ihre Lieblingssängerin bezeichneten, tat sein übriges.

Im Jahr ihres größten Erfolgs verließ Wells das Label Motown im Streit über ausstehende Zahlungen und unterschrieb einen gut dotierten Vertrag bei 20th Century Fox. Doch mit dem Labelwechsel begann Wells‘ Erfolgssträhne zu reißen. Mit ihren folgenden Alben konnte sie nicht mehr an die Erfolge aus den frühen 60ern anknüpfen und beschloss 1974, sich aus dem Musikgeschäft zurückzuziehen. Nach einem Comeback in den 1980er-Jahren und mehreren Alben auf kleinen Labels wurde Wells 1990 durch eine Kehlkopfkrebserkrankung dazu gezwungen, das Singen endgültig aufzugeben. Aufgrund ihres durch den Krebs geschwächten Immunsystems starb Wells am 26. Juli im Alter von 49 Jahren an einer Lungenentzündung.

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