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Let's get lost!

Malia & Marcus Strickland

ByteFM: Let's get lost! vom 13.12.2017

Ausgabe vom 13.12.2017: Malia & Marcus Strickland

Malia ist eine Soul- und Jazzsängerin mit kosmopolitischem Background:
Ihre Mutter ist Afrikanerin, ihr Vater Engländer. Geboren wurde sie in Malawi, als Teenager ist sie mit der Familie nach London gezogen. Später lebte sie in Frankreich und New York, bevor sie sich endgültig in London niederließ. Malia singt auf Englisch und in der Bantu-Regionalsprache Chichewa.

Vor kurzem hat sie ihr sechstes Album veröffentlicht. Der Titel lautet "Malawi Blues / Njira" heißt es. Njira bedeutet so viel wie "Weg" oder "Reise". Auf diesem Album finden sich vor allem nachdenkliche, getragene Stücke, allesamt sparsam instrumentiert (nur mit Klavier, Gitarre und Percussion), aber immer basierend auf dezent groovenden afrikanischen Rhythmen. Mehr denn je ist dieses Album geprägt von Malias afrikanischer Herkunft.

Ihre Kindheit erlebte sie im Malawi der späten 60er und 70er Jahre. Da hatte der ostafrikanische Staat zwar gerade seine Unabhängigkeit erlangt, trotzdem wurden Schwarze noch immer wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Malia erinnert sich an beides: Es gab durchaus glückliche Momente in ihrer Kindheit, aber sie hat auch die schmerzhafte Erfahrung von Diskriminierung und Rassismus machen müssen. Dies hat sie tief geprägt.

Zu Beginn ihrer Karriere hat Malia klassischen Vocal Jazz in Londoner Bars gesungen. Ihr vorletztes Album "Black Orchid" war eine sehr eigene und äußerst gelungene Hommage an Nina Simone, die verdient mit dem ECHO Jazzpreis ausgezeichnet wurde. Später ließ Malia mehr und mehr auch ihre Erfahrungen in der britischen Clubszene in ihre Songs einfließen.

Im Gespräch mit Eva Garthe erzählt Malia, inwiefern ihre Krebserkrankung ihren Blick auf das Leben - und auch auf die Musik - grundlegend verändert hat.

Fusion 2.0 – so könnte man Marcus Strickland’s Sound nennen. Es ist ein zeitgemäßer Sound, der neben klassischem Jazz auch HipHop-Beats und elektronische Elemente beinhaltet. Das aktuelle Album des Saxofonisten nennt sich "Nihil Novi". Ein rätselhafter Titel, der auf eine Aussage von König Salomon verweist. Für Strickland ist Salomon eine Inspirationsquelle: Ein Mann, der durch viele Prüfungen gehen und Härten ertragen musste, der in seinem Leben nicht nur König sondern auch Krimineller war, der entsprechend auch die Schattenseiten des Lebens kannte – und der am Ende doch nur eines zu sagen wusste: "Nichts Neues unter der Sonne".

Seine Sporen hat sich Marcus Strickland an der Seite von Roy Haynes und Dave Douglas verdient. "Nihil Novi" ist sein erstes Album für das legendäre Jazzlabel "Blue Note". Ein wichtiger Karriereschritt für den 37-jährigen. Und ein Schritt, der ihm neue kreative Möglichkeiten eröffnete - denn Blue Note ist finanziell gut aufgestellt. Mehr Zeit im Studio, mehr Gastmusiker? Alles kein Problem mehr für Strickland. Viele Einschränkungen fielen weg.

Im Gespräch mit Eva Garthe erläutert Marcus Strickland unter anderem was ihn an dem aktuellen Image von Jazz stört.

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Playlist

1.  Bonobo / Kerala
Migration / Ninja Tune
2.  Malia / Malawi Blues / Njira
Malawi Blues / Njira / MPS
3.  Malia / Friendship
Malawi Blues / Njira / MPS
4.  Malia / Feeling Good
Black Orchid / Universal
5.  Malia / I Feel It Like You
Convergence / Universal
6.  Malia / Love Is Holding Both Our Hands
Malawi Blues / Njira / MPS
7.  Marcus Strickland / Mingus
Nihil Novi / Blue Note
8.  Marcus Strickland / Alive
Nihil Novi / Blue Note
9.  Marcus Strickland / Mirrors
Nihil Novi / Blue Note
10.  Marcus Strickland / Inevitable
Nihil Novi / Blue Note
11.  Marcus Strickland / Tic Toc
Nihil Novi / Blue Note
12.  Burnis Moleme / Where Is The Answer
Fellas Doing It In Lagos / Soundway