04.10.: Keine Montagsrevolution

Und (mon)täglich grüsst das Murmeltier: Wühlt man sich an einem Montag durch die deutschen Schlagzeilen, findet man vor allem jede Menge Meinungen zum des Deutschen liebsten Unterhaltungsgut: Tatort oder Wetten, dass…? Dieses Wochenende gesellte sich ein weiteres Highlight hinzu: 20 Jahre Wiedervereinigung.
Und sonst so…?

Wie am Wochenende bekannt wurde, starb Sexualforscher Oswalt Kolle bereits vor zwei Wochen. Im Spiegel und in der Frankfurter Rundschau findet sich ein Nachruf auf den Sex-Revolutionär, der 81-jährig in Amsterdam verstarb.

„Indie, das unbekannte Wesen“… Sollte in dem Begriff „Indie“ jemals was revolutionäres gesteckt haben, ist das längst Vergangenheit. „Der kommende Sommer wird so was von Indie Rock!“ verspricht die Pressemitteilung der Karomuster-Legende Burberry – und meint damit nicht das Kleidungsstück. Die taz über den Vermarktungsschlagerbegriff „Indie“.

Revolutionär oder zumindest radikal mochte es auf jeden Fall Janis Joplin. Heute vor 40 Jahren verstarb die Rock’n Roll Queen an einer Überdosis. Mehr zum Leben von Janis und zu ihrer Musik erfahrt ihr ab 15 Uhr im ByteFM Magazin mit Ruben Jonas Schnell.

Für die Zeit hat Moritz von Uslar sein „100 Fragen an“ aus dem SZ-Magazin minimal modifiziert: Nun sind es 99 Fragen, die der Journalist an ausgewählte Persönlichkeiten richtet und denen er bekanntlich seinen ganz eigenen Stil aufdrückt. Zuletzt stand ihm Phil Collins Rede und Antwort, dem Mann, dem „Kein Mensch gemeine Fragen stellen möchte“ – so auch nicht von Uslar. Oder?!

„Ich weiß nicht mehr wirklich, wie es war, Edwyn Collins zu sein“: Sehr eindrucksvoll berichtet Dirk Peitz in der Zeit von seinem Besuch bei Edwyn Collins in London. Ihr habt bestimmt darüber gelesen oder es bei Byte gehört – der ehemalige Orange Juice Sänger veröffentlichte kürzlich sein Comeback-Album, nachdem er vor fünf Jahren zwei aufeinanderfolgende Schlaganfälle erlitt. Seitdem ist sein Erinnerungsvermögen beeinträchtigt, sein rechter Arm gelähmt, das Sprechen fällt schwer, ganz zu schweigen das Gitarre spielen. Es sei denn, seine Frau Grace hilft ihm dabei: Sie spielt die rechte Schlaghand, er die linke Greifhand. Wie Collins wieder zur Musik fand und wer ihm noch alles beim Comeback geholfen hat, lest ihr hier.

Anfang November kommen die Sterne auf die Leinwand: Im Rahmen der Duisburger Filmwoche und auf 3Sat wird die Dokumentation um die Hamburger Band, schlicht betitelt als „Sterne“ Premiere feiern. Mehr weiß die Spex.

„Betörend, aber nicht berührend“ und „Rückwärtsgerichtet wie ein Trachtenverein“ – die Konzertkritiken von Brandon Flowers in Berlin und Goldfrapp in Köln zeugen auch nicht gerade von visionären Abenden. Der Tagesspiegel und die FAZ waren vor Ort.

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