
Margo Price verdankt unseren Track des Tages einem Notizbuch und einem Geistesblitz-Moment (Foto: Yana Yatsuk)
„Don’t Wake Me Up“, bittet die US-amerikanische Singer-Songwriterin Margo Price in unserem Track des Tages. Wie schon die Leadsingle ihres kommenden Albums „Hard Headed Woman“ beginnt der Songtitel mit einem negativen Imperativ. Dazu erkor die Musikerin aus der Country-Hochburg Nashville, Tennessee nämlich ein Stück namens „Don’t Let The Bastards Get You Down“. Eine simple Botschaft, eine klassische Underdog-Hymne. Eigentlich würde Price gerne aus reiner Liebe und Leidenschaft wie einst Johnny Cash „für die Belange gewöhnlicher Menschen eintreten“. Doch das Country-Establishment ist ein stockkonservatives Biest. Nach Anfeindungen und Drohungen will die Sängerin nun „alles von Grund auf neu aufbauen. Ich hoffe, dass dieses Album die Menschen dazu inspiriert, ihre Angst abzulegen, Risiken einzugehen und unerschrocken sie selbst zu sein.“
Und das besonders „inmitten einer Kultur, die ihr Bestes tut, uns einzuprügeln, gleich zu sein“. Auf unserem Track des Tages teilt Margo Price das Mikro mit dem Singer-Songwriter Jesse Welles. Die Songidee fand Prices Ehemann Jeremy Ivey in einem ihrer alten Notizbücher. Gemeinsam arbeiteten sie die Skizze aus, „innerhalb von zehn Minuten in einem dieser Geistesblitz-Momente, in denen man etwas kanalisiert, das größer ist als man selbst. Ich wollte die Menschen an all die Orte und Möglichkeiten erinnern, an denen wir immer noch träumen dürfen, selbst wenn die Welt da draußen wie ein Alptraum erscheint.“ Nicht nur der assoziative Strophen-Sprechgesang gemahnt an „Subterranean Homesick Blues“ von Bob Dylan. Auch das Video mit den auf hochgehaltenen Pappen geschriebenen Lyrics verneigt sich vor Dylan.
Das Album „Hard Headed Woman“ von Margo Price erscheint am 29. August 2025 auf dem Label Loma Vista Recordings. Der Song „Don’t Wake Me Up“ daraus ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an: