Prince

Prince Prince (Foto: NPG Records)

Prince Rogers Nelson war einer der wichtigsten und erfolgreichsten Musiker der letzten Dekaden.

Geboren wurde der Sänger, Gitarrist, Schauspieler und regisseur am 7. Juni 1958 in eine nicht nur große, sondern auch musikalische Familie: Prince hatte sieben Geschwister, die Eltern hatten sich über ihr gemeinsames Jazzspielen kennengelernt. Seit seinem Debüt „For You“ 1978 verging kaum ein Jahr ohne neues Album, kaum ein paar Monate ohne Nachrichten um den Sänger, Produzenten, Multiinstrumentalisten, Songschreiber und Entertainer.

Dennoch hat Prince es immer geschafft, seine Musik nicht zu einem Randphänomen zu machen. Er veröffentlichte zuletzt, 2014, mit „Art Official Age“ und „PlectrumElectrum“ gleich zwei Studioalben auf einmal, war mit seiner Band 3RDEYEGIRL auf Tour und setzte sich gegen Polizeigewalt in den USA ein. Nicht nur musikalisch sondern auch optisch ist Prince ein Chamäleon, das sich stetig veränderte und doch kaum zu altern schien. Von seiner „Prince“-Era, über The Symbol/The Artist/The Artist Formerly Known As Prince zurück zu „Prince“ hatten sich auch die Kreativität und Exzentrik des Künstlers nicht abgenutzt.

Am 21. April 2016 starb er an einer Überdosis Fentanyl. Er war 57 Jahre alt.



Prince im Programm von ByteFM:

Norman Müller

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Norman Müller
Schon als Kind moderierte er abseits medialen Rummels Mixkassetten, die er aus der Plattensammlung seines Vaters und Radiomitschnitten zusammenstellte. Zusätzlich zu solch fortgeschrittenem Nerdtum übermannte ihn in frühen Jahren zudem ein Prince-Fetischismus. Bis in die Spitzen seiner langen Haare. Nach dem Besuch einer Dinosaurier-Ausstellung besorgte er sich 1992 ein erstes Album und verbrachte die folgenden Jahre exklusiv mit der Aufarbeitung von Prince's Diskographie. Aber Norman Müller ist nicht nur Nerd und Prince-Fetischist — zu einer ausgewogenen Persönlichkeit macht ihn seine Offenheit und Neugier. So sagte er einst im Interview mit einer lokalen Vereinszeitung, er habe immer »gleichwohl mit Metallern, Gabba-Fans und HipHoppern« abgehangen. // Wer ihn mal in echt sehen will, kann ihm ja solcherlei vorbeibringen. Zu einem seiner DJ-Gigs. Unter dem Namen Digital Norman beschallt er regelmäßig Clubs und Bars mit Funk, Kraut-Disco, Dubstep, HipHop, AfroPsych und - ähem- Prince.

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Piano & Prince: Part II mit Norman Müller

(27.10.2018 / 18:00 Uhr)
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Prince, nackt wie nie Das erste posthume Prince-Album ist vor einigen Wochen erschienen: „Piano & A Microphone 1983“ zeigt eine rohe, imperfekte Version des Perfektionisten Prince – und genau darin liegt sein Reiz. Anlass genug für Norman Müller, eine zweiteilige Sondersendung zum Thema „Piano & Prince“ zu präsentieren. Prince war schon zu seinen Lebzeiten nicht nur als genialischer Sänger, Songwriter und Performer bekannt, sondern auch als Multiinstrumentalist. Zu Beginn seiner Karriere warb seine Plattenfirma Warner Brothers gar damit, er habe die 27 (!) Instrumente auf seinem Debütalbum selbst eingespielt. Im popkulturellen Diskurs wurde Prince allerdings meistens mit einem bestimmten Instrument in Verbindung gebracht: der Gitarre. Verständlich, denn Prince gilt als Weltklasse-Gitarrist – aber eben nicht nur. Das erste Instrument, das Prince sich als Kind selber angeeignet hat, war ein anderes: das Klavier seines Vaters, der selber Jazzmusiker war. Das Thema der „Batman“-Fernsehserie aus den 60er-Jahren war laut eigenen Angaben das erste Stück Musik, das Prince sich selber beibrachte. Wenig später komponierte er im Alter von sieben Jahren am Klavier seinen ersten Song namens „Funk Machine“. Viele hunderte Songs sollten folgen, Prince selber sprach sogar von tausenden Stücken, die in seinem legendären „Vault“ auf Veröffentlichung warten. Viele davon wurden am Klavier komponiert. Ein großer Teil der über 2000 Konzerte, die Prince in seinem Leben spielte, beinhaltete eine Solo-Klavier-Einlage. Seine letzte Tour stand gar unter dem Motto „Piano & A Microphone“ und bot genau das: Prince, ein Klavier, ein Mikrofon – mehr nicht. Auch der Grund, warum plötzlich alle über Prince, den Pianisten, reden, heißt „Piano & A Microphone“. In diesem Fall geht es aber nicht um seine letzte Tour, sondern um das erste posthume Prince-Album, das in der letzten Woche erschien und ebenfalls diesen Namen trägt. Es ist kein Studioalbum im engeren Sinne, sondern eine Solo-Piano-Session, die Prince 1983 in seinem Home-Studio aufgenommen hat. Pläne, diese Aufnahmen zu veröffentlichen, gab es nie – das Band lief immer mit, wenn Prince musizierte. Auf der Oberfläche ist „Piano & A Microphone 1983“ eine seltsame Veröffentlichung. Prince’ Klavierspiel ist nicht perfekt. Die Soundqualität ist mäßig, die Songs skizzenhaft, und die Aufnahme selber ist nicht einmal besonders rar: Hardcore-Fans haben die Session schon seit den 90er-Jahren in ihrer Bootleg-Sammlung. Dennoch ist es faszinierend, dem Genie aus Minneapolis bei der nicht-öffentlichen Arbeit zuzuhören. Prince, zum Zeitpunkt der Session in der Übergangsphase vom Star zu Weltstar, ist in Top-Form und gut gelaunt. Den späteren Über-Hit „Purple Rain“ spielt er nur kurz an, genau wie das Joni-Mitchell-Cover „A Case Of You“. Längere Stücke wie die spätere B-Seite „17 Days“ und das unveröffentlicht gebliebene „Cold Coffee And Cocaine“ haben eher Jam-Charakter und demonstrieren Prince‘ unbändige Spielfreude. Während „Piano & A Microphone 1983“ ein eindrucksvolles Dokument des Klavierspielers Prince ist, es ist bei weitem nicht das einzige. Seit Beginn seiner Karriere gab es immer wieder Piano-Songs auf seinen Alben, 2002 kam gar ein – relativ unbekannt gebliebenes - Studio-Piano-Album namens „One Nite Alone“ heraus, weitere Solo-Klavier-Sessions existieren auf Bootlegs. So viel Material gibt es zum Thema „Piano & Prince“, das Norman Müller gleich zwei Stunden mit Prince‘ Klaviermusik zusammengestellt hat. In der zweiten Ausgabe verlosen wir übrigens je 1x2 Karten für "A Symphonic Celebration of Prince" in Stuttgart, Berlin und Hamburg. Was Ihr dafür tun müsst erfahrt Ihr im ByteFM Container „Piano & Prince: Part 2“.

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Piano & Prince: Part I mit Norman Müller

