Neun Musikvideos, die Ihr diese Woche sehen solltet

Filmstill aus dem Musikvideo von Perfume Genius – „Some Dream“, einem der Musikvideos der Woche bei ByteFM.

Filmstill aus dem Musikvideo Perfume Genius – „Some Dream“

Auch diese Woche hält einige sehenswerte Musikvideos bereit, die wir Euch nicht vorenthalten wollen. Diesmal mit dabei: minimalistisches Charisma, hypnotische Tastenakrobatik und der wortwörtliche innere Schweinehund.

Arlo Parks – „Caroline“

Wer eine Präsenz wie Arlo Parks hat, braucht kein blendendes Musikvideo. Da reicht einfach nur ein Gesicht. Und eine Stimme. Im Clip zur neuen Single „Caroline“ macht die britische Künstlerin nicht viel. Sie singt. Sie starrt. Und bohrt sich mit ihrem Blick und ihrem Gesang tief ins Mark ihres Publikums. Das Debütalbum der Musikerin erscheint am 29. Januar 2021.

Paul Jacks – „The Hunger“

Eine animierte Verfolgungsjagd im Collagen-Stil sehen wir in Paul Jacks‘ Musikvideo zu „The Hunger“. Eine Detektivin spürt einem Vampir nach, und eine süße Katze gibt es obendrein. Der Synth-Pop-Track des Musikers aus Alaska ist auf dessen Album „Black Jackal“ enthalten, das am 4. Dezember 2020 erscheint.

Rare DM – „Send Nudes“

Leere Hauptverkehrsstraßen sieht man in New York City eher selten – das dachte sich wohl auch Erin Hoagg von Rare DM und radelte während des Lockdowns mit einer GoPro-Kamera durch die Stadt.

Catholic Guilt – „Life In Three Part Harmony“

Catholic Guilt aus Melbourne haben ein Zeichentrick-Video zu ihrem Track „Life In Three Part Harmony“ veröffentlicht, das eine ihrer Shows zeigt. Für alle, die Live-Konzerte und das Drumherum sehnlich vermissen, hält der Clip einiges an Erinnerungen und schönen Momenten parat. Der Track stammt von Catholic Guilts EP „This Is What Honesty Sounds Like“.

RMR – „4th Quarter Medley“

Mit „Substitution For Love“ komplettiert RMR sein Werk „4th Quarter Medley“, das nun in einem Clip zusammengefasst zu sehen ist. Der dritte und letzte Part ist eine Interpretation von „Iris“, einem Song der Band Goo Goo Dolls aus dem Jahr 1998.

Perfume Genius – „Some Dream“

Nach Halloween ist vor Halloween: Perfume Genius lässt das gruselige Süßigkeitenfest mit einem der wunderbar unangenehmsten Musikvideos 2020 ausklingen. In „Some Dream“, der aktuellen Single aus seinem im Mai veröffentlichten Album „Set My Heart On Fire Immediately„, treibt ein wahrlich schweinisches Ungeheuer sein Unwesen. Dessen „Alltag“ besteht daraus, Naturkatastrophen am Laptop zu verfolgen, mit dem Gabelstapler rumzufahren, Orgelsoli in die Tasten zu hämmern und Grimassen in die Kamera zu schneiden, während im Hintergrund ein Haus abbrennt. Das Statement des Regisseurs Charles Grant: „Wir sind alle Schweine.“

Nils Frahm – „Fundamental Values“

Die Musik von Nils Frahm ist schon an und für sich hypnotisch. Doch dem Berliner Neoklassik-Künstler live bei der Arbeit zuzuschauen, entfaltet noch einmal einen ganz eigenen Sog. In seiner neu veröffentlichten Live-Session zum Song „Fundamental Values“ beobachtet man ihm beim Klavierspielen, loopen, Synthesizerknöpfchen drehen – und plötzlich sind 14 Minuten wie im Flug vergangen. Bonus Nostalgie-Faktor: Frahm ist im bereits im Dezember 2018 gefilmten Clip von echten Menschen umringt, in einem echten, vollen Konzertsaal! Das hat man lange nicht mehr gesehen.

Indochine & Christine And The Queens – „3SEX“

Dass Héloïse Adelaïde Letissier eine beeindruckende Tänzerin ist, hat die französische Synth-Pop-Künstlerin bereits oft genug in den Musikvideos ihres Projekts Christine And The Queens unter Beweis gestellt. Ihr neuestes Team-up mit den ebenfalls französischen New-Wave-Urgesteinen Indochine illustriert das erneut. Der Song ist ein Remake der 1985 veröffentlichten Indochine-Single „3e Sexe“. Das Video zeigt sie und Indochine-Sänger Nicola Sirkis in edlem Schwarz-Weiß, ohne ablenkenden Firlefanz vor weißem Hintergrund. Über vier Minuten und 20 Sekunden versprüht das Duos pures Charisma.

Matt Sweeney & Bonnie „Prince“ Billy – „Make Worry For Me“

Apropos Charisma: Auch Bonnie „Prince“ Billy ist mit einer übernatürlichen Ausstrahlung gesegnet. Der Americana-Weirdo schlägt auf dem Christine-And-The-Queens-Arlo-Parks-Pendel aber eher in Richtung Parks aus. Auch seine Augen können einem tief in die Seele starren – wie der neue Clip seines Duos mit Gitarrenzauberer Matt Sweeney beweist. Das Lo-Fi-Video kommt im übersättigten Rot daher und beinhaltet nicht mehr als die beiden Gesichter der beiden Performer. Doch das reicht – bei diesem Gesicht – absolut.

Bild mit Text: Förderverein „Freunde von ByteFM“

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