Presseschau 14.02.: Es hagelt Grammophone

Es war die Nacht der großen Überraschungen: Bei der gestrigen 53. Verleihung der Grammy Awards war der Abräumer des Abends eine amerikanische Countryband namens „Lady Antebellum“. Ihr Song „Need You Now“ wurde in gleich zwei der wichtigsten Kategorien geehrt, als bester Song und als beste Aufnahme des Jahres 2010. Das Trio bekam auch noch die Preise für den besten Countrysong und das beste Country-Album sowie für das Lied des Jahres. In ihrer Dankesrede erklärte die Sängerin von Lady Antebellum, sie und ihre Band seien „so verblüfft“ über den Erfolg gewesen, dass „wir eben fast in die falsche Richtung gelaufen wären.“, wie Zeit Online berichtet. Der große Favorit des Abends, Rapper Eminem, der insgesamt elfmal nominiert war, konnte nur zwei der begehrten Preise mit nach Hause nehmen. Entgegen aller Erwartungen wurde der Preis für den besten neuen Künstler an die 26-jährige Jazzmusikerin Esperanza Spalding verliehen. Keine Überraschung gab es in den Kategorien Bester Popsänger und Beste Popsängerin des Jahres: Lady Gaga und Bruno Mars machten das Rennen.

Preise hagelte es auch bei der gestrigen Verleihung des Bafta-Filmpreises, die als Höhepunkt des Jahres in der britischen Filmindustrie gilt. Der Film „The King’s Speech“ war bei der Veranstaltung in diesem Jahr der große Gewinner. Das Drama um den stotternden König George VI. gewann in insgesamt sieben Kategorien, berichtet Zeit Online, und wird als einer der heißesten Anwärter auf die diesjährigen Oscars gehandelt.

James Blake hat sein Debütalbum veröffentlicht. Das britische „ Wunderkind“, wie die taz ihn bezeichnet, verbindet auf seiner Platte Songwriting mit Dubstep und gilt als einer der interessantesten Newcomer des Jahres.

Ein anderes spannendes Hörerlebnis verspricht das neue Album „Nur Fort“ der Berliner Jazzsängerin Lisa Bassenge zu sein. „Wir machen Pop im Bewusstsein des Jazz“, wie Das Erste den Schlagzeuger der Band, Rainer Winch, zitiert. Neben charmanten Eigenkompositionen finden sich auf dem Album Cover-Versionen von Liedern der Knef oder von Element of Crime.

Peter Alexander ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 84 Jahren. Als der „letzte Alleskönner“ , wie Welt Online titelt, prägte der österreichische Sänger, Schauspieler, Entertainer und Showmaster von den 1950er Jahren bis in die 1980er Jahre die deutsche Fernseh- und Unterhaltungsindustrie wie kein Zweiter. ByteFM sagt zum Abschied leise Servus.

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Diskussionen

0 Kommentare
  1. posted by
    Karsten aus Oldenburg
    Feb 15, 2011 Reply

    Ja – aber wieso erwähnt Ihr denn nicht, dass die Arcade Fire sensationellerweise den Grammy für das beste Album geholt haben?
    Gratulation an die Kanadier!!!

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