(29.09.2018 / 18:00 Uhr)
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Prince, nackt wie nie Das erste posthume Prince-Album ist da: „Piano & A Microphone 1983“ zeigt eine rohe, imperfekte Version des Perfektionisten Prince – und genau darin liegt sein Reiz. Anlass genug für Norman Müller, eine zweiteilige Sondersendung zum Thema „Piano & Prince“ zu präsentieren. Prince war schon zu seinen Lebzeiten nicht nur als genialischer Sänger, Songwriter und Performer bekannt, sondern auch als Multiinstrumentalist. Zu Beginn seiner Karriere warb seine Plattenfirma Warner Brothers gar damit, er habe die 27 (!) Instrumente auf seinem Debütalbum selbst eingespielt. Im popkulturellen Diskurs wurde Prince allerdings meistens mit einem bestimmten Instrument in Verbindung gebracht: der Gitarre. Verständlich, denn Prince gilt als Weltklasse-Gitarrist – aber eben nicht nur. Das erste Instrument, das Prince sich als Kind selber angeeignet hat, war ein anderes: das Klavier seines Vaters, der selber Jazzmusiker war. Das Thema der „Batman“-Fernsehserie aus den 60er-Jahren war laut eigenen Angaben das erste Stück Musik, das Prince sich selber beibrachte. Wenig später komponierte er im Alter von sieben Jahren am Klavier seinen ersten Song namens „Funk Machine“. Viele hunderte Songs sollten folgen, Prince selber sprach sogar von tausenden Stücken, die in seinem legendären „Vault“ auf Veröffentlichung warten. Viele davon wurden am Klavier komponiert. Ein großer Teil der über 2000 Konzerte, die Prince in seinem Leben spielte, beinhaltete eine Solo-Klavier-Einlage. Seine letzte Tour stand gar unter dem Motto „Piano & A Microphone“ und bot genau das: Prince, ein Klavier, ein Mikrofon – mehr nicht. Auch der Grund, warum plötzlich alle über Prince, den Pianisten, reden, heißt „Piano & A Microphone“. In diesem Fall geht es aber nicht um seine letzte Tour, sondern um das erste posthume Prince-Album, das in der letzten Woche erschien und ebenfalls diesen Namen trägt. Es ist kein Studioalbum im engeren Sinne, sondern eine Solo-Piano-Session, die Prince 1983 in seinem Home-Studio aufgenommen hat. Pläne, diese Aufnahmen zu veröffentlichen, gab es nie – das Band lief immer mit, wenn Prince musizierte. Auf der Oberfläche ist „Piano & A Microphone 1983“ eine seltsame Veröffentlichung. Prince’ Klavierspiel ist nicht perfekt. Die Soundqualität ist mäßig, die Songs skizzenhaft, und die Aufnahme selber ist nicht einmal besonders rar: Hardcore-Fans haben die Session schon seit den 90er-Jahren in ihrer Bootleg-Sammlung. Dennoch ist es faszinierend, dem Genie aus Minneapolis bei der nicht-öffentlichen Arbeit zuzuhören. Prince, zum Zeitpunkt der Session in der Übergangsphase vom Star zu Weltstar, ist in Top-Form und gut gelaunt. Den späteren Über-Hit „Purple Rain“ spielt er nur kurz an, genau wie das Joni-Mitchell-Cover „A Case Of You“. Längere Stücke wie die spätere B-Seite „17 Days“ und das unveröffentlicht gebliebene „Cold Coffee And Cocaine“ haben eher Jam-Charakter und demonstrieren Prince‘ unbändige Spielfreude. Während „Piano & A Microphone 1983“ ein eindrucksvolles Dokument des Klavierspielers Prince ist, es ist bei weitem nicht das einzige. Seit Beginn seiner Karriere gab es immer wieder Piano-Songs auf seinen Alben, 2002 kam gar ein – relativ unbekannt gebliebenes - Studio-Piano-Album namens „One Nite Alone“ heraus, weitere Solo-Klavier-Sessions existieren auf Bootlegs. So viel Material gibt es zum Thema „Piano & Prince“, das Norman Müller gleich zwei Stunden mit Prince‘ Klaviermusik zusammengestellt hat. Der erste Teil der zweiteiligen ByteFM-Container-Sonderausgabe läuft am Samstag, den 29. September, Teil zwei folgt genau einen Monat später, am 27. Oktober, jeweils um 18 Uhr. In der ersten Ausgabe wird das neue Album „Piano & A Microphone 1983“ übrigens in verschiedenen Ausführungen verlost. Was Ihr tun müsst, um Prince und sein Piano auf CD, LP oder als Boxset zu Euch nach Hause zu holen, erfahrt Ihr im ByteFM Container „Piano & Prince: Part 1“.

ByteFM Container: Prince-Experte Norman Müller über „Piano & A Microphone 1983"

Von ByteFM Redaktion
(28.09.2018)
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ByteFM Container: Prince-Experte Norman Müller über „Piano & A Microphone 1983"
Prince (Foto: Allen Beaulieu) Ein Mikrofon, ein Piano und eine Stimme. Ohne Overdubs, ohne GastmusikerInnen, ohne doppelter Boden, ein Einblick in das Gehirn von Prince Rogers Nelson, eines der letzten größten Pop-Genies dieses Planeten – wenige Monate bevor das Album „Purple Rain“ ihn zum Weltstar machte. Das ist, was das posthum veröffentlichte Album „Piano & A Microphone 1983“ verspricht. Der US-amerikanische Künstler war an so ziemlich jedem Instrument versiert. „Piano & A Microphone“ beweist, dass er die 88 Tasten seines Klaviers fast genauso gut beherrschte wie die sechs Saiten seiner ikonischen, purpurfarbenen Gitarre. Prince war schon zu seinen Lebzeiten nicht nur als genialischer Sänger, Songwriter und Performer bekannt, sondern auch als Instrumentalist. Zu Beginn seiner Karriere warb seine Plattenfirma Warner Brothers gar damit, er habe die 27 (!) Instrumente auf seinem Debütalbum selbst eingespielt. Im popkulturellen Diskurs wurde Prince allerdings meistens mit einem bestimmten Instrument in Verbindung gebracht: der Gitarre. Verständlich, denn Prince gilt als Weltklasse-Gitarrist – aber eben nicht nur. Das erste Instrument, das Prince sich als Kind selber angeeignet hat, war ein anderes: das Klavier seines Vaters, der selber Jazzmusiker war. Wenig später komponierte er im Alter von sieben Jahren am Klavier seinen ersten Song namens „Funk Machine“. Auch viele seiner späteren Songs wurden am Klavier komponiert. Ein großer Teil der über 2000 Konzerte, die Prince in seinem Leben spielte, beinhaltete eine Solo-Klavier-Einlage. Seine letzte Tour stand gar unter dem Motto „Piano & A Microphone“ und bot genau das: Prince, ein Klavier, ein Mikrofon – mehr nicht. Auch das erste posthume Prince-Album, das in der vergangenen Woche erschienen ist trägt diesen Namen: „Piano & A Microphone 1983“ – eine Solo-Piano-Session, die Prince 1983 in seinem Home-Studio aufgenommen hat. Pläne, diese Aufnahmen zu veröffentlichen, gab es nie – das Band lief immer mit, wenn Prince musizierte. Eine rohe, imperfekte Version des Perfektionisten Prince Auf der Oberfläche ist „Piano & A Microphone 1983“ eine seltsame Veröffentlichung. Prince’ Klavierspiel ist nicht perfekt. Die Soundqualität ist mäßig, die Songs skizzenhaft, und die Aufnahme selber ist nicht einmal besonders rar: Hardcore-Fans haben die Session schon seit den 90er-Jahren in ihrer Bootleg-Sammlung. Dennoch ist es faszinierend, dem Genie aus Minneapolis bei der nicht-öffentlichen Arbeit zuzuhören. Prince, zum Zeitpunkt der Session in der Übergangsphase vom Star zu Weltstar, ist in Top-Form und gut gelaunt. Den späteren Über-Hit „Purple Rain“ spielt er nur kurz an, genau wie das Joni-Mitchell-Cover „A Case Of You“. Längere Stücke wie die spätere B-Seite „17 Days“ und das unveröffentlicht gebliebene „Cold Coffee And Cocaine“ haben eher Jam-Charakter und demonstrieren Prince‘ unbändige Spielfreude. Während „Piano & A Microphone 1983“ ein eindrucksvolles Dokument des Klavierspielers Prince ist, ist es bei weitem nicht das einzige. Seit Beginn seiner Karriere gab es immer wieder Piano-Songs auf seinen Alben, 2002 kam gar ein – relativ unbekannt gebliebenes - Studio-Piano-Album namens „One Nite Alone“ heraus, weitere Solo-Klavier-Sessions existieren auf Bootlegs. So viel Material gibt es zum Thema „Piano & Prince“, dass ByteFM Prince-Experte Norman Müller gleich zwei Stunden mit Klaviermusik vom Purple One zusammengestellt hat. Der erste Teil der zweiteiligen ByteFM Container-Sonderausgabe läuft am Samstag, den 29. September, Teil zwei folgt genau einen Monat später, am 27. Oktober, jeweils um 18 Uhr. In der ersten Ausgabe wird das neue Album „Piano & A Microphone 1983“ übrigens in verschiedenen Ausführungen verlost. Was Ihr tun müsst, um Prince und sein Piano auf CD, LP oder als Boxset zu Euch nach Hause zu holen, erfahrt Ihr im ByteFM Container „Piano & Prince: Part 1“ - am Samstag, 29. September um 18 Uhr.

Prince wäre 60 geworden

Von ByteFM Redaktion
(07.06.2018)
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Prince wäre 60 geworden
„Nothing Compares 2 Him“: Prince wäre am 7. Juni 2018 60 Jahre alt geworden (Foto: NPG Records) Man kann ohne Übertreibung behaupten, dass Prince Rogers Nelson einer der wichtigsten und erfolgreichsten Musiker der letzten Jahrzehnte war. Seit seinem Debüt „For You“ 1978 verging kaum ein Jahr ohne neues Album, kaum ein paar Monate ohne Nachrichten um den Sänger, Produzenten, Virtuosen, Songschreiber und Entertainer. Nicht immer waren die Nachrichten um die Funk-Legende von musikalischer Natur: Ein spektakulärer Streit mit seiner Plattenfirma, neue Bands, neue Namen, die aus den Rechtsstreits hervorgingen, eine oft missverstandene Äußerung über das Ende des Internets, eine legendäre Superbowl-Halbzeit-Show im Platzregen, Engagements als Schauspieler und Regisseur (unter anderem „Purple Rain“, dessen Soundtrack auch einen Oscar bekam). Am 21. April 2016 starb der Künstler an einer Überdosis des Schmerzmittels Fentanyl. Sein musikalischer Nachlass ist gigantisch, je nach Zählweise veröffentlichte er über 40 Alben – nicht zu sprechen von den unzähligen unveröffentlichten Songs, die in seinem „Vault“ lagern. Am 7. Juni 2018 wäre Prince 60 Jahre alt geworden – das nehmen wir zum Anlass, um uns mal wieder durch das ByteFM Archiv zu wühlen. Mitglieder in unserem Förderverein Freunde von ByteFM können dort zahlreiche Sondersendungen nachhören. Unreleased & Rare: Prince bei ByteFM Keiner hat sich bei ByteFM so intensiv mit dem „Purple One“ auseinander gesetzt wie der selbsternannte Prince-Fetischist Norman Müller. „Ein Künstler, der die Pop-Musik der letzten 40 Jahre so geprägt hat wie nur wenige“, sagte er in seinem zweistündigen ByteFM Freispiel, nur einen Tag nach seinem Tod. Der Künstler war und ist eine Konstante seiner Sendung Sounds Outta Range. Im ByteFM Archiv gibt es außerdem drei Sonderausgaben, in der Norman Müller seltene Songs präsentierte, die zwar unveröffentlicht geblieben sind, es aber auf irgendeine Weise aus dem Studio geschafft haben. Sie liefen am 4. Mai 2016, am 26. Juli 2017 und am 21. März 2018. Klaus Walter befasste sich in seiner Sendung Was ist Musik mit dem Tod der Funk-Legende: In seiner Ausgabe vom 24. Mai 2016 nannte er ihn „eine fleischgewordene Utopie der Grenzüberschreitung“. „Prince ist Funk und Prince ist Soul, er ist Rock und ist Electro-Pop, Prince ist schwarz und Prince ist weiß, Prince ist ein Mädchen und Prince ist ein Junge.“ Bereits ab dem 5. Mai 2011 stellte der Hamburger DJ Lucky Drama in der Sendung Groove Crates mit viel Liebe und Mühe eine sechsteilige Sammlung musikalischer Perlen zusammen. Wie er selbst beschrieb: „Diese Prince-Selections sind keine ausgenudelten ‚Best-Of‘-Compilations, die irgendeine Plattenfirma raushaut, um nochmal an den Hits Geld zu verdienen.“ Stattdessen bietet seine ausgiebige Serie die Möglichkeit in die Welt des Genies einzutauchen, ohne sich mit den Gassenhauern befassen zu müssen. Die jüngste Sondersendung stammt von Volker Rebell, der zwei Ausgaben seines Kramladens dem 60. Geburtstag von Prince widmet. Den Anfang machte Vol. 1 am 31. Mai 2018 mit einem Schwerpunkt auf seinem letzten Lebensjahrzehnt. Am 14. Juni folgt Teil 2, in dem sich Volker Rebell mit der Zeit davor beschäftigen wird.

