Kramladen Altes und Neues von KRAAN
Amon Düül, Can, Embryo, Faust, Guru Guru, Kraftwerk, Tangerine Dream – das sind Namen von originellen und eigenständigen deutschen Gruppen, die in den 1970er-Jahren auch international beachtet wurden, oder gar eine besondere Rolle auf europäischer Ebene spielten. Zu dieser ersten Riege deutscher Bands, deren musikalische Identität sich von den meisten Bands der damals dominanten angloamerikanischen Szene deutlich unterschied, zählte natürlich auch die 1970 in Ulm gegründete Band KRAAN, die von Anfang an zu den stilistisch eigenwilligsten, kreativ herausragenden und musikthematisch individuellsten deutschen Bands gehörte. Tatsächlich entwickelte KRAAN schon sehr früh einen unverwechselbaren und charakteristischen Sound, der ihre Ausnahmestellung und Reputation begründete.
Mit ihrer ureigensten Spielweise und stilistischen Mixtur aus Elementen von Jazzrock, Psychedelia, Funk-Groove, progressivem Artrock und verwandten Genres erarbeiteten sich die KRAAN-Musiker sehr rasch den Status einer Institution in der deutschen Rockszene mit internationalem Renommee.
Was die Musik von KRAAN bis heute auszeichnet sind:
- ihre außergewöhnlichen Kompositionen,
- der Reichtum an ausgesprochen schön geschwungenen und dazu intelligent gestalteten Melodien und instrumentalen Themen von Bass, Gitarre und Keyboards,
- ihre harmonische Vielfalt, die sich auf die europäische Musiktradition genauso bezieht wie auf die afroamerikanische Blues- und Jazzharmonik,
- ihre rhythmische Energie, die alle Rhythmus-Varianten einzuschließen scheint, die die Popularmusik zu bieten hat,
- ihre meisterliche Instrumentenbeherrschung
- und ihr ebenso fulminantes, wie beseeltes und interaktiv gelingendes Zusammenspiel.
Rund 30 KRAAN-Alben liegen inzwischen vor und KRAANs Ruf als spielfreudige, virtuose Live-Band ist ungebrochen.
KRAAN-Bassist Hellmut Hattler kündigt im Interview ein neues Studio-Album an, außerdem die Serie von fünf Wiederveröffentlichungen früher KRAAN-Alben und eine womögliche Aufarbeitung verschiedener, bislang verschollener Live-Aufnahmen, von denen ein ausgezeichneter Konzertmitschnitt aus dem Jahre 1980 unter dem Titel „Aladin Tapes“ bereits Ende März veröffentlicht wurde.
Kommentiert von Hellmut Hattler, werden einige Titel der „Aladin Tapes“ in dieser Sendung zu hören sein, darunter zwei Live-Aufnahmen, die bislang unveröffentlicht blieben – damals aufgeführt in der Besetzung Hellmut Hattler (Bass), Peter Wolbrandt (Gitarre, Gesang), Ingo Bischof (Keyboards) und Udo Dahmen (Schlagzeug).
Als Ausblick auf das neue KRAAN-Studioalbum, an dem aktuell noch abgemischt und editiert wird, ist ein kurzer Ausschnitt aus dem Song „Tadpole“ (Arbeitstitel) zu hören, eingespielt vom KRAAN-Kern- und Gründungs-Trio Hellmut Hattler, Peter Wolbrandt und Jan Fride, verstärkt durch Keyboarder Martin Kasper.
Das neue Studioalbum von KRAAN soll aber erst im neuen Jahr veröffentlicht werden, Titelüberschrift: „Tadpole“, oder „Skala“, oder ganz anders.
Weitere Ausgaben von Kramladen
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Playlist
| 1. |
L. Shankar / Darlene (Kramladen-Themamusik) Touch Me There / Zappa Records |
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| 2. |
Kraan / She’s Gone Aladin Tapes / 36music, Broken Silence |
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| 3. |
Kraan / Yaqui Yagua Aladin Tapes / 36music, Broken Silence |
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| 4. |
Kraan / Berg und Tal Aladin Tapes / 36music, Broken Silence |
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| 5. |
Kraan / Far West Aladin Tapes / 36music, Broken Silence |
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| 6. |
Kraan / Borgward Aladin Tapes / 36music, Broken Silence |
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| 7. |
Kraan / Hallo Ja Ja, I Don't Know Aladin Tapes / 36music, Broken Silence |
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| 8. |
Kraan / Ring My Bell Diamonds / Fünfundvierzig, Indigo |
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| 9. |
Kraan / Tadpole (Exzerpt, noch unveröffentlicht) Skala (Arbeitstitel) (VÖ: 2026) / 36music |
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| 10. |
Kraan / Let It Out Aladin Tapes / 36music, Broken Silence |
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| 11. |
Kraan / You’re Right Aladin Tapes / 36music, Broken Silence |
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