Zum 5. Todestag von Eartha Kitt

Eartha Kitt

Eartha Kitt war eine Frau mit vielen Talenten, eine Frau mit viel Energie und Durchsetzungskraft und eine Frau mit einem eigenen Kopf. Ihr Leben begann auf einer Baumwollplantage im US-Staat South Carolina – hier wurde Kitt 1927 als Tochter einer schwarzen Arbeiterin und eines weißen Mannes, vermutlich ein Mitglied der Familie, welcher die Plantage gehörte, geboren. Bis zu ihrem 9. Lebensjahr wuchs Kitt bei einer Frau auf, die nicht ihre Mutter war, Anna Mae Riley. Als Riley heiratete, schickte sie das junge Mädchen zu ihrer Mutter nach New York City.

Hier wurde Eartha Kitt mit 16 Jahren Mitglied der Katherine Dunham Company, einem Modern Dance Ensemble. Mit dem Ensemble trat sie zwischen 1943 und 1948 als Sängerin und Tänzerin in den USA und in Europa auf. Während dieser Zeit lernte sie Französisch und nahm mehrere Singles in dieser und in ihrer Muttersprache auf. Ihr bekanntestes Lied „Santa Baby“ erschien später, im Jahr 1953. Große Bekanntheit erlangte Eartha Kitt als Revue- und Theaterdarstellerin, zum Beispiel ins Orson Welles Aufführung von Goethes Faust. Kitts Karriere zog in den folgenden Jahrzehnten weite Kreise. Sie stand nicht nur am Broadway auf der Bühne, sondern auch in Clubs, und sie war im Kino und im Fernsehen zu sehen.

Ihren Status nutzte die talentierte Frau dazu, auf gesellschaftliche und politische Probleme in den USA aufmerksam zu machen und sich gemeinnützig zu engagieren. So unterstützte sie Jugendgruppen, die Ordnung in ihre von Verbrechen geprägten Viertel bringen wollten, und sie sorgte für Wirbel, als sie sich bei einem Essen im Weissen Haus kritisch bezüglich des Vietnamkriegs äußerte. Mit ihrem Statement, dass in Vietnam unsinnigerweise unzählige Menschen sterben würden und die Jugend in den Staaten jedes Recht zum Rebellieren hätte, brachte sie Bird Johnson, die Gattin von Lyndon B. Johnson und somit First Lady, zum Weinen.

In den 80er Jahren wurde Eartha Kitt mit Disco-Songs berühmt und sie erlangte so eine neue Fangemeinde – in Schwulenclubs war sie gern gesehen. Für die Rechte von Homosexuellen setzte sich Kitt offen ein, bis zu ihrem Tode. Sie bekräftigte immer wieder, dass das Recht auf den Ehebund ein Bürgerrecht sei, das jedem zustehe.

Die bewundernswerte Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin starb am 25. Dezember 2008 im Alter von 81 Jahren in ihrem Haus in Weston, Connecticut.

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