Sendungen

School Of Rock Cocteau Twins 1/2

ByteFM: School Of Rock vom 13.08.2022

Ausgabe vom 13.08.2022: Cocteau Twins 1/2

Im Sommer 1982 erschien quasi ohne Vorwarnung ein Album, das den Karrierebeginn einer der nachhaltig einflussreichsten Bands der 1980er- und 1990er-Jahre markiert. Mit ihrem Debüt „Garlands“ traten Cocteau Twins auf die von Kult-Label 4AD und Radio-DJ-Legende John Peel bereitete Bühne und veröffentlichten im Laufe der kommenden 14 Jahre neun Alben, elf EPs und so viele prägnante Tracks, dass es zwei School-Of-Rock'Sendungen braucht, um den Weg der Band angemessen nachzuzeichnen.

Teil 1 beschäftigt sich mit den Anfängen der Gruppe um Sängerin Elizabeth Fraser und Gitarrist und Produzent Robin Guthrie, die den Großteil der Tracks ab 1984 mit dem Bassisten und Multi-Instrumentalisten Simon Raymonde einspielten.

Zunächst als Gothrock-Act, als Siouxsie-And-The-Banshees-Epigonen missverstanden, erwiesen sich Cocteau Twins schnell als gänzlich idiosynkratische Angelegenheit, unvergleichbar und Innovator*innen gleich mehrerer Genres. Sowohl die spätere Shoegaze-Welle als auch jede Ära des Dreampop zollen den ursprünglich aus Schottland stammenden Cocteau Twins Tribut, die Liste der prominenten Musiker*innen, die sich bisher als Fans der Band outeten, ist genauso lang wie bunt.

Dem Label 4AD um Gründer Ivo Watt-Russell verschafften sie den wohlverdienten Status als eine der stilbildenden Indie-Plattenfirmen der 1980er, die für die Cocteau-Twins-Coverart zuständige Firma 23 Envelope um den Grafiker Vaughan Oliver und den Fotografen Nigel Grierson schuf einen visuellen Kanon zu den post-folkloristischen Traumwelten, den industriellen Sehnsuchtsräumen und pastoralen Abgründen der Musik, die den abstrakt-surrealen Ikonen-Status der Band zementierten.

Während all der Zeit stand im Kern der Cocteau Twins das Paar Fraser/Guthrie, das über lange Zeit sehr mit der eigenen Rolle als alternative Popstars, gefragte Bühnen-Protagonist*innen und über-schüchterne 1980er Goth-Pin-ups haderte. So schwingt in all der überwältigenden Schönheit der Musik von Cocteau Twins immer auch eine Verzweiflung, ein tragischer Unterton mit, der die Euphorie auslösenden Hymnen und ihre unendlichen Hallräume mit dem Ton des Unglücklichen füllt.

Kommentare

ChristianTjaben vor einem Monat
vielen dank für das ganze feedback - das motiviert für teil 2! habe sie damals im februar 1984 im alten kir/ poppenbüttel (ein tag nach dem gig im ratinger hof) und im januar 1985 in der markthalle gesehen und liz fraser dann noch 2mal mit massive attack. die john peel ära war auch bei mir der cocteaux einstieg (obwohl ich mich nicht erinnere, dass er in seiner bfbs sendung, die ich damals jede woche hörte und mitschnitt, wirklich alle 8 tracks von garland gespielt hat). und vor lauter aufmerksamkeit orchestral richtig auszusprechen hab ich das manouevres verhauen, mist! (zugegeben, ein fehler, den ich immer mache). gut, dass omd in teil 2 nicht vorkommen... danke fürs zuhören!

michfiel vor einem Monat
Ich habe keine einzige Platte der Cocteau Twins, aber jeder Song erinnert mich an John Peels Radiosendungen, die ich eifrig auf Kompaktkassette mitgeschnitten habe

lessismore vor einem Monat
moin christian, tolle sendungen, schön dass wir an deinem wissen teilhaben dürfen. -nachdem du das jetzt schon mehrfach so gesagt hast: die band orchestral manoeuvres schricht sich mit der betonung auf der 2ten silbe und mit v , wie manöver [məˈnu:vəʳ] weiter so! grüße roland

kilowatt vor einem Monat
Hallo, auch ich freue mich auf die Sendung! Las von den Cocteau Twins erstmals in einem englischen Fanzine. Neugierig gemacht besorgte ich ihren ersten Tonträger "Lullabies" und besprach ihn in meinem Fanzine "Purer Spaß". Bis "Treasure" und die damit zusammenhängenden EPs waren alle Tonträger Pflicht für mich. Danach konnte "eigentlich" nichts mehr kommen, so vollkommen war vor allem die LP, so dass ich die weitere Entwicklung der Cocteau Twins nur noch mit mildem Interesse beoabachtete, die bereits vorhandenen Tonträger aber umso lieber hörte - bis heute. Warum? Das, was ich nach 1985 hörte, war nicht so überzeugend, um wieder tiefer einzusteigen. Selbstschutz vielleicht, um nicht enttäuscht zu werden? Bin also gespannt, warum die Aufnahmen von Cocteau Twins nach 1985 noch wichtig waren. Übrigens: John Peel spielte 1983 auf BFBS bei Neuerscheinen jeden einzelnen Song der LP "Head over Heals". Alles Gute Klaus

