02.11: Es wird wieder gewählt

Midterm elections in den Vereinigten Staaten: Neben den Wahlen über die Zusammensetzung des Kongresses entscheiden die Amerikaner heute auch über 37 neue Gouverneure, öffentliche Ämter von Minister- bis zu Sheriffsposten und zahlreiche Volksabstimmungen. Die FAZ gibt Überblick über den Wahltag in Amerika. Außerdem wird in Kalifornien bei den Kongresswahlen auch über einen Antrag zur Lockerung des strikten Marihuana-Verbots abgestimmt. Laut Spiegel machte „Hangover“-Star Zach Galifianakis seine Position in einer Talkshow unmissverständlich klar: Vor laufender Kamera zog er einen Joint aus der Jackentasche, zündete ihn an und inhalierte kräftig. Der Geschmack scheint ihm wohl zugesagt zu haben.
Das kann ein Mann aus Uniontown im US-Staat Pennsylvania nicht von sich behaupten. Dieser hat sich bei der Polizei über die schlechte Qualität seines kurz zuvor erworbenen Marihuanas beschwert. Eine Untersuchung habe ergeben, dass es sich bei der Substanz nicht um Marihuana handele. Dumm gelaufen: Gegen ihn wird nun wegen Besitzes einer gefälschten illegalen Substanz ermittelt. Der Spiegel berichtet.

Es ist wieder Plattenladenwoche. Die Record Shops um die Ecke locken und laden mit Konzerten und limitierten Veröffentlichungen zum Besuch. Selbst Plan B, Fettes Brot und Maximo Parks Paul Smith wollen, dass wir powershoppen. Auf unserer ByteFM Magazin Seite könnt Ihr mehr dazu erfahren. Anlässlich dieser Woche schreibt Jan Scheper von der taz über Klaus-Peter Böhmelt (kurz KP), Betreiber vom Plattenladen DISCover in Bochum. Sein Plattenladen ist im Zeitalter von Amazon, iTunes, Saturn und Co. einer der Letzten seiner Art im Ruhrgebiet. „Läden wie DISCover […] markieren noch immer eine lebendige, familiäre Schnittstelle zwischen Endverbrauchern und der Industrie. Es sind kleine, aber lebendige Foren der Musikkultur.“ KP ist auch für uns kein Unbekannter, schon zum zweiten Mal beehrte er uns 04.10 im Studio ByteFM / Ruhr. Das Mixtape könnt Ihr in unserem ByteFM Archiv nachhören.

„Kein Alkohol (ist auch keine Lösung)“. Die Toten Hosen bleiben ihrem Motto treu, allerdings tauschen sie den Bommerlunder gegen einen trockenen Riesling. Zusammen mit dem Nahe-Winzer Martin Tesch aus Langenlonsheim haben die Toten Hosen den Weißwein „Weißes Rauschen“ auf den Markt gebracht. Die Welt Kompakt titelt mit „Rock’n’Riesling“. Wohl bekomm’s!

Lady Gaga kann es nicht lassen. Erst beisst sie bei einem Konzert im nordirischen Belfast einer Barbie-Puppe genüsslich den Kopf ab – dann stellte sie ein Fotos ins Internet, dass sie mit einem blutverschmierten T-Shirt und dem Aufdruck „I love Belfast“ in der Garderobe zeigt. „Darunter schrieb sie: Zu Halloween werde ich… ein kleines Monster sein. Ich liebe euch alle. Feiert Euch selbst!!“
Hier könnt Ihr mehr erfahren.

Back to the roots: Als Bob Dylan seine ersten Platten vor fast fünfzig aufnahm, war vieles anders. Mono war der Klang der Welt, die Stereofonie noch in der Entwicklung – und Dylan benutzte den Mono-Sound wie eine Waffe. Als Bootleg Series No. 9 wurden jetzt seine „Witmark Demos“ aus dem Keller geholt und in einer Kassette als „Original Mono Recordings“ veröffentlicht; neun CDs, von „Blonde on Blonde“ bis „John Wesley Harding“. „Hat man natürlich alles schon, entweder auf Vinyl oder sonst wie, aber nicht so fein säuberlich gepackt und nicht in Mono“, schreibt Rüdiger Schaper beim Tagesspiegel.

Die NATO verbietet Arcade Fire. Ok, ok, ganz so drastisch ist es nicht, aber die Band kann zumindest Ihren bevorstehenden Gig am 18. November in Lissabon nicht spielen. Der NATO Gipfel tagt vom 19. bis 20. November im Atlantic Pavillon und aufgrund von Sicherheitsvorkehrungen sind Arcade Fire gezwungen, ihre Show abzusagen. Selbst die Vorverlegung um einen Tag wurde von den Veranstaltern des Gipfels abgelehnt. Nachzulesen bei Pitchfork.

Vier Milliarden Dollar Schulden: Das traditionsreiche Filmstudio MGM meldet Insolvenz an. Metro-Goldwyn-Meyer, das 86 Jahre alte legendäre Filmstudio aus Hollywood, soll durch eine geordnete Insolvenz vor dem Untergang gerettet werden. Unmittelbare Folge dieses Schritts ist, dass die Produktion für den neuen James-Bond-Film „Blood Stone“ mit Darsteller Daniel Craig weiter hinausgeschoben wird. Ob und wann der Film in die Kinos kommt, ist völlig offen. Der Artikel auf jetzt.de informiert ausführlich über die derzeitige Situation von MGM.

„Cage Against The Machine“. Ja, richtig gelesen. Die Aktion ist ein Echo auf jene Anti-Kitsch-Verschwörung, die es 2009 geschafft hatte, den Song „Killing In The Name“ von Rage Against The Machine zum Weihnachtshit des Jahres zu machen. Der diesjährige Plan ist noch radikaler: Eine Facebook-Gruppe hat sich vorgenommen, John Cages „4`33“ an die Spitze der englischen Charts zu bringen (aus der Printausgabe: Die Welt vom 02.11.2010). Wer es nicht kennt: Hinter „4`33“ verbirgt sich viereinhalb Minuten Nichts. Der Hörer vernimmt kein Note und keinen Ton.
Die Performance besteht in der konzertanten Aufführung: Durch die Stille im Stück rücken beim Konzert die Geräusche, Rascheln und Räuspern vom Publikum in den Vordergrund. Die Musik entsteht im Saal, nicht durch das Orchester. Und ebendieses Stück soll die Produzenten der Casting-Show „The X-Factor“ demütigen, die bis 2009 vier Jahre lang an der Spitze der Weihnachtscharts gestanden hatte. Den Klingelton dazu heute um 15.00 Uhr im Magazin mit Klaus Walter.

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Diskussionen

0 Kommentare
  1. posted by
    13.12.: Und dann… Stille. : ByteFM Magazin
    Dez 13, 2010 Reply

    […] einfanden – um eine Neuauflage des John Cage Stückes “4′33″ aufzunehmen (wir berichteten). Nebenbei will man die Spitze der Charts stürmen und “Last Christmas” aus dem […]

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