Offizielle Deutschlandpremiere des neuen Prince-Songs bei ByteFM

Von ByteFM Redaktion
(10.03.2010)
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Seine Heimat war zuerst dran: Auf Minnesotas Radiostation 89.3 - The Current wurde der Prince-Song "Cause And Effect" am 26. Februar erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Seine Deutschlandpremiere aber feiert der neue Track ganz offiziell hier bei ByteFM. In der Sendung Sounds Outta Range am Donnerstagabend ab 22 Uhr wird das Rock'n'Roll-Funk-Amalgam erstmalig im deutschen Radio laufen - dank eines Angebots vom Management der Funk-Legende. Er ist einer der wenigen Musiker, die es trotz Megastar-Status geschafft haben, über eine Dekade hinweg innovativ zu bleiben und wegbereitende Alben zu veröffentlichen. Für Prince lag diese goldene Periode in den 80er Jahren. Im darauffolgenden Jahrzehnt schwand das Medieninteresse trotz zunehmender Exzentrik (Namenswechsel, spektakulärer Zoff mit der Ex-Plattenfirma Warner Bros.) - dem seit jeher überbordenden Output des Multiinstrumentalisten tat dies keinen Abbruch. Alben wie "The Gold Experience" (1995) und "The Rainbow Children" (2001) können es durchaus mit seinen 80er-Jahre-Großtaten aufnehmen, Hits aber waren nach Prince‘ erstem Indie-Release "The Most Beautiful Girl In The World" im Jahre 1994 Fehlanzeige, und das für zehn lange Jahre. Einerseits lag dies an dem zu großen Teilen schwachem Material, das Prince zu dieser Zeit produzierte, andererseits hatte er wenig Interesse, den Spielregeln der Musikindustrie nach seinem Falling-Out mit Warner Bros. weiter zu gehorchen und experimentierte stattdessen mit alternativen Formen der Musikdistribution. Schon auf "Exodus", einem 1995 erschienenen Album seines Nebenprojektes New Power Generation war die Rede von Musikdownloads, 1997 war Prince einer der ersten Musiker, die ein Album exklusiv über das Internet veröffentlichten. 2004 dann gelang Prince mit "Musicology" das Comeback in den USA. Die gleichnamige Tour war die finanziell erfolgreichste des Jahres in den Staaten, das Album hielt sich wochenlang in den Charts - hauptsächlich, weil im Preis jeder Eintrittskarte für die Prince-Konzerte auch eine Kopie des Albums enthalten war, die mit dem Ticket ausgehändigt wurde. Ein Trick, der Billboard und Nielsen SoundScan ihre Vorgehensweise für die US-Chart-Berechnungen überarbeiten ließ. Eine mehrmonatige Residenz in Las Vegas mit mehreren Konzerten pro Woche weckte 2006 bei den Fans dann zunächst (unbegründete) Ängste vor einem Karriereende à la Elvis Presley, war aber nur ein Testlauf für Prince‘ neue Art zu touren, die er im folgenden Jahr konsequent weiterverfolgte. Sein Album "Planet Earth" verschenkte Prince dann an die Leser der britischen Zeitung "Mail On Sunday", der die CD in der Ausgabe vom 15. Juli 2007 beilag, und an die Besucher seiner ausverkauften 21-Konzerte-Residenz in der Londoner O2-Arena im selben Jahr. Im April 2008 präsentierte sich Prince als Headliner des kalifornischen Coachella Music & Arts Festival einer jüngeren Generation und machte insbesondere mit einer Coverversion des Radiohead-Songs "Creep" von sich reden. Sein aktuelles Studiowerk, das hörenswerte 3-CD-Set "Lotusflow3r" aus dem vergangenen Jahr wurde in Europa kurioserweise ausschließlich in Frankreich veröffentlicht und ist in hierzulande nur als Import zu bekommen. Wenn Prince‘ erstes musikalisches Lebenszeichen im Jahr 2010 auch eher befremden mag - die fast klerikale Hymne "Purple & Gold" schrieb der Musiker für den Football-Verein Minnesota Vikings und ist nur schwer genießbar - seine Experimentierfreudigkeit manifestiert seinen Status als eine der interessantesten Persönlichkeiten im Musikbusiness. ByteFM freut sich, als erster Radiosender in Deutschland Prince‘ neuen Song "Cause And Effect" vorstellen zu dürfen: Am 11. März zwischen 22 und 23 Uhr bei Sounds Outta Range mit Norman Müller.

Prince wird 55 Jahre alt

Von ByteFM Redaktion
(07.06.2013)
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Auch wenn Prince (aktuell wieder mit Afro unterwegs) aussieht wie zu Beginn seiner Karriere, wird der Sänger, Komponist und Multi-Instrumentalist heute tatsächlich schon 55 Jahre alt. Als Zeuge Jehovas wird er diesen Tag nicht feiern dürfen, obwohl sein bisheriges Leben dazu eigentlich jeden Grund bietet. 1958 in Minneapolis geboren, beginnt Prince Rogers Nelson mit etwa 20 Jahren professionell Musik zu machen. Doch auch wenn „Prince“ förmlich Künstlername schreit, stammt der Name des Sängers vom Bühnennamen seines Vaters, Prince Rogers. Dieser war Hobby-Jazz-Pianist und inspirierte Princes späteren Werdegang. Über die Jahre eignete er sich unter anderem Instrumente wie Gitarre, Klavier, E-Bass und Schlagzeug an. Er komponiert, singt, produziert, arrangiert, kombiniert Musikstile von Jazz, über Hip Hop bis Funk und Soul, führt Regie und schauspielert (unter Anderem in Purple Rain). Bislang veröffentlichte er 45 Alben, alleine 13 in den vergangenen 13 Jahren und man munkelt tausende von Songs würden unveröffentlicht in seinen Archiven ruhen. Anerkennungen hat Prince im Laufe seiner Karriere zu Hauf gesammelt: Grammys, einen Oscar für den Purple Rain Soundtrack, mehrere Platin-Alben, einen Platz in der Rock and Roll Hall of Fame... aber auch den ein oder anderen irritierten Blick. Denn nicht nur musikalisch sondern auch optisch ist Prince ein Chamäleon, das sich stetig verändert und doch kaum zu altern scheint. Von seiner „Prince“-Era, über The Symbol/The Artist/The Artist Formerly Known As Prince zurück zu „Prince“ haben sich auch die Kreativität und Exzentrik des Künstlers nicht abgenutzt. Nach Rebellion gegen Plattenfirmen und Prophezeihungen á la „das Internet ist vollständig vorbei“ im Jahre 2010, schafft Prince es immer noch zu überraschen. Unter anderem mit Alben, die er auf Zeitungen veröffentlichte oder zuletzt mit seinem schwungvollen Auftritt beim US-Talker Jimmy Fallon. Nachdem er sich dort für seinen aktuellen Song „Screwdriver“ und den Klassiker „Bambi“ die Sammler-Gitarre des The Roots Gitarrist Kirk Douglas ausgeliehen hatte, beendete er die Performance mit einem waschechten „Rockstarmove“: Er ließ die Gitarre fallen. Sehr zur Trauer des Besitzers. Signieren wollte Prince die zerbrochene Gitarre nicht. Trotz seiner 1,58 Meter passt "The Purple One" offensichtlich in keine Schublade und bleibt auch mit 55 Jahren Lebenserfahrung ein Enfant terrible. Doch obwohl sein Verhalten manchmal zu Wünschen übrig lässt, fazinieren Princes Falsetto-Gesang, Gitarren-Solos, Tanzeinlagen (wer kann schon einen Spagat im Quadrat springen?) und Ansichten die (Musik-)Welt. Und auch nach gut 35 Jahren im Geschäft ist Prince eine Inspiration für Künstler verschiedenster Genres. Warum, ist in einer Container-Sendung von Norman Müller von 12 – 13 Uhr zu hören.

