The Notwist – „Close To The Glass“ (Album der Woche)

Foto des Albumcovers

The Notwist – „Close To The Glass“ (City Slang)

The Notwist. Kaum vergleichbar mit einer anderen aus Deutschland stammenden Band. Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert existiert die Gruppe aus dem beschaulichen Weilheim in Oberbayern. Erfolgreiche Touren im In- und Ausland, unzählige veröffentlichte Alben und EPs, zahlreiche komponierte Soundtracks und viele musikalische Nebenprojekte: Die Karriere von The Notwist kann sich sehen lassen.

Alles begann mit den Brüdern Markus und Micha(el) Acher, und Martin (Mecki) Messerschmidt. Ersterer spielt Gitarre und leiht der Band seine Stimme, Micha ist am Bass tätig und Mecki lieferte feinste Drum-Parts. Die musikalische Ausrichtung zu Beginn und auf den ersten beiden Alben: Post-Hardcore und Punk. Mit dem 1995 erschienenen dritten Album „12“ kommt die Wendung: Erste elektronische Einflüsse sind hörbar, verantwortlich dafür ist Martin Gretschmann, der ab 1997 offiziell zur Bandbesetzung gehört. „Neon Golden“ wird 2002 veröffentlicht und stellt das bis dato erfolgreichste Album von The Notwist dar: von der Null auf Platz zehn der deutschen Albumcharts. Auch im Ausland wird das Indie-Electronica-Album bejubelt und heimst hervorragende Kritiken ein. Trotz Weltruhm sind die Musiker stets auf dem Boden und sich selbst treu geblieben, noch immer finden die Aufnahmen im Uphon-Studio in Wilzhofen nahe ihrer Heimatstadt statt.

Eile scheint den Bandmitgliedern fremd: Nach sechs Jahren veröffentlichen die Bayern nun ihr inzwischen siebtes Studioalbum „Close To The Glass“. Ihr Label City Slang bringt die Essenz des Albums perfekt auf den Punkt: „It is a catchy and unpredictable marriage of playing your heart out on an instrument and the magnetic pulse of precise programming.“ Wandelbarkeit beweisen The Notwist schon seit Jahren, und „Close To The Glass“ verdeutlicht diese Eigenschaft: Mal akustisch-wehmütig mit Gitarre und Streicheruntermalung („Steppin’ In“), dann plötzlich wieder energiegeladener Indie-Pop („Kong“). Die obligatorischen Elektro-Einflüsse dürfen natürlich nicht fehlen und tauchen an vielen Stellen auf: Das fast neunminütige „Lineri“ gleicht einem instrumentalen Elektro-Fluss, der gemächlich seine Bahnen zieht.

Veröffentlichung: 21. Februar 2014
Label: City Slang

Das könnte Dich auch interessieren:

  • Cover Sleater-Kinney – „No Cities To Love“
    Zusammen mit anderen Bands kämpften Sleater-Kinney in den 90er-Jahren mit ihren songgewordenen Pamphleten für feminine Selbstbestimmung, Basisdemokratie und gegen die patriarchalischen gesellschaftlichen Strukturen. Auf dem neuen Album ist das nicht anders. Dazugekommen ist eine kapitalismuskritische Haltung, gepaart mit sozialer Empathie....
  • Sleater-Kinney – „Path Of Wellness“ (Album der Woche)
    „Path Of Wellness“, das neue Album der US-Indie-Rock-Band Sleater-Kinney, mag zunächst unaufdringlich anmuten. Doch der Schein trügt. Das ByteFM Album der Woche. ...
  • Cover des Albums Jeff Özdemir & Friends Vol. 2
    Dass Sympathie oft die bessere Voraussetzung für fruchtbare Projekte ist als große Professionalität, wird auf „Jeff Özdemir & Friends Vol. 2“ bewiesen. Das Album vereint 18 entspannte Songs, die der Plattenladenbesitzer Özdemir zusammen mit den unterschiedlichsten Leuten geschrieben hat....


Deine Meinung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.