Zwischen New Wave und Reggae: The Pretenders‘ Debüt wird 40

Die Band The Pretenders, deren Debütalbum heute 40 Jahre alt wird. Der Song „Private Life“ daraus bewegt sich zwischen New Wave und Reggae und ist heute unser Track des Tages.

The Pretenders auf dem Cover ihres selbstbetitelten Debütalbums von 1980

Zwischen New Wave und Reggae rangierte 1980 der Song „Private Life“ von The Pretenders. Der Song vom selbstbetitelten Debütalbum der britischen Band mit der US-amerikanischen Sängerin Chrissie Hynde zehrt nicht nur von der Allianz, die Punk und Reggae eingegangen waren; sie hievt sie auf ein neues Level. Post-Punk-Minimalismus, in dem die Gitarren mit Chorus-Effekt Zeit zum Verhallen haben und der Gesang Atmen kann. Das klang anders als bei ZeitgenossInnen wie The Slits oder The Police, das war ein neuer Sound. Und gewissermaßen die Blaupause für Grace Jones‘ Neuerfindung, dem Wechsel von Disco zu dem Sound, den man heute mit ihr assoziiert. Jones coverte dieses Stück auf ihrem 1980er Album „Warm Leatherette“ und baut die Fusion zwischen New Wave und Reggae zwar aus, bleibt aber strukturell sehr nah am Original.

Jones‘ Cover erschien ein halbes Jahr nach dem Original. Auf dem ersten The-Pretenders-Album befand sich das Stück in bester Gesellschaft. Auf „The Pretenders“ findet sich mit „Stop Your Sobbing“ auch die erste Single der 1978 gegründeten Band. Das Stück war ein Cover von The Kinks, geschrieben von deren Sänger Ray Davies, mit dem Chrissie Hynde zu der Zeit liiert war. Außerdem vertreten: Das Stück, das für The Pretenders der größte Hit werden sollte: „Brass In Pocket“.

Das selbstbetitelte Debütalbum von The Pretenders erschien heute vor 40 Jahren, am 11. Januar 1980. Die Single „Private Life“ daraus ist heute unser Track des Tages. Hört ihn Euch hier an:

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