ByteFM verlost 3x2 Konzertkarten für Prince in Berlin

Von ByteFM Redaktion
(15.06.2010)
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Prince-Alarm die zweite: Anlässlich der Europa-Tour des Multitalents feiert zum zweiten Mal in diesem Jahr ein Prince-Song auf ByteFM seine offizielle deutsche Radiopremiere. Der Song "Hot Summer" ist ein Appetizer für das bald erscheinende Album und die Europatour, die Prince im Juli in Angriff nimmt. Zusätzlich verlosen wir 3x2 Karten für das Prince-Konzert am 05.07. in der Berliner Waldbühne an die Hörer von ByteFMs Funk-Mothership "Sounds Outta Range". Der Weltstar Prince und das kleine unabhängige ByteFM – wie passt das eigentlich zusammen? Nun: Prince operiert seit seiner "Emancipation" vom Label Warner Brothers Mitte der 90er Jahre weitgehend unabhängig von der Musikindustrie. Dies erlaubt ihm, für jede neue Veröffentlichung nicht nur einen neuen Vertriebspartner, sondern oftmals gleich einen ganz neuen Vertriebsweg auszuprobieren. Von Online-Releases über seinen NPG Music Club oder seine anderen wechselnden Webseiten über eine Single-Vorab-Veröffentlichung exklusiv für Kunden eines amerikanischen Mobilfunknetzbetreibers – vor drei Jahren wohlgemerkt – bis hin zum Album-Als-Zeitungsbeilage-Stunt in England, der gerüchteweise in wenigen Wochen weltweit wiederholt wird: Prince sucht konstant nach neuen Möglichkeiten, seine Musik an die Hörer zu bringen. Für fast jede "klassische" Alben-Veröffentlichung der letzten Jahre suchte sich Prince ein anderes Major-Label als Vertriebspartner, aber auch kleine Labels haben schon mit ihm zusammengearbeitet, so beispielsweise das kleine Label "Redline Entertainment" bei Prince‘ ersten "Indie"-Release "The Most Beautiful Girl In The World" 1994, oder die mittlerweile offenbar nicht mehr bestehende Firma "MP Media GmbH" in Berlin als Vertriebspartner seiner Alben "One Nite Alone...Live" und "N.E.W.S." vor sieben Jahren. Für die beiden offiziellen deutschen Prince-Radiopremieren wurde ByteFM ausgewählt. Dass die Hörerinnen und Hörer von ByteFMs funkiest Show "Sounds Outta Range" zusätzlich mit Konzertkarten für Prince‘ Berlin-Gig beschenkt werden, freut uns natürlich besonders. Was Ihr tun müsst, um bei einem der hochkarätigsten Konzertereignisse in diesem Sommer dabeizusein, erfahrt Ihr zwischen 22 und 23 Uhr in der Sendung "Sounds Outta Range" mit Norman Müller.

Prince ist gestorben

Von Diviam Hoffmann
(21.04.2016)
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Prince ist gestorben
Prince (Foto: NPG Records) Der US-Musiker Prince ist tot. Wie am Donnerstagabend bekannt wurde, starb das Multitalent am 21. April im Alter von 57 Jahren in seinem Haus in Minnesota. Geboren wurde er am 7. Juni 1958 als Prince Rogers Nelson - in eine nicht nur große, sondern auch musikalische Familie: Prince hatte sieben Geschwister, die Eltern hatten sich über ihr gemeinsames Jazzspielen kennengelernt. Der Vater hinterließ Prince ein Klavier, sehr bald schon kamen weitere Instrumente dazu, die sich der Jugendliche selbst beibrachte - darunter auch ein Synthesizer. Knapp volljährig nahm Prince im Studio Moonsound in Minneapolis seine ersten Songs auf. // Dennoch hat Prince es immer geschafft, seine Musik nicht zu einem Randphänomen zu machen. Er veröffentlichte zuletzt, 2014, mit "Art Official Age" und "PlectrumElectrum" gleich zwei Studioalben auf einmal, war mit seiner Band 3RDEYEGIRL auf Tour und setzte sich gegen Polizeigewalt in den USA ein ("Baltimore"). // Für viele stellte Prince den Sound der eigenen Jugend, fügte dem Popgeschäft die nötige Prise Funk zu. Und so wird ihm nun nicht nur von denjenigen, mit denen er zusammengearbeitet hat, sondern auch aus anderer Ecke Tribut gezollt. Schauspieler Samuel L. Jackson zeigt sich schockiert ("Massive Loss for us all!") und US-Präsident Obama schrieb: "Today, the world lost a creative icon. […] Nobody’s spirit was stronger, bolder, or more creative." Prince’ "goldene Dekade" waren die 80er, doch blieb er immer innovativ und veröffentlichte wegweisende Alben - das meint unser Moderator Norman Müller und widmet Prince am Freitag, dem 22. April, ab 15 Uhr zwei Stunden Live-Programm bei ByteFM.

Was ist Musik

Wenn ich deine Freundin wäre. Goodbye Prince

(24.04.2016 / 19:00 Uhr)
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Mit solchen Fragen dekliniert Prince die unterschiedlichsten sexuellen Möglichkeiten durch und macht deutlich: es gibt da mehr zu entdecken als immer nur Mann mit Frau, es gibt mehr im Pop als Boy meets Girl. Wenn ich deine Freundin wäre, singt Prince 1987 und wir nehmen sie ihm ab, die Freundin. Er trägt zwar den Bart eines Gigolos, aber, er geht auch als Mädchen durch. In den androgyneren Phasen der Achtziger ist Prince nicht nur das coolste Wesen auf dem Globus, Prince ist auch ein Fabelwesen, eine fleischgewordene Utopie der Grenzüberschreitung: Prince ist Funk und Prince ist Soul, er ist Rock und ist Electropop, Prince ist schwarz und Prince ist weiß, Prince ist ein Mädchen und Prince ist ein Junge.

Demos 4 Females: Unveröffentliche Songs von Prince bei Sounds Outta Range

Von ByteFM Redaktion
(26.07.2017)
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Demos 4 Females: Unveröffentliche Songs von Prince bei Sounds Outta Range
Sounds Outta Range präsentiert heute eine Auswahl von unveröffentlichten Prince-Songs, die der verstorbene Popstar für Sängerinnen geschrieben hat. (Foto: Universal Music) Prince ist inzwischen seit mehr als einem Jahr tot und mittlerweile ist bekannt, dass sein musikalischer Nachlass noch so einige Überraschungen bereithält: Allein in seinem Anwesen in der Nähe von Minneapolis wurde in einem gesicherten Lagerraum Songmaterial gefunden, das die Zahl seiner offiziellen Veröffentlichungen übersteigt. Prince hat vor seinem plötzlichen Tod im April 2016 nicht nur dutzende Welthits unter seinem eigenen Namen veröffentlicht, seine überbordende Kreativität hat es ihm erlaubt, auch zahlreiche andere Bands und KünstlerInnen mit Songs zu versorgen. Im Normalfall spielte er diese sogar komplett selber ein und ließ nur die Gesangsspur im Anschluss neu aufnehmen. Zahlreiche Prince-Versionen von Songs anderer KünstlerInnen lassen sich heutzutage auf Bootlegs finden – viele in erstaunlich guter Klangqualität. Anderen wiederum hört man an, dass sie viele Male auf Tonbandgeräten kopiert wurden, bis sie irgendwie den Weg zu der Prince-Hardcore-Fan-Öffentlichkeit gefunden haben. Sounds Outta Range präsentiert heute, am 26. Juli 2017, eine Auswahl von Songs, die Prince für Sängerinnen geschrieben hat. Einige wurden große Hits: "The Glamorous Life" machte Sheila E. 1984 berühmt, "Love...Thy Will B Done" war in den frühen 90ern einer der zwei einzigen Hits für Martika, "Manic Monday" wurde zu einem der bekanntesten Songs für The Bangles. Andere Nummern, die Prince zum Beispiel für Joni Mitchell oder Madonna schrieb, wurden von den betreffenden Künstlerinnen abgelehnt und nie veröffentlicht. Von all diesen Songs, den "Demos 4 Females", gibt es heute die unveröffentlichten Prince-Versionen zu hören. Eine erste Ausgabe von Sounds Outta Range mit unveröffentlichter Musik von Prince lief bereits am 4. Mai 2016. Mitglieder unseres Fördervereins Freunde von ByteFM könnendie Sendung im ByteFM Archiv nachhören. Ebenfalls dort findet Ihr eine weitere Prince-Sonderausgabe von Sounds Outta Range, in der im März 2010 der Song „Cause And Effect“ seine Premiere feierte.

„I Could Never Take The Place Of Your Man“: Prince wäre 65 geworden!

