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Kalamaluh


Alle zwei Wochen | Mittwoch 12 - 13 Uhr

Kalamaluh ist der weitschallende Ruf eines schratigen Waldmagiers, der für seine Gäste gigantische Pilze als Stühle bereithält und sie auf eine Klangreise zwischen Kräutertee und Butterbrot einlädt.

Kalamaluh ist ein Ort der gebündelten klanglichen Eindrücke, ein Platz zum Verweilen, ein mal mehr und mal weniger logischer Ritt durch verschiedene Jahrzehnte und Sounds. Eine Stunde lang gibt es unter einem Oberthema gebündelt Songs aus Psychedelic, Rock, Progressive, Jazz und ambitioniertem Pop.

Trips ins Weltall, die Suche nach Teufeln und Engeln, Musik über Berge und Täler oder auch Tomaten – erlaubt ist, was gefällt und sich ziemt. Dazwischen gibt es diskursive Gedanken, persönliche Anekdoten oder kulturwissenschaftliche Abzweigungen. Hauptsache, der Teppich fliegt.

Genres:
60s/60er, 70s/70er, Alternative, Anything Goes, Avantgarde, Beat, Blues, Crossover, Elektronika, Experimental, Funk, Garage, Jazz, Jazz-Rock, Krautrock, Metal, New Wave, Pop, Post-Rock, Prog-Rock, Psychedelic, Rock, Roots Rock

ByteFM: Kalamaluh vom 06.12.2017

Sendung vom 06.12.2017

Der Pfad der Liebe

Kate Tempest misst präzise den Liebespuls unserer Gesellschaft: Liebe? Vergiss es, nichts ist zu finden. Neid, Gier und Heuchelei haben zu einer Scheißegal-Haltung geführt und uns wurde die Basis des Zusammenhalts von Gesellschaften genommen: Die Liebe. Liebe ist zur Ware im Spätkapitalismus geworden, Liebe findet sich als Spruch verpackt auf Massenshirts in Massenläden und wird damit als Zeichen entleert, ein Simulakrum, dessen Bedeutung uns längst abhanden gekommen ist.

„Nana“, rufen da die Optimisten, „ganz so schlimm und finster ist es doch nicht um die Liebe bestellt, wir finden sie doch überall.“ Und ja, wir wollen den Optimisten zustimmen, selber optimistisch sein und uns auf die Suche begeben. Doch ist abgesehen von schmalzigen Liebesliedern der Zweifel nicht eine starke Saat? Das Hadern, das reflektieren, die Unsicherheit? Kalamaluh folgt dem Pfad einiger Erzeugnisse aus den letzten 50 Jahren, diesmal mit einem minimalen Schwerpunkt auf dem Jahr 2017. Doch mit der Melancholie im Kopf und im Herzen gestaltet sich die Songauswahl durchaus fragend und nicht wirklich von der Omnipräsenz der Liebe überzeugt – und doch! Sie ist da!

Mit Songs u.a. von Kurt Vile & Courtney Barnett, Björk, Woods und Fever Tree.



1.  Kate Tempest / Europe is Lost
Let Them Eat Chaos / Caroline
2.  Kasabian / Where did all the love go?
West Ryder Pauper Lunatic Asylum / Columbia
3.  Björk / Bachelorette
Homogenic / Mother Records
4.  Kurt Vile & Courtney Barnett / Untogether
Lotta Sea Lice / Marathon Artists
5.  Pink Floyd / Summer `68
Atom Heart Mother / Harvest
6.  The Black Angels / Love Me Forever
Indigo Meadow / Blue Horizon
7.  Explosions In The Sky / Postcard From 1952
Take Care, Take Care, Take Care / Bella Union
8.  Woods / Blue Bleeding
Love is Love / Woodsist
9.  The Great Machine / Love
Love / NaNa Disc
10.  Fever Tree / Love Makes The Sun Rise
Creation / UNI Records
11.  Love / Old Man
Forever Changes / Elektra

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till_lorenzen vor einem Monat
@tomwaits vielen lieben Dank. Die Zusammenstellung hat diesmal auch besonders viel Spaß gemacht.

tomwaits vor einem Monat
crazy-geniale wohlig-verstörende prog'n'roll sendung mit vielen entdeckungen. vielen dank!

johanneswallat vor einem Monat
Oh! Schade, ich bin eine Zeitlang, als Jugendlicher, viel da gewesen, oft zum Hören, hab aber auch viel da gekauft. Immer auch gut für Geschenke für Mutti. Eine Institution! Schmerzt nicht so wie der Verlust von Elpi, aber traurig für Münster ist es trotzdem.

till_lorenzen vor 4 Monaten
@bogrummel: Hey, das freut mich doch sehr zu hören. Hab deinen Kommentar erst jetzt gelesen, aber er zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht!

bogrummel vor 4 Monaten
Wunderbare Sendung, ganz nach meinem Gusto - sehr toll!

till_lorenzen vor 5 Monaten
Danke, schön zu hören. Laune ist auch wieder oben!

crazyhorse vor 5 Monaten
super sendung ! danke.

till_lorenzen vor 10 Monaten
Moin Manfred! Da hast du vollkommen Recht, ich habe aber tatsächlich gezielt auf unbekanntere Nummern gesetzt (was ich natürlich auch hätte erwähnen können). Kansas wäre aber sicherlich nicht verkehrt gewesen, immerhin ist sogar deren größte Nummer "Carry on Wayward Son" von Ikarus geprägt: "Once I rose above the noise and confusion Just to get a glimpse beyond the illusion I was soaring ever higher, but I flew too high" Andersherum heißt großer Name nicht unbedingt großes Stück. Steve Hackets "Icarus Ascending" mit Gesang von Richie Haven ist mir dann doch zu beliebig... Insgesamt ließe sich bei dem Stoff noch problemlos eine zweite Sendung machen. Beste Grüße, Till

ddrummer vor 10 Monaten
Moin Till! Zu dem Thema Ikarus fällt mir noch ein Stück von Kansas ein. Icarus/Born on the wings of steel. Schöne Prog-Rock Nummer aus den 70èrn. Schönen Tag noch und weiter so! Grüße aus Unterfranken

till_lorenzen vor einem Jahr
Moin Manfred, das freut mich doch schon sehr zu hören. Freu mich auf die Sendungen in Zukunft! Beste Grüße, Till

ddrummer vor einem Jahr
Hui! Das klingt sehr Interssant Da sind alle meine Lieblings Genres drinne! Da freu ich mich drauf! LG Manfred (Mitglied seid November 2011)
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