Rico Rodriguez wird 80

Rico RodriguezRico Rodriguez

Der Posaunist Rico Rodriguez war und ist eine wichtige Figur für Ska und 2 Tone, die britische Weiterentwicklung von Ska. Sein Handwerk lernte der am 17. Oktober 1934 auf Kuba geborene Musiker an der Alpha Boys School in Kingston, Jamaica. Seine Mutter ist kurz nach seiner Geburt mit ihm dorthin gezogen. Die Alpha Boys School spielt eine interessante Rolle für jamaikanische Musik. Hier erhielten viele heute renommierte Musiker der Insel zum ersten Mal Musikunterricht. Sie lernten, Noten zu lesen und zu schreiben und Instrumente zu spielen.

Rodriguez wurde ein Meister der Posaune. Seine ersten Aufnahmen machte er Ende der 50er. Er spielte zum Beispiel für Coxsone Dodd und Prince Buster, die mit ihren „Soundsystems“ die Grundlage für die florierende Musikszene und den Ska im Speziellen legten. Bis heute hat Rodriguez auf Hunderten von Singles und Alben gespielt. Ein Meilenstein seiner Karriere ist Rodriguez mit The Specials. Er lernte die Band um Terry Hall in London kennen, wohin er 1961 emigriert war.

Seine Posaune ist unter anderem auf „Ghost Town“, einem der bekanntesten und erfolgreichsten Stücke von The Specials zu hören. Die Kollaboration machte Rodriguez in Großbritannien bekannter. Fortan wurde er von vielen Bands und Musikern angeheuert, zum Beispiel von The Police und von Bob Marley. Er brachte auch eigene Platten raus, sein Debüt „Man from Wareika“ erschien 1977. Auch im hohen Alter kann Rico Rodriguez nicht von der Musik lassen. In den letzten Jahren spielte er bei der Band des englischen Musikers und Moderators Jools Holland und war unter anderem auf dem Album „Smoking in Heaven“ von Kitty, Daisy & Lewis zu hören.

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Diskussionen

2 Kommentare
  1. posted by
    Klaus Bader
    Okt 18, 2014 Reply

    Besonders die Dub Version von „Man from Wareika“ „Wareika Dub“ ist empfehlenswert. Sicherlich eines der besten Dub Alben überhaupt.

  2. posted by
    Karsten Frehe
    Okt 28, 2014 Reply

    @ Klaus: Da geb ich dir Recht. Ist wirklich eines seiner essentiellen Alben. Island hat es dieses Jahr auf Vinyl (180 gr) wiederveröffentlicht.
    Ein junger Artist, der in Sachen Posaunenspiel durchaus das Zeug dazu hat, in seine Fußstapfen treten zu können, ist der Serbier Hornsman Coyote.

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