Neue Alben in dieser Woche (KW 4): Esben And The Witch – "Violet Cries"

Wer? Was? Warum? ByteFM Redakteure besprechen eine Auswahl der Neuerscheinungen in der aktuellen Kalenderwoche.

Wer? Eine neue Band wurde 2008 in Brighton an Land gespült. Esben And The Witch, ein Trio, benannt nach einer märchenhaften Erzählung aus Dänemark, setzt musikalisch dort weiter an, wo es düster und verquer zugeht. Obwohl Esben And The Witch als viel versprechende Newcomer gefeiert werden, ist relativ wenig über das schaurig-schöne Gespann in Erfahrung zu bringen.

Was? Witch, cries und kryptische Songtitel wie „Hexagon IV“ leiten die Assoziationen in eine zwielichtige Richtung: Nightmare-Pop oder Dream-Pop? Die Genrebezeichnungen sind beliebig, Esben And The Witch werden um sie nicht herum kommen. Verzerrte, hallende Stimmen und entgleitende Harmonien wabern aus den Boxen durch den Raum. Die Stimme der Sängerin erinnert verblüffend an das Stimmregister von Florence And The Machine. Das irritiert zunächst ein wenig, macht das ganze Album aber in erster Linie zugänglicher. Der beachtlich dichte Klang des Trios trägt eine schwere Atmosphäre, die sich erst nach einiger Zeit lichtet.

Warum? Man könnte Esben And The Witch den Vorwurf machen, zu spät dran zu sein. Den Sound hat man schon gehört. „Violet Cries“ ist dadurch nicht weniger qualitativ hoch einzuordnen, aus quantitativer Sicht erübrigt sich das Aufzählen eines weiteren Pendants zu Zola Jesus und Beach House. Für alle, die davon nicht genug bekommen können: Bitte sehr!

Label: Matador/Beggars Group | Kaufen

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