Lizzy Mercier Descloux
Lizzy Mercier Descloux
Lizzy Mercier Descloux (*16. Dezember 1956 – 20. April 2004) war eine französische No-Wave-Musikerin, Komponistin, Schauspielerin und Malerin aus Paris. Als Sängerin und Gitarristin veröffentlichte sie fünf Studio-Alben.
Als Teil des Performance-Art-Duos Rosa Yemen veröffentlichte die Autodidaktin 1978 ein selbstbetiteltes Mini-Album und zog die Aufmerksamkeit von Chris Blackwell (Island Records) auf sich, als sie 1979 ihr minimalistisches Solo-Debüt „Press Color“ herausbrachte. Beeindruckt von der minimalistischen Gratwanderung zwischen Funk, herausgestellten Dissonanzen und Experimentierfreude, finanzierte Blackwell das Nachfolgealbum „Mambo Nassau“, das 1981 auf Island erschien. Lizzy Mercier Descloux nahm das Album auf den Bahamas auf und erweiterte ihnen Minimal-Funk um perkussive Elemente, Synthesizer und zog Inspiration unter anderem aus brasilianischen Musikstilen und Klezmer. 1984 – zwei Jahre vor Paul Simons „Graceland“-Erfolg – erschien „Zulu Rock“, das in Johannesburg aufgenommen wurde. Südafrikanische Einflüsse prägten neben französischer Popmusik den Sound der Veröffentlichung.
„One for the Soul“ (1985) verfolgte die internationalistische Expansion des musikalischen Spektrums von Lizzy Mercier Descloux, die aber in der Folge von Labelseite unter kommerziellen Erfolgsdruck gesetzt wurde. Als das herkömmlichere Indie-Pop-Album „Suspense“ (1988) keinen Hit liefern konnte, beendete die Künstlerin ihre musikalische Karriere. Am 20. April 2004 starb sie auf Korsika an einer Krebserkrankung.
Lizzy Mercier Descloux im Programm von ByteFM:
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