Planningtorock – „All Love’s Legal“ (Album der Woche)

Planningtorock – „All Love’s Legal“ (Album der Woche)

Planningtorock – „All Love’s Legal“ (Human Level)

„Trying to find the words to explain my sexuality,
it’s liquid, it’s living, a moving love defined by itself.
There’s no rules, no convention,
this love can go where ever it wants.
Gimme a human drama
and understand that gender’s just a game.
Gimme a human drama,
our sexuality is not the same.
Gimme a human drama,
the personal is so political.“

Jam Rostron alias Planningtorock hat mit ihrem dritten Studioalbum „All Love’s Legal“ ein symbiotisches Kunstwerk aus Musik und politischen Statements auf die Beine gestellt. Zwölf Tracks umfasst die neue LP des Multitalents – und der Titel sowie die Trackliste geben schon vor dem erstmaligen Hören zu erkennen, was die zentralen Themen sind, um die Rostron ihre Musik arrangiert: „Misogyny Drop Dead“, „Beyond Binary Binds“, „Patriarchy Over & Out“, „Let’s Talk About Gender Baby“.

Obwohl sie in England geboren wurde, lebt und arbeitet die Elektro-Musikerin seit 2002 in Berlin. Trotz Schaffenskrise nach dem letzten Album „W“ (2011), welches auf dem namhaften Plattenlabel DFA erschien, findet Jam Rostron wieder Inspiration und wagt 2013 zwei gewichtige Schritte: die Gründung ihres eigenen Labels Human Level wie auch die Änderung ihres ursprünglichen Vornamens Janine in das geschlechtsneutrale Jam – eine Vorausdeutung auch auf das Sujet des dritten Studioalbums.

„All Love’s Legal“ ist eine Reise. Eine Reise, in deren Verlauf uns Planningtorock schrittweise bzw. „titelweise“ ihre Visionen und Vorstellungen von Feminismus, Gender Equality und sexueller Selbstbestimmung näherbringt. „All love’s legal, you can not legalise love. Love is the one gift, that gives life its purpose“ heißt es im Titeltrack über harten Streicher-Synthies. „Let’s Talk About Gender Baby“ mit der wuchtigen Bassline ist eine überarbeitete Version ihres Remixes von „Full Of Fire“ des schwedischen Duos The Knife. Eindrucksvoll: die Effekte, mit denen die Avantgarde-Musikerin ihre Stimme verfremdet, umformt und transponiert, was sich in einem regelrechten Stimmstrudel niederschlägt.

Auf den ersten Blick wirkt die Musik sowie auch das äußere Erscheinungsbild von Jam Rostron grotesk und schwer zugänglich, und doch bleiben überraschend viele Aussagen und musikalische Themen im Gedächtnis. Polit-Pop macht eindeutig mehr Spaß als gedacht.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Planningtorock“ und seiner/ihrer vollständigen Postanschrift an radio@byte.fm.

Label: Human Level | Kaufen

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