Album der Woche: Leftfield – „Alternative Light Source“

Leftfield - Alternative Light SourceVÖ: 5. Juni 2015
Web: leftfieldmusic.com
Label: Infectious
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Leftfield: „Alternative Light Source“ – unser Album der Woche.

In den frühen 90er-Jahren nahm elektronische Musik an vielen Orten aufregende, innovative Formen an, England nahm dabei eine besondere Rolle ein. In Manchester wurde Tag und Nacht zu Acid House geravet, in Bristol nahm Trip Hop eklektische Formen an und in London trafen Neil Barnes und Paul Daley aufeinander. Ihre Mixtur aus Techno, Dub-Sounds und Breakbeats wurde Progressive House getauft. Ihr Debüt „Leftism“ wurde 1995 sowohl im Mainstream als auch im Party-Untergrund ein Riesenerfolg. Dem stand der Zweitling „Rhythm and Stealth“ 1999 in Nichts nach.

Jetzt gibt es nach 16 Jahren Album Nummer drei, aufgenommen und produziert hat das Neil Barnes ohne Paul Daley. „Alternative Light Source“ hat, wie der Titel schon verspricht, mit Tageslicht wenig am Hut. Die zehn Tracks bahnen sich den Weg ins Ohr heraus aus dem Dunkeln. Manchmal klopfen sie einen beharrlich auf die Tanzfläche, so wie „Universal Everything“ mit seinen treibenden Synths, akzentuiert von metallenem Knistern, Sirenen und fernen Stimmfetzen. Manchmal hypnotisieren sie mit broken Beats und sich ins Endlose schraubenden Melodien – beispielsweise „Storms End“ und das gespenstisch runtergepitchte „Alternative Light Source“.

Wie schon Mitte der 90er, als Johnny Rotten zu Leftfield ins Studio kam, erhält „Alternative Light Source“ durch Gastauftritte persönliche Kanten. Polica-Sängerin Channy Leaneagh gibt den herausfordernden Beat-Konstruktionen von „Bilocation“ und „Little Fish“ einen Hauch von Bedrohlichkeit. Das dubbige „Head And Shoulders“ ist durch den Stream-of-Consciousness-Sprechgesang der Sleaford Mods der ungewöhnlichste Song auf dem Album.

Leftfield bringt mit „Alternative Light Source“ das eigene dekadenweite Wissen über elektronische Tanzmusik in neue Formen, an die Gegenwart geknüpft durch die Gastauftritte von ganz unterschiedlichen Musikerinnen und Musikern, die im Hier und Jetzt ihren Platz haben. Dunkel, bebend, hypnotisch – zehn Tracks zwischen Techno, Ambient und Broken Beats mit ganz starker Sogkraft.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Leftfield“ und seiner/ihrer vollständigen Postanschrift an radio@byte.fm.

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