ieulen66 vor einem Monat
Freue mich sehr auf die Sendung. Bin seit Garlands grosser Fan der Band. Durfte sie einmal im Ratingen Hof (1984) Live erleben und habe Elisabeth Fraser noch mal in Barcelona mit Massive Attack auf dem Summercase Festival (2006) erleben dürfen. Was mich besonders geflasht hat, da ich sie dort nicht erwartet hatte. Wünsche allen Hörerinnen und Hörern viel Spass.
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Kommentare

ChristianTjaben vor einem Monat
vielen dank für das ganze feedback - das motiviert für teil 2! habe sie damals im februar 1984 im alten kir/ poppenbüttel (ein tag nach dem gig im ratinger hof) und im januar 1985 in der markthalle gesehen und liz fraser dann noch 2mal mit massive attack. die john peel ära war auch bei mir der cocteaux einstieg (obwohl ich mich nicht erinnere, dass er in seiner bfbs sendung, die ich damals jede woche hörte und mitschnitt, wirklich alle 8 tracks von garland gespielt hat). und vor lauter aufmerksamkeit orchestral richtig auszusprechen hab ich das manouevres verhauen, mist! (zugegeben, ein fehler, den ich immer mache). gut, dass omd in teil 2 nicht vorkommen... danke fürs zuhören!

michfiel vor einem Monat
Ich habe keine einzige Platte der Cocteau Twins, aber jeder Song erinnert mich an John Peels Radiosendungen, die ich eifrig auf Kompaktkassette mitgeschnitten habe

lessismore vor einem Monat
moin christian, tolle sendungen, schön dass wir an deinem wissen teilhaben dürfen. -nachdem du das jetzt schon mehrfach so gesagt hast: die band orchestral manoeuvres schricht sich mit der betonung auf der 2ten silbe und mit v , wie manöver [məˈnu:vəʳ] weiter so! grüße roland

kilowatt vor einem Monat
Hallo, auch ich freue mich auf die Sendung! Las von den Cocteau Twins erstmals in einem englischen Fanzine. Neugierig gemacht besorgte ich ihren ersten Tonträger "Lullabies" und besprach ihn in meinem Fanzine "Purer Spaß". Bis "Treasure" und die damit zusammenhängenden EPs waren alle Tonträger Pflicht für mich. Danach konnte "eigentlich" nichts mehr kommen, so vollkommen war vor allem die LP, so dass ich die weitere Entwicklung der Cocteau Twins nur noch mit mildem Interesse beoabachtete, die bereits vorhandenen Tonträger aber umso lieber hörte - bis heute. Warum? Das, was ich nach 1985 hörte, war nicht so überzeugend, um wieder tiefer einzusteigen. Selbstschutz vielleicht, um nicht enttäuscht zu werden? Bin also gespannt, warum die Aufnahmen von Cocteau Twins nach 1985 noch wichtig waren. Übrigens: John Peel spielte 1983 auf BFBS bei Neuerscheinen jeden einzelnen Song der LP "Head over Heals". Alles Gute Klaus

ieulen66 vor einem Monat
Freue mich sehr auf die Sendung. Bin seit Garlands grosser Fan der Band. Durfte sie einmal im Ratingen Hof (1984) Live erleben und habe Elisabeth Fraser noch mal in Barcelona mit Massive Attack auf dem Summercase Festival (2006) erleben dürfen. Was mich besonders geflasht hat, da ich sie dort nicht erwartet hatte. Wünsche allen Hörerinnen und Hörern viel Spass.
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Playlist

1.  Cocteau Twins / Wax And Wane
Garlands / 4AD
2.  Cocteau Twins / Shallow Then Halo
Garlands / 4AD
3.  Cocteau Twins / Feathers-Oar-Blades
Lullabies / 4AD
4.  Cocteau Twins / Five Ten Fiftyfold
Head Over Heels / 4AD
5.  Cocteau Twins / Sugar Hiccup
Head Over Heels / 4AD
6.  Cocteau Twins / Hitherto
Sunburst And Snowblind / 4AD
7.  This Mortal Coil / Song To The Siren
It'll End In Tears / 4AD
8.  Cocteau Twins / The Spangle Maker
The Spangle Maker / 4AD
9.  Cocteau Twins / Pearly-Dewdrops' Drops
The Spangle Maker / 4AD
10.  Cocteau Twins / Lorelei
Treasure / 4AD
11.  Cocteau Twins / Persephone
Treasure / 4AD