Von ByteFM Redaktion
(07.06.2023)
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„I Could Never Take The Place Of Your Man“: Prince wäre 65 geworden!
Prince wäre am 7. Juni 2023 65 Jahre alt geworden (Foto: Virginia Turbett) Unser Track des Tages „I Could Never Take The Place Of Your Man“ erschien 1987 auf dem Album „Sign O' The Times“ von Prince. Die LP gilt vielen als der Schaffenshöhepunkt des Künstlers, der heute vor 65 Jahren geboren wurde. Allerdings war das Album, zu dessen Hitsingles neben unserem Track des Tages „U Got The Look“ und der der Titelsong zählten, nicht die LP, die Prince sich vorgestellt hatte. Denn eigentlich schwebte ihm ein Dreifachalbum vor, das „Crystal Ball“ heißen sollte. Aber das Label Warner befand diesen Umfang für überambitioniert, weswegen der Künstler sich auf vier Plattenseiten beschränken musste. Natürlich hätte Prince auf seinem kreativen Peak das ungewöhnliche Format problemlos ausfüllen können. Der Musiker hatte seit seinem im Alleingang aufgenommenen und produzierten Debütalbum „For You“ eine seltene Kreativität und Crossover-Bereitschaft gezeigt. Nach zwei stark discobeinflussten LPs sprach er ab seiner 1980er LP „Dirty Mind“ sowohl das Rock- als auch das Funk-Publikum an. Das gelang damals kaum jemanden, in einer Zeit, als die Zielgruppen wenige Schnittmengen aufwiesen. Anfang der 80er, kurz nach der „Disco Demolition Night“, waren in den USA Funk und Disco „Schwarz“ konnotiert und Rock „weiß“. Prince kümmerte das ebensowenig wie Geschlechtergrenzen. Nachdem er seine anfängliche Schüchternheit abgelegt hatte, posierte er für „Dirty Mind“ (1980) in knapper Unterhose unter dem geöffneten Ledermantel. Später nahm er ein ganzes Album als „Camille“ auf, ein weibliches Alter Ego. Teile davon finden sich auf „Sign O' The Times“, beispielweise „If I Was Your Girlfriend“. Nach „Dirty Mind“ feierte Prince mit Alben wie „1999“ und „Purple Rain“ Megaerfolge. Letzteres war der Soundtrack zu Princes ebenfalls erfolgreichem ersten Film. Doch selbst das lastete ihn nicht aus. Er schrieb Songs für Stevie Nicks, The Bangles und Kenny Rogers. Da er immer noch zuviel Musik machte, erfand er die Band The Time als kreatives Zusatzventil. // Viele Songs wanderten unveröffentlicht ins Archiv. Dass selbst diese Aufnahmen oft überragend waren, zeigen das posthume Album „Welcome 2 America“ (2021) und das Bonusmaterial jüngerer Reissues. Unter den Bonustracks der „Super Deluxe Edition“ von „Sign O' The Times“ findet sich unter anderem eine 1979er Aufnahme unseres Tracks des Tages, noch ohne die verführerische Hookline. Nach „Sign O' The Times“ begann Princes künstlerische Unabhängigkeit mit der Einweihung seines „Paisley-Park“-Studiokomplexes. Allerdings überschatteten Sinnkrisen und Labelstreitigkeiten die kommenden Jahre. Den schlimmsten Schlag allerdings ereilte Prince 1996, als sein wenige Tage alter Sohn starb. Durch den Einfluss des Bassisten Larry Graham suchte er Zuflucht bei den Zeugen Jehovas. Da seine neuen religiösen Überzeugungen Bluttransfusionen untersagten, unterzog sich Prince trotz Schmerzen keiner Hüftoperation. Er starb 2016 zu Hause in Paisley Park an den Folgen seiner Schmerzmittelabhängigkeit. Der US-amerikanische Sänger, Musiker und Songschreiber Prince Rogers Nelson wurde am 7. Juni 1958 in Minneapolis, Minnesota geboren und starb im Jahr 2016. Anlässlich seines 65. Geburtstags ist sein Song „I Could Never Take The Place Of Your Man“ heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

Kramladen

Prince - zum 60. Geburtstag - Teil 1

(31.05.2018 / 23:00 Uhr)
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Geboren am 7. Juni 1958 in Minneapolis als Prince Rogers Nelson machte er im April 1978 zum ersten Mal in den USA von sich reden mit der Veröffentlichung seines aufwändig produzierten Debütalbums „For You“. Wenig später begann für Prince eine beispiellose Karriere, die ihn binnen kurzem als Sänger, Songschreiber, Multiinstrumentalist und Produzent in den Olymp des Planeten Pop katapultierte. Seine beeindruckende Laufbahn endete abrupt, tragisch und völlig überraschend. Im Alter von nur 57 Jahren starb Prince am 21. April 2016 nach der Einnahme einer Überdosis eines extrem starken Schmerzmittels, des Opioids Fentanyl. Ein Selbstmord oder Fremdverschulden wurde ausgeschlossen; der abschließende Untersuchungsbericht geht von einer versehentlichen, unbeabsichtigten Überdosierung des Opioid-Schmerzmittels aus. Der Bericht legt allerdings die Vermutung nahe, dass Prince schon seit geraumer Zeit von Medikamenten und Schmerzmitteln abhängig gewesen sei. Aus seiner Umgebung verlautete, Prince habe wegen seiner jahrelangen exzessiven Tanzshows – immer mit High Heels an den Füßen – an schweren Hüft- und Knieschmerzen gelitten. In seiner Anfangszeit stilisierte er sich als Kreuzung aus Punk-Ästhet und Rokoko-Schönling, als futuristische Variante von King Elvis und Jimi Hendrix, als moderne Mutation von James Brown und Sly Stone, als Mixtur aus Sex-Derwisch und Purpur-Prinz. Mit 13 Millionen verkaufter Exemplare seines Albums „Purple Rain“ von 1984 (inzwischen sind es über 25 Millionen) stieg Prince nicht nur zum erfolgreichsten, sondern auch zum innovativsten schwarzen Musiker in der zweiten Hälfte der 80er Jahre auf. Weitere Meilenstein-Alben wie „Sign O’ the Times“ und „Lovesexy“ beförderten noch seinen Ruhm als kreativer Superstar. Doch Ende der 80er setzte eine künstlerische Flaute ein. Prince machte nur noch Schlagzeilen mit dem Verwirrspiel um seinen Namen (The Artist Formerly Known As Prince, TAFKAP, Symbol), mit dem zweifelhaften Sklavenhalter-Vorwurf gegenüber seiner Plattenfirma, der er zuvor den bis dato höchst dotierten Plattenvertrag aller Zeiten abgerungen hatte und mit dramatisch rückläufigen Plattenverkäufen und musikalischen Ideen. // Von seinem kreativen Potenzial her, hätte er den Stellenwert von Michael Jackson nach dessen Affären einnehmen und damit den King beerben können. Aber er blieb der ewige Prinz am Hof des schwarzen Pop. Aus Anlass seines 60. Geburtstags widmet sich der Kramladen dem musikalischen Kosmos des großen Musikers Prince. Im ersten Teil geht es vor allem um die Musik seines letzten Lebensjahrzehnts. Teil 2 beschäftigt sich mit der Zeit davor.

"Live Out Loud" - neuer Song von Prince und seiner Band 3rd Eye Girl im Stream

Von ByteFM Redaktion
(02.03.2013)
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Prince Überraschung im ByteFM-Postfach: Prince meldet sich zurück! Den neuen Song "Live Out Loud" könnt Ihr unten im Stream anhören. Schon 2010 gab es auf dieser Welle zwei offizielle deutsche Radiopremieren von neuen Prince-Songs. Ebenfalls fast drei Jahre ist es her, dass Prince das Internet für "tot" erklärt hatte. Eine Aussage, die gerne missverstanden wurde - doch statt einer realitätsfernen Technophobie war es eher eine Ablehnung der gängigen digitalen Musikvertriebswege, die Prince zu seiner digitalen Abstinenz trieb. Nun ist die Funk-Legende wieder da - auch im Web. Gleich zwei neue Webseiten sind seit wenigen Wochen online: prince2013.com und 3rdeyegirl.com. Auf letzterer werden in unregelmäßigen Abständen neue Songs und Videos zum Download angeboten, außerdem ist 3rd Eye Girl der Name seiner neuen Band, bestehend aus Donna Grantis (Gitarre), Hannah Ford (Drums) und Ida Nielsen (Bass). Den allerneuesten der neuen Songs namens "Live Out Loud" könnt Ihr hier im Stream anhören - wenig Funk, viel Pop, der Meister selbst überlässt den Leadgesang der Schlagzeugerin. Auch live wird Prince in diesem Jahr zu erleben sein - bisher sind drei Konzerte beim Montreux-Jazz-Festival im Juli bestätigt, außerdem tritt Prince im August beim Stockholm Music & Arts Festival sowie beim Smukfest im dänischen Skanderborg auf. Ob auch Deutschlandkonzerte stattfinden werden, ist noch unklar. Prince - "Live Out Loud"

Prince kommt nach Deutschland - ByteFM verlost Karten!

