Alien-Geister und Lo-Fi-Beats: Namir Blade mit „Space Ghost“

Foto des Rappers Namir Blade, der Alien-Geister nicht nur auf seiner Single „Space Ghost“ beschwört.

Namir Blade

Alien-Geister beschwört der US-amerikanische Rapper Namir Blade. Nicht nur auf seiner Single „Space Ghost“, sondern im Prinzip auf dem gesamten dazugehörigen Album. Sein kürzlich erschienener Longplayer „Aphelion’s Traveling Circus“ ist eine vielschichtige Reise durchs All. Ein Trip, der beim ersten Hinsehen zunächst einmal ziemlich seltsam erscheint. Und auch wenn man genauer hinguckt, ist es eine merkwürdige Welt, die sich auf der Platte entfaltet. Aber letztlich nicht groß seltsamer als die Welt, in der wir leben. Wenn man Songs wie „Space Ghost“ hört, bekommt man einen vagen Einblick in das Universum in Namir Blades Kopf. Und das ist ein nerdiges Universum, gefüllt mit Referenzen an J-Pop, an Comics und mit Science-Fiction-Bezügen. So spielen etwa Zeitreisen, Alien-Geister und Dimensionssprünge eine Rolle in unserem Track des Tages.

Und dennoch ist es bloß eine Ausdrucksform und kein Selbstzweck. Denn inhaltlich geht es bei Blade um sehr realitätsnahe Themen aus dem Alltag eines Mannes mit persönlichen Wünschen und Unsicherheiten. Im Vortrag klingt das in „Space Ghost“ manchmal einem jungen Frank Ocean nicht unähnlich. Es ist auch die Welt eines Afroamerikaners, der in einer Redneck-Hochburg lebt. Und für den Polizeigewalt eine sehr reale Gefahr ist. Auch das kommt zur Sprache auf diesem emotionalen, hochpolitischen, nerdigen und afrofuturistischen Album. „Space Ghost“ ist vielleicht der schönste Track eines Longplayers, den man aber am besten in Gänze hört, mit allen Skits und Intros.

Das Album „Aphelion’s Traveling Circus“ von Namir Blade ist auf dem Label Mello Music Group erschienen. Der Track „Space Ghost“ davon ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

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