US-Rapper Coolio ist tot

Bild des verstorbenen US-Rappers Coolio.

Ist im Alter von 59 Jahren gestorben: US-Rapper Coolio (Foto: MPI Artists)

Der US-amerikanische Rapper Artis Leon Ivey Jr. aka Coolio ist tot. Wie es aus Kreisen seines Managements heißt, ist der Musiker unerwartet 59-jährig in Los Angeles gestorben. Die Todesursache ist derzeit nicht bekannt. Coolio gehörte mit den Stücken „Gangsta’s Paradise“ und „C U When U Get There“ zu den bekanntesten Rap-Stars der 90er-Jahre.

Durchbruch mit „Gangsta’s Paradise“

Der in Monessen, Pennsylvania, geborene Rapper ging im berüchtigten Compton zur Schule, einem Vorort von Los Angeles. Er verdingte sich zunächst als Feuerwehrmann und beim Sicherheitsdienst am Flughafen, wandte sich aber ab Ende der 80er verstärkt seiner Musikkarriere zu. Sein Debütalbum „It Takes A Thief“ (1994) feierte Erfolge mit der Single „Fantastic Voyage“. Coolios zweites Album „Gangsta’s Paradise“ erschien dann ein Jahr später und brachte ihm mit der gleichnamigen Single einen Grammy ein. Das auf Stevie Wonders Song „Pastime Paradise“ (1976) basierende Stück war Bestandteil des Soundtracks zum Hollywood-Spielfilm „Dangerous Minds“ mit Michelle Pfeiffer, die auch im Musikvideo auftrat.

Abebbender Erfolg

Einen weiteren Hit landete er mit der 1997er Rap-Ballade „C U When U Get There“ mit 40 Thevz. An den Erfolg seiner früheren Platten konnte er mit dem zugehörigen Album „My Soul“ jedoch nicht anknüpfen und wurde infolgedessen von seinem Label Tommy Boy Records fallengelassen. Er veröffentlichte noch fünf weitere Studio-Alben und konnte 2006 mit „Gangsta Walk“ (featuring Snoop Dogg) einen weiteren Charterfolg in Großbritannien verbuchen. Comeback-Versuche in verschiedenen Fernsehformaten führten nicht zur Rückkehr ins große Geschäft.

Aufgrund von Drogen- und Waffenbesitz geriet Coolio mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt, und das auch in Deutschland. 1998 wurde er wegen Beihilfe zu Raub und Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe und zu einer Geldstrafe verurteilt.

 

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Die überraschende Nachricht vom Tod des Musikers wurde von zahlreichen Musiker*innen und anderen Weggefährt*innen in den sozialen Netzwerken kommentiert. US-Rapper Ice Cube bekundete in einem Statement, er habe direkt miterlebt, wie Coolio es an die Spitze der Branche schaffte. Michelle Pfeiffer schrieb bei Instagram: „Ich erinnere mich, dass er nichts als liebenswürdig war. 30 Jahre später bekomme ich immer noch eine Gänsehaut, wenn ich das Lied höre. Liebe und Licht seiner Familie. Rest in power, Artis Leon Ivey Jr.“

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