Von ByteFM Redaktion
(23.07.2011)
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Prince ist wieder da: Gerade ein Jahr nach dem Berlin-Konzert in der Waldbühne kehrt die Funk-Legende zurück nach Deutschland. Wie schon im letzten Jahr gibt es Karten zu gewinnen - in den Sendungen "Sounds Outta Range" am Sonntag und im Magazin am Nachmittag am Montag und Magazin am Nachmittag am Dienstag . Die Kölner Lanxess-Arena wird am 28. Juli zum "best place on Earth to be right now", wie der Sänger und Multiinstrumentalist in letzter Zeit gerne bei Konzerten proklamiert und dies selbstverständlich auf seine Präsenz an den jeweiligen Orten zurückführt. Wer die Zitate im Konzert mit eigenen Ohren hört, erhebt keinen Einspruch. Prince ist 2011 in Hochform. Nicht, dass Prince live jemals wirklich schlechte Shows abgeliefert hätte - selbst das letzte Konzert in der Kölner Arena, eine für seine Verhältnisse eher maue Show im Jahr 1998, wurde von Publikum und Kritikern begeistert aufgenommen. Selbst dem aufmerksamen Beobachter seiner Karriere offenbart sich erst in den letzten Jahren, dass Prince in dem Mitte der 90er Jahre medienwirksam ausgetragenen Kampf gegen das Musikbusiness-Establishment (Stichwort "The Artist Formerly Known As Prince") langfristig als Sieger herausgegangen ist und einen Grad der künstlerischen Unabhängigkeit hat, von dem mancher “Indie-”Musiker träumt: Alben mit Tageszeitungen oder Monatszeitschriften verschenken, Arenen-Shows kurz vor dem Konzerttermin ankündigen (im Falle des Köln-Konzertes waren es 6 Wochen), kurzfristig als Headliner auf renommierten Festivals hier, aber auch hier auf nachträglich eigens für ihn eingerichteten Programm-Slots aufspielen - Prince macht, was er will, mit wem er es will, wann er es will. Hat er dadurch Vorbildfunktion für auf- und freiheitsstrebende Musiker? Sicherlich nicht, denn den Status, der ihm seine extravaganten Schachzüge erlaubt, hat er sich in den 80er Jahren als Mitglied derjenigen Maschinerie erarbeitet, deren Regeln er nun seit Jahren unterläuft. Andererseits hätte Prince diesen Status nicht behalten, wäre er nicht einer der besten Live-Performer auf diesem Planeten. Zu überprüfen ist diese These am kommenden Donnerstag in Köln. Für eine Handvoll glücklicher ByteFM-Hörer gibt es freien Eintritt zum "best place on Earth", denn Prince spendiert (wie schon im letzten Jahr) Freikarten für die ByteFM-Hörerschaft! Wer gewinnen will, hat dazu 3x die Gelegenheit: Norman Müller verlost in seiner Sendung "Sounds Outta Range" (Sonntag, 17-18 Uhr) 1x2 Karten unter allen interessierten Hörerinnen und Hörern, Montag und Dienstag gibt es jeweils noch einmal die Chance für 1x2 Tickets im ByteFM Magazin am Nachmittag.

Groove Crates

Lucky Drama presents: Prince Selections

(05.05.2011 / 00:00 Uhr)
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Groove Crates - Lucky Drama presents: Prince Selections
Lucky Drama hat mit viel Liebe und Mühe Prince' musikalische Perlen zusammgestellt. Die Idee zur Reihe "Prince Selections" - 12 an der Zahl - war es, Prince mal ganz anders zu präsentieren. Natürlich fragt man sich wie kommt man auf 12 Selections? Aber wenn man sich erst einmal dieser Musik öffnet, wird einem die Antwort sehr schnell bewusst. Es wird alles geboten von Funk, Rock, Soul & Jazz bis hin zu Blues. Jeder der sich ernsthaft mit Musik beschäftigt, weiß natürlich das Prince ein begnadeter Musiker ist, aber hier ist die Möglichgkeit in die Welt des Genies einzutauchen, ohne sich überwiegend mit den Hits befassen zu müssen. Diese Prince Selections sind keine ausgenudelten "Best Of Prince"-Compilations, die irgendeine Plattenfirma raushaut um nochmal an den Hits Geld zu verdienen, sondern hier kann sich der Hörer einen Überblick über das breite musikalische Spektrum dieses Ausnahmekünstlers aus Minneapolis verschaffen. Prince war natürlich auch für viele andere Musiker tätig. Highlights der ersten Ausgabe sind neben Prince selbst u.a. Chaka Khan, Larry Graham (Graham Central Sation), Maceo Parker und Sheila E.

„Born 2 Die“ vom kommenden Album von Prince

Von ByteFM Redaktion
(07.06.2021)
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„Born 2 Die“ vom kommenden Album von Prince
Unser Track des Tages „Born 2 Die“ ist die zweite Single aus dem im Juli 2021 erscheinenden posthumen Album „Welcome 2 America“ von Prince (Foto: Legacy Recordings) „Born 2 Die“ ist die zweite Single aus dem ersten wirklichen posthumen Album von Prince. „Welcome 2 America“ wird der Longplayer heißen und erscheint noch in diesem Sommer. Vor fünf Jahren ist der Musiker überraschend am 21. April 2016 im Alter von 57 Jahren gestorben. Der zeitlebens unfassbar produktive Prince Rogers Nelson hinterließ einen riesigen Schatz an unveröffentlichten Aufnahmen. Einige davon sind bereits als Bonus-Tracks auf wiederveröffentlichten Prince-Alben erschienen. Zuletzt war das im vergangenen Jahr „Sign O The Times“, das in der Super-Deluxe-Edition 45 unveröffentlichte Stücke enthielt. Allein aus der Entstehungszeit dieses Albums gibt es wohl noch sehr viel mehr. Im April 2021 wurde dann mit der Single „Welcome 2 America“ ein unveröffentlichtes Prince-Album mit dem gleichen Titel angekündigt. Ursprünglich sollte das 2010 fertiggestellte „Welcome 2 America“ bereits im Jahr 2011 erscheinen. Aus unbekannten Gründen wurde die Veröffentlichung dann aber auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben. Unser heutiger Track des Tages ist wie auch die Single aus dem April wieder ein Track mit gesellschaftspolitischem Hintergrund. Aber anders als das spoken-word-lastige „Welcome 2 America“ ist der neue Song eine langsam groovende, funky Soul-Nummer. Das Arrangement und der Falsettgesang sind womöglich als Verneigung vor Curtis Mayfield zu verstehen. Dieser verband auf vielen seiner Aufnahmen aus den 60ern und 70ern Soul und politischen Kommentar in einem charakteristischen Stil, den Prince hier aufgreift. Das Album „Welcome 2 America“ von Prince erscheint am 30. Juli 2021 auf dem Label NPG Records / Legacy Recordings. Die zweite Vorabsingle „Born 2 Die“ davon ist heute unser Track des Tages. Hört sie Euch hier an:

Groove Crates

Lucky Drama presents: Prince Selections

(02.06.2011 / 00:00 Uhr)
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Groove Crates - Lucky Drama presents: Prince Selections
Lucky Drama hat mit viel Liebe und Mühe Prince' musikalische Perlen zusammgestellt. Die Idee zur Reihe "Prince Selections" - 12 an der Zahl - war es, Prince mal ganz anders zu präsentieren. Natürlich fragt man sich wie kommt man auf 12 Selections? Aber wenn man sich erst einmal dieser Musik öffnet, wird einem die Antwort sehr schnell bewusst. Es wird alles geboten von Funk, Rock, Soul & Jazz bis hin zu Blues. Jeder der sich ernsthaft mit Musik beschäftigt, weiß natürlich das Prince ein begnadeter Musiker ist, aber hier ist die Möglichgkeit in die Welt des Genies einzutauchen, ohne sich überwiegend mit den Hits befassen zu müssen. Diese Prince Selections sind keine ausgenudelten "Best Of Prince"-Compilations, die irgendeine Plattenfirma raushaut um nochmal an den Hits Geld zu verdienen, sondern hier kann sich der Hörer einen Überblick über das breite musikalische Spektrum dieses Ausnahmekünstlers aus Minneapolis verschaffen. In den heutigen 2 Selections sind unter anderem Tracks vertreten von den Alben 'Classics: Parade', '1999', 'Prince', 'Around The World In A Day', 'Sign O' The Times', Musicology', sowie das heute legendäre und hoch gehandelte 'Black Album', was seinerzeit für ziemliche Schlagzeilen sorgte, und kurz vor der Veröffentlichung von Warner wieder vom markt genommen wurde, weil es zu düster und unmoralisch sei, und erst Jahre später veröffentlicht wurde.

Sounds Outta Range

Prince - Rare & Unreleased Pt. II: Demos 4 Females

(26.07.2017 / 21:00 Uhr)
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Sounds Outta Range - Prince - Rare & Unreleased Pt. II: Demos 4 Females
Prince hat zu seinen Lebzeiten nicht nur dutzende Welthits unter seinem eigenen Namen veröffentlicht, seine überbordende Kreativität hat es ihm erlaubt, auch zahlreiche andere Bands und Künstler mit Songs zu versorgen. Im Normalfall spielte er diese sogar komplett selber ein und ließ nur die Gesangsspur im Anschluss neu aufnehmen. Zahlreiche Prince-Versionen von Songs anderer Künstler finden heutzutage auf Bootlegs - viele in erstaunlich guter Klangqualität, anderen wiederum hört man an, dass sie viele Male auf Tonbandgeräten kopiert wurden, bis sie irgendwie den Weg zu der Prince-Hardcore-Fan-Öffentlichkeit gefunden haben. Sounds Outta Range präsentiert heute eine Auswahl von Songs, die Prince für Sängerinnen geschrieben hat. Einige wurden große Hits: "The Glamorous Life" machte Sheila E. 1984 berühmt, "Love...Thy Will B Done" war in den frühen 90ern einer der zwei einzigen Hits für Martika, "Manic Monday" wurde zu einem der bekanntesten Songs für die Bangles. Andere Nummern, die Prince zum Beispiel für Joni Mitchell oder Madonna schrieb, wurden von den betreffenden Künstlerinnen abgelehnt und nie veröffentlicht. Von all diesen Songs gibt es heute die unveröffentlichten Prince-Versionen zu hören. Die erste Ausgabe von Sounds Outta Range mit unveröffentlichter Prince-Musik lief am 4.5.2016 und ist in unserem Archiv nachzuhören.

