US-Singer-Songwriterin Ellen McIlwaine ist tot

Die US-amerikanische Musikern Ellen McIlwaine ist im Alter von 75 Jahren gestorben.

Ist im Alter von 75 Jahren gestorben: Ellen McIlwaine (Foto: Album-Cover von „We The People“ von Ellen McIlwaine)

Die US-amerikanische Slide-Gitarristin und Singer-Songwriterin Ellen McIlwaine ist tot. Wie nun bekannt wurde, starb die Folk- und Blues-Musikerin am 23. Juni 2021 im kanadischen Calgary 75-jährig an den Folgen einer Krebserkrankung. Sie wurde in den späten 1960er-Jahren bekannt und arbeitete im Laufe ihrer Musik-Karriere mit zahlreichen bekannten Musiker*innen zusammen.

Vielfältige Einflüsse

Ellen McIlwaine wurde am 1. Oktober 1945 in Nashville, Tennessee, geboren. Sie wuchs in der japanischen Stadt Kobe auf, wo sie bereits früh mit traditioneller japanischer und klassischer Musik in Berührung kam. Hauptsächlich von US-amerikanischen Blues-Gitarristen geprägt, fand sie hier weitere Inspirationsquellen für ihre Musik, welche Folk und Blues auch mit Elementen anderer Stile wie Gospel und Rock, später auch Reggae, Jazz und Funk verband. Dabei basierte der Stil der Musikerin auf energisch gespielter Slide-Gitarre, Mundharmonika und ihrem bisweilen eigenwilligen Gesangsstil.

Solokarriere nach Bandausstieg

In den 60er-Jahren weilte die Musikerin in New York City und spielte in lokalen Clubs, bis sie mit ihrer 1968 gegründeten Band Fear Itself ihr selbstbetiteltes Debütalbum herausbrachte und auf Tour ging. Schließlich warf sie aber hin, da sie sich von ihrer eigenen Band als Mitglied zweiter Klasse behandelt fühlte.

Fortan machte McIlwaine solo weiter und arbeitete im Laufe der Jahre mit vielen Musiker*innen zusammen. Zunächst brachte sie auf Polydor die beiden Alben „Honky Tonk Angel“ (1972) und „We The People“ (1973) heraus und trat als einzige weibliche Gitarristin auf der 1974er Polydor-Compilation „The Guitar Album“ in Erscheinung. Ein hochkarätiger Sampler, auf dem unter anderem auch Eric Clapton und T-Bone Walker vertreten waren. „The Real Ellen McIlwaine“ erschien dann 1975 beim kanadischen Label Kot’ai. Auf ihrem fünften Album „Everybody Needs It“ (1982) arbeitete McIlwaine mit Jack Bruce (Cream) zusammen.

Populär in Kanada

Im Laufe der Jahre erspielte sie sich dabei vor allem in Kanada eine Fanbase, wohin sie 1987 ihren Lebensmittelpunkt verlegte. In den USA hingegen erlangte McIlwaine keinen großen Ruhm, was sie selbst auch auf die Erwartungen an Frauen im Musikbusiness zurückführte. In einem Interview aus dem Jahr 1980 sagte sie, sie habe keine Lust, sich für den Erfolg als Musikerin zu entblößen und zu tanzen.

McIlwaine arbeitete auch noch im hohen Alter an neuer Musik. So gründete sie 2006 ihr eigenes Label Ellen McIlwaine Music und brachte gemeinsam mit dem indischen Tabla-Spieler Cassius Khan die Platte „Mystic Bridge“ heraus. Die Toronto Blues Society ehrte die Musikerin 2019 für ihr Lebenswerk.

Bild mit Text: „Ja ich will Radiokultur unterstützen“ / „Freunde von ByteFM“

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