„One Call, That’s All“: 00er-Rock von Dent May

Pressebild von Dent May, dessen Song „One Call, That's All“ heute unser Track des Tages ist.

Dent May ist stilistisch nie ganz berechenbar (Foto: Daniel Topete)

Unser heutiger Track des Tages „One Call, That’s All“ ist eine neue Single des US-amerikanischen Singer-Songwriters Dent May. Knapp zwei Jahre ist es her, dass der in Los Angeles ansässige Singer-Songwriter eine Solo-Single veröffentlicht hat. Die hieß „Crying Laughing“ und erschien 2022, sozusagen als Einzelkind zwischen lauter kollaborativen Singles. So brachte May seit seinem 2020er Album „Late Checkout“ vornehmlich Songs mit anderen Acts heraus, die mitunter eigentlich ganz anders klangen als seine eigene Musik. Darunter fanden sich etwa der hörbar durch unterkühlte Punk- und Goth-Aufnahmen sozialisierte Künstler Eyedress oder der stilistisch unberechenbare spanische Indie-Act Ghouljaboy.

Doch wirklich berechenbar ist James Dent May Jr. selbst nie gewesen. Als er etwa 2009 mit Förderung durch die Band Animal Collective sein Debütalbum „The Good Feeling Music Of Dent May & His Magnificent Ukulele“ veröffentlichte, prägte noch die Ukulele seine Popsongs (bevor das Instrument durch zu viele Internetvideos unerträglich wurde). Für die nächsten drei Alben prägten, verkürzt gesagt, eher geschmeidige Synths, Funk-Grooves und Beach-Boys-Harmoniegesänge sein Klangbild. Nachdem er auf „Late Checkout“ dann das Sunshine-Pop-Territorium erforschte und sich stilistisch austobte, kommt nun eine neue Wendung. Unser ungewohnt rockiger Track des Tages hätte sich nämlich auch gut auf dem Debütalbum von The Strokes gemacht. Er gehöre zudem zu Mays catchiesten Songs, behaupten die Liner-Notes. Das stimmt.

Die Single „One Call, That’s All“ von Dent May ist auf dem Label Carpark Records erschienen. Heute ist der Song unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

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