Prince: Original-Demo von „Nothing Compares 2 U“ aufgetaucht

Von ByteFM Redaktion
(20.04.2018)
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Prince: Original-Demo von „Nothing Compares 2 U“ aufgetaucht
Im scheinbar endlosen Prince-Nachlass ist eine neue Demo-Version von „Nothing Compares 2 U“ aufgetaucht Am 21. April 2018 jährt sich der Todestag der Funk-Legende Prince Rogers Nelson zum zweiten Mal – und auch zwei Jahre nach seinem Ableben tauchen immer wieder unveröffentlichte Demo-Versionen aus seinem scheinbar endlosen Nachlass auf. So wurde nun eine weitere Urfassung aus seinem Archiv ans Tageslicht gebracht. Was diese Demo von den vorigen unterscheidet: Es handelt sich um eine verloren geglaubte Version eines seiner größten Hits. „Nothing Compares 2 U“, zuerst veröffentlicht auf dem Debüt seines Nebenprojekts The Family im Jahr 1985, wurde spätestens in der höchst emotionalen Coverversion von Sinéad O‘Connor unsterblich. Ein Jahr vorher nahm Prince eine erste Version im Flying Cloud Drive Studio in seiner Heimatstadt Minnesota auf. „Ich hab diese 2-Zoll-Bänder im Archiv gefunden, als ich seine 1984er-Aufnahmen inventarisiert habe“, sagt Michael Howe, der Hauptarchivar des Prince-Nachlasses. „Nachdem ich dann meine Kinnlade von Boden aufgesammelt habe, haben wir die Bänder nach oben gebracht, analysiert, in unsere 24-Spur-Maschine eingespielt und digitalisiert.“ Das Ergebnis kann sich hören lassen: Prince‘ erstes Demo von „Nothing Compares 2 U“ klingt deutlich roher als die Varianten von The Family oder O‘Connor. Auch sein langjähriger Saxophonist Eric Leeds ist mit einem Solo zu hören. Begleitet wird das dazugehörige Musikvideo von ebenfalls bisher unveröffentlichten Probe-Aufnahmen seiner Band. ByteFM Prince-Beauftragter Norman Müller hat sich bereits zweimal in seiner Sendung Sounds Outta Range mit unveröffentlichten Demos des Künstlers befasst, am 4. Mai 2016 und am 26. Juli 2017. Mitglieder in unserem Förderverein „Freunde von ByteFM“ können die Sendungen in unserem Archiv anhören.

Bonnie „Prince“ Billy – „Keeping Secrets Will Destroy You“ (Rezension)

Von Jan Boller
(11.08.2023)
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Bonnie „Prince“ Billy – „Keeping Secrets Will Destroy You“ (Rezension)
Bonnie „Prince“ Billy – „Keeping Secrets Will Destroy You“ (Drag City) // Nach der zweiten Zusammenarbeit mit Matt Sweeney „Superwolves“ und dem Pandemie-Monumentalwerk „Blind Date Party“ mit Bill Callahan hat Will Oldham aka Bonnie „Prince“ Billy „Keeping Secrets Will Destroy You“, sein erstes Soloalbum seit vier Jahren vorgelegt. Aber was heißt schon solo? Billy mag so ganz alleine nicht mehr arbeiten und hat sich deswegen erneut allerhand Gäste ins Studio geholt: Sara Louise Callaway (Violine), Kendall Carter (Klavier), Elisabeth Fuchsia (Bratsche/Violine), Dave Howard an der Mandoline und Drew Miller (Saxofon). Das Instrumentarium für eine zünftige Hausmusik, möchte man meinen. Aber das ganze Orchester bringt Oldham nur selten für einen Song zusammen. Stattdessen dominieren behutsame, wie mit feinem Pinselstrich gemalte Miniaturbilder. Oldham weiß sein Klangspektrum sparsam und akzentuiert einzusetzen, um so die größtmögliche Wirkung zu entfalten. Der Klang der Einzelteile ist wichtig: das präzise Fingerpicking der Akustikgitarre, die Ruhe und Sorgfalt der in den Vordergrund gemischten Vocals, der weibliche Hintergrundgesang und obendrauf die weiche Streicher-Decke. Die Musik auf „Keeping Secrets Will Destroy You“ lässt sich leicht herunterbrechen. Aber das nimmt ihr nicht den Zauber. Unzählige Details wirken eventueller Formelhaftigkeit einzelner Lieder entgegen und zeigen nebenbei, was Bonnie „Prince“ Billy in den letzten Jahren gelernt hat: Seien es die drone-artigen Nachklänge seiner Zusammenarbeit mit Bryce Dessner und Eighth Blackbird auf „When We Are Inhuman“ von 2019, die in „Tree Of Hell“ auftauchen oder die kompositorische Variabilität, die auf seinen Soloalben in dieser Form bisher nicht zu hören war („Blood Of The Wine“). // Es ist eben so: Zwischenzeitlich war Will Oldham immer von dem abgerückt, was den musikalischen Markenkern von Bonnie „Prince“ Billy ab „I See A Darkness“ von 1999 ausgemacht hat. Als schwermütiger Eremit mit Hang zu irgendwie keltisch anmutender Mystik bestand bei Oldham stets die Gefahr, dass er zu „baumisch“ werden könnte, wie es bei den Ents aus Tolkiens „Der Herr der Ringe“ über diejenigen Baumhirten heißt, welche im Laufe der Zeit aufhören, sich zu bewegen und sich an Ort und Stelle festsetzen. Geholfen haben ihm auch unzählige Kollaborationen mit z. B. Tortoise, Three Queens In Mourning oder Bitchin Bajas, die ganz unterschiedliche Folk-Ansätze möglich gemacht haben. Dazu hat er sich am Banjo und an der Slide-Gitarre versucht und richtige Country-Bandmusik gemacht. Nun ist Will Oldham musikalisch dahin zurückgekehrt, wo nach der juvenilen Lo-Fi-Phase mit Palace Music die Erfolgsgeschichte mit Bonnie „Prince“ Billy begann. Textlich allerdings ist längst nicht mehr alles dunkel auf „Keeping Secrets Will Destroy You“. Trotzdem, um im Malerei-Vokabular zu bleiben, dominieren gedeckte Farben. „Keeping Secrets Will Destroy You“ ist ein Album für den Herbst, der kommen wird. Oldham singt selten alleine, Dane Waters übernimmt mindestens den Hintergrundgesang. Manchmal, wie bei „Like It Or Not“, ist es ein Duett. Das erinnert sehr an „The Letting Go“ von 2006, als Dawn McCarthy genau diesen Part übernahm. Gemeinsam haben beide Alben auch den leichten Mittelalter-Touch. Den muss man mögen, ganz klar. Ausnahmsweise sei hier der Waschzettel der Plattenfirma zitiert. Treffend heißt es dort: „Streicher, Holz, Tasten und singende Stimmen.“ Baum und Borke halt. Die Songs heißen „Trees Of Hell“ oder „Willow, Pine and Oak“. Oldham singt: „It’s how I like to look at folks – as willow trees or pines and oaks.“ Zur Körperlichkeit des Albums gesellt sich die Beschwörung von Transzendenz durch das gemeinschaftliche Musizieren in einem Raum. Bonnie „Prince“ Billy, das mystische und doch nahbare Wesen. Sehr schön nachzuvollziehen ist das auch im Video zu „Crazy Blue Bells“: Alles ist zum Anfassen da.

Zum fünften Todestag: Prince mit „Make-Up”

Von ByteFM Redaktion
(21.04.2021)
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Zum fünften Todestag: Prince mit „Make-Up”
Prince (Foto: Virginia Turbett) In seinen kreativ besten Jahren verfügte Prince über eine überquellende Schatztruhe hervorragender Songs. Er schrieb so viele Top-Stücke, dass er mit dem Veröffentlichen überhaupt nicht mehr hinterher kam. So gab er immer wieder Titel, für die andere ihre Großmutter verkauft hätten, an andere Künstler*innen ab. „Make-Up“ erschien 1982 auf dem einzigen Album der Band Vanity 6. Die Gruppe wurde damals von Prince ins Leben gerufen, um die Sängerin Vanity (geboren als Denise Katrina Matthews) zu fördern. Vanity starb am 15. Februar 2016 an den Folgen ihres Drogenkonsums. Prince hatte fast das komplette nach der Band benannte Album selbst geschrieben. „Make-Up” war keiner seiner genialen Popsongs wie „Manic Monday”, das er für The Bangles schrieb, „Love … Thy Will Be Done” (Martika), „The Glamorous Life” (Sheila E.) oder „Nothing Compares To You” (Sinéad O’Connor), sondern ein fast rein instrumentales Funk-Workout, hart und schweißtreibend. Die Prince-Version von „Make-Up” wurde 2019 – neben eigenen Versionen anderer Songs, die er für verschiedene Künstler*innen schrieb – auf dem Album „Originals” veröffentlicht. Eine Mischung aus bekannten Hits und Album-Tracks. „Originals” ist nur eine der diversen Veröffentlichungen, die seit seinem Tod im April 2016 von den Nachlassverwalter*innen des Künstlers herausgegeben wurden. Zuletzt wurden ein Re-Issue des 1998er Albums „The Truth“ sowie das bisher unveröffentlichte Album „Welcome 2 America“ angekündigt. Prince Rogers Nelson starb am 21. April 2016 auf seinem Anwesen Paisley Park in Minneapolis. Als Todesursache stellte man eine nicht auskurierte Grippe in Kombination mit einer Überdosis Schmerzmittel fest. Anlässlich seines fünften Todestags ist der Song „Make-Up“ vom Album „Originals“ heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

Martin Böttcher

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Martin Böttcher
Mit Takkyu Ishino vor zu lauten Boxen aneinander vorbei geredet und leuchtende Augen bekommen, als Blake Baxter ihm erzählte, wie sehr ihn der Titel "Prince of Techno" anödet.

