Schmetterlingseffekt: „All I Can Do“ von Art Feynman

Pressebild des Sängers und Musikers Art Feynman, dessen Song „All I Can Do“ heute unser Track des Tages ist.

Art Feynman ließ sich für sein drittes Album von 80er-Aufnahmen aus den Compass Point Studios in Nassau inspirieren (Foto: Aubrey Trinnaman)

Mit unserem heutigen Track des Tages „All I Can Do“ hat Art Feynman sein drittes Album angekündigt. Art Feynman heißt eigentlich Luke Temple und singt seit 2008 bei der angepsychten US-amerikanischen Pop-Band Here We Go Magic. Schon drei Jahre zuvor veröffentlichte er, damals noch unter seinem Klarnamen, seine erste Solo-LP „Hold A Match For A Gasoline World“. Darauf hörte man Gitarrensongs, manchmal ein wenig weird, doch vor allem von Folk und Country inspiriert. Während seiner Arbeit mit der anfänglichen Lo-Fi-Band Here We Go Magic färbte deren Psych-Faktor auf sein Soloschaffen ab. Während sich die Band aber in die Synth-Sphären von Tame Impala vorwagten, blieb Temple solo in Country und Americana verwurzelt. Meistens. Aber nicht immer. Sein 2013er Album „Good Mood Fool“ erforschte nämlich auch krautrockige, funky oder gar elektropoppige Pfade.

Seit 2015 hat man nichts mehr von Here We Go Magic gehört. Zwei Jahre später begann Temple, nicht nur solo, sondern auch als sein Alter Ego Art Feynman Musik zu veröffentlichen. Die Feynman-Alben schlugen synth-affinere Pfade ein, die der Stoßrichtung von „Good Mood Fool“ nicht unähnlich waren. Zwei Longplayer lang nahm er seine Musik im Alleingang auf. Doch seine neue LP ist mit einer vollen Bandbesetzung entstanden. Denn diesmal wollte Temple gerade den spontanen Live-Vibe einfangen. Als klangliche Vorlagen dienten diesmal die 80er-Alben, die Grace Jones, Talking Heads und Lizzy Mercier Descloux in den Nassauer Compass Point Studios aufnahmen. Inhaltlich treiben Temple aber sehr gegenwärtige Themen wie FOMO und Weltuntergangsstimmung um. Unser Track des Tages wiederum behandelt laut Temple „den Schmetterlingseffekt, den wir auf unser eigenes Leben haben. Was wie ein Fehler aussieht, kann zukünftigen Erfolg nach sich ziehen. Unser Leben wird von viel mehr beeinflusst, als uns bewusst ist, und meist kann das Unbewusste nur dann bewusst werden, wenn wir den Fehler machen und die Kosequenzen tragen.“

Das Album „Be Good The Crazy Boys“ von Art Feynman erscheint am 10. November 2023 auf dem Label Western Vinyl. Der vorab als Single ausgekoppelte Song „All I Can Do“ daraus ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

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