01.02.-07.02.

Auch auf die Gefahr hin dass wir uns wiederholen: Dieses Jahr fängt plattenmäßig super an!!

Pantha du Prince – „Black Noise“
VÖ: 05.02.2010
Web: myspace
Label: Rough Trade
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Er ist der Impressionist in der elektronischen Musik: Hendrik Weber aka Pantha du Prince. Nicht erst mit seinem neuen Album wird seine Musik gerne mit der melancholischen und träumerischen Stimmung dieser Kunstepoche verglichen. Das Cover seines dritten Albums „Black Noise“ verweist aber auch noch auf etwas anderes: es wurde in einem Haus in den Schweizer Bergen aufgenommen, mit der Unterstützung von Animal Collectives Panda Bear und Tylor Pope von !!!.

The Album Leaf – „A Chorus Of Storytellers“
VÖ: 05.02.2010
Web: myspace
Label: Sub Pop
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Der Name passt: Für sein neues Album hat Jimmy LaValle nicht wie sonst alle Songs alleine eingespielt; erstmalig war ihm eine ganze Band beim Komponieren und Einspielen behilflich. Aufgenommen wurde wie bereits beim Vorgänger „Into The Blue Again“ wieder auf Island, und das hört man: „A Chorus of Storytellers“ knüpft beinahe nahtlos an die sphärischen Klänge seines tollen Vorgängers an.
Das sagen die anderen: BBC

Yeasayer – „Odd Blood“
VÖ: 05.02.2010
Web: myspace
Label: Secretly Canadian
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Zum neuen Werk von Yeasayer drängt sich im ersten Moment folgendes Adjektiv ins Bewusstsein: fett, und zwar in Form fetter Beats und fetter Produktion nämlich. „Odd Blood“ klingt deutlich druckvoller und selbstbewusster als noch sein Vorgänger, spart aber nicht an der Weirdness. Dennoch, der Folk-Einfluss musste Platz machen für mehr Elektronik und Dance, und manchmal fragt man sich, ob Yeasayer jetzt ein bisschen zu dick auftragen…

Gil Scott Heron – „I´m New Here“
VÖ: 05.02.2010
Web: myspace
Label: XL Recordings
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Gil Scott-Heron ist ein Meister der Ironie. Oder wie soll man sonst den Titel seines neuen Albums lesen? Nach 16 Jahren veröffentlicht die Kultfigur des Rap ein neues Album. Die Zeit ist für ihn aber keineswegs stehengeblieben, im Gegenteil: der dublastige und reduzierte Sound klingt sehr auf der Höhe der Zeit. Gils bluesige Stimme und verleiht dem Ganzen eine gehörige Portion Tiefgang, ganz zu schweigen von seinen Texten. Ein beeindruckendes Comeback!

Black Box Revelation – „Silver Threats“
VÖ: 05.02.2010
Web: myspace
Label: T for Tunes
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Zum Schluss noch eine Portion Rock´n Roll: Jan und Dries aus Brüssel lassen es auf ihrem zweiten Album ziemlich krachen. Aufgenommen in den legendären Konk-Studios in London, ist den beiden ein leidenschaftliches und energiegeladenes Album gelungen, das irgendwie reifer als sein Vorgänger klingt, aber alles andere als abgeklärt. Bei dem Blues-Rock dieser beiden Jungspunde können sich manch alte Hasen eine Scheibe abschneiden.

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Diskussionen

0 Kommentare
  1. posted by
    Stephan F.
    Feb 15, 2010 Reply

    Eine Anmerkung zu Pantha du Prince – “Black Noise”

    Ihr schreibt: […] „Das Cover seines dritten Albums “Black Noise” verweist aber auch noch auf etwas anderes: es wurde in einem Haus in den Schweizer Bergen aufgenommen.“ […]

    Hier muss ich widersprechen: Das Cover bildet die bayerische Kapelle „St. Bartholomä“ am Königssee (DAS Postkartenmotiv schlechthin) in der Nähe von Berchtesgaden ab, hat also mit der Schweiz nix zu tun. Und die Malweise ist auch nicht impressionistisch, sondern naturalistisch (nebenbei würde ich Pantha Du Princa auch nicht als Impressionisten bezeichnen, eher als Richard Clayderman der Clubmusik).

    Stephan Fiedler

  2. posted by
    Redaktion
    Feb 15, 2010 Reply

    Lieber Stephan,

    hier liegt ein Missverständnis vor: Das Cover soll lediglich auf die Tatsache verweisen, dass das Album in einem Haus in den Schweizer Bergen aufgenommen wurde, dass das Cover diesen Ort selber abbildet war nicht gemeint!

    Mit der Malweise hast du nicht ganz unrecht. Finde aber die Darstellung nicht allein naturalistisch… Vielleicht einigen wir uns Freilichtmalerei. Sie ist zwar keine Epoche, hatte aber einen wichtigen Einfluss sowohl auf Impressionismus als auch auf den Naturalismus.

    Viele Grüße
    christa

  3. posted by
    Stephan F.
    Feb 19, 2010 Reply

    Liebe Christa,

    Freilichtmalerei, d’accord. Wobei ich denke, es handelt sich hier eher um ein künstlerisch fragwürdiges Machwerk (Kitsch) aus einer Serienproduktion, die nicht im Freien entstanden ist, sondern im Atelier. Das Sujet ist bestimmt schon 10.000fach gemalt und Millionen mal vom Schiff zur Insel Hirschau aus fotografiert worden (In der Nähe gibt es auch den bekannten „Malerwinkel“). Leider kenne ich das Cover ja nur als dieses kleine jpg, vermute da gibt es auch einen Bildnachweis. Die Nähe zum Kitsch war vom Künstler wahrscheinlich als zugkräftiges Irritationsmoment intendiert. Bei mir hat’s ja geklappt.

    Viele Grüße
    Stephan

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