Freispiel

Zum Tod von Prince

(22.04.2016 / 15:00 Uhr)
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Prince - seit seinem Debüt 1978 verging kaum ein Jahr ohne neues Album, kaum ein paar Monate ohne Nachrichten um den Sänger, Produzenten, Multiinstrumentalisten, Songschreiber und Entertainer. // Dennoch hat Prince es immer geschafft, seine Musik nicht zu einem Randphänomen zu machen. Er veröffentlichte zuletzt, 2014, mit "Art Official Age" und "PlectrumElectrum" gleich zwei Studioalben auf einmal, war mit seiner Band 3RDEYEGIRL auf Tour und setzte sich gegen Polizeigewalt in den USA ein. Gestern, am 21. April, starb Prince im Alter von 57 Jahren in Minnesota. Seine "goldene Dekade" waren die 80er, doch blieb er immer innovativ und veröffentlichte wegweisende Alben - das meint unser Moderator Norman Müller und widmet Prince am heutigen Freitag zwei Stunden Live-Programm bei ByteFM. Einen Artikel zu Prince findet Ihr auch in unserem Blog.

„Miracles“: Neues aus der Cover-Serie von Bill Callahan und Bonnie „Prince“ Billy

Von ByteFM Redaktion
(07.01.2021)
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„Miracles“: Neues aus der Cover-Serie von Bill Callahan und Bonnie „Prince“ Billy
Cover-Artwork zu „Miracles“, einem Coverstück von Johnnie Frierson, das Bill Callahan und Bonnie „Prince“ Billy mit Ty Segall aufgenommen haben Bill Callahan und Will Oldham aka Bonnie „Prince“ Billy haben es wieder getan und eine neue Cover-Single veröffentlicht. Diesmal vom Johnnie-Frierson-Stück „Miracles“. Damit setzen die beiden Musiker ihre fast wöchentlich wachsende Reihe von Coverversionen fort, für die sie seit Oktober 2020 immer wieder neue, wechselnde Gastmusiker*innen einbezogen haben. Damit Ihr nicht den Überblick verliert, kommt hier eine Zusammenfassung aller bisher veröffentlichten Cover-Songs: // Darauf folgte dann eine düstere Interpretation des 1979er Songs „OD'd In Denver“ von Hank Williams Jr., bei der die beiden mit Matt Sweeney zusammengearbeitet haben. Bonnie „Prince“ Billy und Sweeney treten auch gemeinsam unter dem Namen Superwolf auf. // Ein eher aktuelles Musikstück coverten Callahan und Bonnie „Prince“ Billy mit dem Track „Red Tailed Hawk“. Dieser stammt aus der Feder von Heather Summers, Sängerin der US-amerikanischen Folk-Band The Other Years aus Louisville, Kentucky. Performt wurde „Red Tailed Hawk“ zusammen mit dem Musiker Matt Kinsey, einem langjährigen Mitmusiker von Bill Callahan. // Als nächstes nahmen sich Bill Callahan und Bonnie „Prince“ Billy den 2003 erschienenen Smog-Track „Our Anniversary“ vor. Das Stück haben die beiden mit Dead Rider aufgenommen.

Sounds Outta Range

Prince - Rare & Unreleased Pt. III: Originals

(12.06.2019 / 21:00 Uhr)
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Sounds Outta Range - Prince - Rare & Unreleased Pt. III: Originals
Das bisher beste posthume Prince-Album: “Originals”, das seit kurzem exklusiv via Tidal gestreamt warden kann, steht im Mittelpunkt der heutigen Sendung. Das Konzept deses neuen Albums ähnelt dem einer Sonderausgabe von Sounds Outta Range von 2017: Es besteht aus lauter Prince-Versionen von Songs, die Prince für andere Künstler*innen und Bands wie The Bangles, The Time, Martika oder gar Kenny Rogers geschrieben hat. Anlässlich der Veröffentlichung von „Originals“ hat Moderator Norman Müller in seinem Prince-Archiv gekramt und einen ganzen Haufen weiterer, bisher nach wie vor unveröffentlichter Prince-„Originals“ gefunden.

Radiosendung mit Bonnie "Prince" Billy - exklusiv bei ByteFM

Von ByteFM Redaktion
(18.07.2017)
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Radiosendung mit Bonnie "Prince" Billy - exklusiv bei ByteFM
Exklusiv bei ByteFM: Will Oldham alias Bonnie "Prince" Billy führt als Gastmoderator eine Stunde lang durch das Werk von Country-Legende Merle Haggard (Foto: Jessica Fey) Will Oldham alias Bonnie "Prince" Billy ist nicht nur Musiker und Schauspieler, sondern auch glühender Fan. Zu den größten Helden des US-Amerikaners zählt Merle Haggard, dessen Schaffen Bonnie "Prince" Billy bereits seine gesamte Musikerlaufbahn begleitet: So coverte er nicht nur bei seinem ersten öffentlichen Auftritt einen Song der Country-Legende, auch in den folgenden Jahre seiner Karriere bezog sich Oldham immer wieder auf das Werk und Wirken Haggards. // Das ByteFM Freispiel mit Bonnie "Prince" Billy läuft am 20. Juli um 23 Uhr.

Was ist Musik

Prince und die (nicht immer) weißen Frauen

(08.07.2019 / 21:00 Uhr)
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Hört das denn nie auf mit der Leichenfledderei? Wenn Superstars wie Michael Jackson, David Bowie oder Prince sterben, dann werden die Archive geplündert und unveröffentlichtes Material auf den Markt geworfen. Oft genug versteht man sehr gut, warum diese Musik zu Lebzeiten der Künstler nicht herausgebracht wurde. Sie war halt nicht gut genug. Hier kommt eine große Ausnahme von dieser Regel. „The Originals“, Songs, die Prince anderen Künstler*innen überließ, die damit den einen („Manic Monday“) oder anderen („Nothing Compares 2 U“) Welthit landeten. Interessanterweise waren es mehr Frauen als Männer, die auf diese Art von Prince profitierten, und interessanterweise nicht selten weiße Frauen. Jetzt also die „Originals“. Pitchfork sagt: „Hearing Prince sing these songs that he gave to other performers brings you close to the pulse of his artistry: transgressive, funky, sexy, a testament to his genius even in the form of demos.“ Und vergibt 9,5 von 10 möglichen Punkten. Passt. Starring Bette Bright, Cristina, Dorothy, Sheila E., Vanity Six, Dionne Warwick, The Box Tops …

Baxter Dury – „Prince Of Tears“ (Rezension)

Von Sebastian Lessel
(25.10.2017)
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Baxter Dury – „Prince Of Tears“ (Rezension)
Baxter Dury – „Prince Of Tears“ (PIAS) // Das mit der Monarchie ist so eine Sache. Eine ziemlich unzeitgemäße, um genau zu sein. Baxter Dury, seines Zeichens Mitglied im britischen Schwermut-Hochadel, beweist auf „Prince Of Tears“, dass seine Musik nicht diesem elitären, aber obsoleten Dunstkreisen angehört. // Mittlerweile mit „Prince Of Tears“ beim fünften Studioalbum angelangt, hat Dury seinen Ansatz des loop-lastigen Songwriting nahezu perfektioniert. Die neue Platte ist der royale Soundtrack zu einem Film, in dem Dury höchst unterschiedliche Charaktere einnimmt. Exemplarisch ist das zu hören in der ersten Single-Auskopplung „Miami“: Hier groovt zunächst ein pulsierender, melodischer Basslauf als Fundament, auf dem im Verlauf des Stück weiter aufgebaut wird. Eine verhallte Retro-Synth-Melodie mit funky Gitarrenausschmückung kommt hinzu und wird von den smoothen Backingvocals von Madelaine Hart aufgriffen und durch dramatische Streicher ergänzt. Dazu schnoddert Baxter Dury alias Mr. Maserati - ganz großartig ausgesprochen - einen angriffslustig-größenwahnsinnigen Monolog Richtung HörerInnenschaft. // Als weiterer übellauniger Stargast schaut bei „Almond Milk“ Jason Williamson von Sleaford Mods vorbei. Überraschenderweise nur halb so aufbrausend wie gewohnt, passt er sich Durys legerem Duktus an und schimpft eher halblaut über fancy Milch-Ersatzprodukte und deren Einsatzorte. Mit „Prince Of Tears“ gelingt Baxter Dury dank filmmusikalisch großer Gesten und angeschnulzter Produktion ein wunderbar stimmiges Album. Ähnlich dem mehr oder weniger stilvollen Kitsch von Monarchie-Memorabilia muss man in Stimmung sein, um das im mürrischen Engtanz groovende Album wertschätzen zu können, wird dann aber umso mehr belohnt.

Groove Crates

Lucky Drama presents: Prince Selections

(30.06.2011 / 00:00 Uhr)
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Groove Crates - Lucky Drama presents: Prince Selections
Lucky Drama hat mit viel Liebe und Mühe Prince' musikalische Perlen zusammgestellt. Die Idee zur Reihe "Prince Selections" - 12 an der Zahl - war es, Prince mal ganz anders zu präsentieren. // Darüber hinaus befinden sich auf diesen Selections erste Klassiker aus der Prince Ära der Ende Siebziger / Anfang Achtziger wie "Soft & Wet", "I Feel For You", aber auch seltene Perlen wie "Beautiful Strange", "Strange & But True", sowie der abgedrehte Song "Bob George", der eine Zuhälter Geschichte erzählt.