Presseschau 02.04.: Du bist im Recall!

Hurra – eine neue Castingshow ist da! In der Sendung „The Voice Of Germany“ auf Pro Sieben bekommt die Jury die Sänger aber zunächst nicht zu Gesicht. In den so genannten „blind auditions“ zähle allein die Stimme. Nach der ersten Auswahlphase wird dann das Geheimnis des Aussehens gelüftet und die Jury darf den Teilnehmern beim Singen zusehen. John de Mol hat die Show für die Niederlande erfunden und erlangte damit einen großen Erfolg. Ausgestrahlt werden soll „The Voice Of Germany“ im Herbst, so die FAZ. Herrlich!

Auch noch knapp zwei Jahre nach seinem Tod, sorgt Michael Jackson für Furore. Wie der Guardian berichtet, will nun Jacksons enger Freund Al Fayed, der Vorsitzende des Fulham Football Clubs, eine goldene Statue des King Of Pop errichten – einen Schrein für den englischen Fußball-Club Fulhams. Damit teilt Fayed die Geister und löst eine Debatte aus. „Why? Why us? Fulham football fans do not want a statue of Michael Jackson“, fragt sich Fulham Unterstützer Lee Robinson. Es sei doch völlig verrückt eine Statue von Michael Jackson in einem Fußball-Club zu errichten, wenn diese Ikone doch gar nichts mit ihm am Hut habe. Fayed argumentiert hier damit, dass Jackson den Club zu seinen Lebzeiten immerhin einmal besucht habe – bei einem Heimspiel gegen Wigan im Jahre 1999.

Wie der NME berichtet, melden sich The Killers zurück. Nach über einem Jahr trat die Band um Brandon Flowers am 31. März erstmals wieder auf. Im Teatro La Cúpula in Santiago gaben The Killers einen Warm-Up Gig für das Lollapalooza Chile Festival am 2. April. Neben Hits wie „Read My Mind“, spielte die Band aus Las Vegas auch „Mr Brightside“ und „When You Were Young“ – Songs also, mit denen man The Killers kennen und lieben gelernt hat, fernab des eingängigen Mainstream-Pops à la „Human“.

Dave Grohl tritt aus Nirvanas Schatten. Für das neue Foo Fighters-Album „Wasting Light“ bat er seinen ehemaligen Nirvana-Bandkollegen Krist Novoselic für den Song „I Should Have Known“ um Unterstützung. Grohl hat nun endlich das Gefühl, mit den Foo Fighters eine eigenständige etablierte Band abseits seiner Nirvana-Vergangenheit entwickelt zu haben. Grohl: „I’ve tried to establish this band in its own right and try to get out of the shadow of Nirvana and I do that in the most respectful way. […] I wouldn’t be here if it wasn’t for Nirvana, I owe everything to that band.“ Mehr dazu erfahrt Ihr hier.

Die Ereignisse häufen sich, bäumen sich auf zu einer Sturzwelle an Informationen, die eine Anpassung der Medien verlangt. Der Freitag berichtet in seinem Artikel „Die Zuvielisation“, dass sich besonders die Online-Medien „in der Ereignisfülle förmlich zu überschlagen“ scheinen. „In einer ruckeligen Art von Echtzeit-Nachrichtenversorgung kommen in Fünf-Minuten­-Abständen die neuesten Katastrophenfragmente herein.“ Jeder hat nun einen Zugang zu Nachrichten, wie er vor einem Jahrzehnt vielleicht nur Privilegierten zugänglich war. Eine Online-Welt voller Nachrichtenfetzen, die sich deutlich an dem Stil der Telegrafie orientieren. „Jetzt ist Veränderung der Zustand. Nine to Five war gestern, jetzt ist Immer.“

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