Neues Buch über Wu-Tang Clans Millionen-Dollar-Album „Once Upon A Time In Shaolin“

Foto vom Wu-Tang Clan (Foto: Warner Music)Mit der Veröffentlichung des Albums „Once Upon A Time In Shaolin“ sorgte der Wu-Tang Clan für viele Schlagzeilen (Foto: Warner Music)

Man erinnert sich: 2015 veröffentlichten die New Yorker HipHop-Legenden Wu-Tang Clan ihr siebtes Album „Once Upon A Time In Shaolin“, ein Jahr nach ihrer Comeback-Platte „A Better Tomorrow“. Der Clou: Nur eine einzige Kopie wurde hergestellt. Sie wurde über ein Auktionshaus an den höchstbietenden Fan verkauft, gerüchteweise für ca. zwei Millionen Dollar, und sollte nicht mit der Öffentlichkeit geteilt werden. Der Haken: Im Dezember 2015 wurde der Käufer vom Magazin Bloomberg Businessweek als Martin Shkreli, Hedgefondsmanager und Chef des einflussreichen Pharma-Unternehmens Turing Pharmaceuticals, identifiziert. Shkreli stand nur wenige Tage später in der Kritik, da seine Firma für einen kontroversen Preis-Anstieg des für die Behandlung von AIDS notwendigen Medikaments Daraprim verantwortlich war.

So weit, so bekannt. Nun erscheint ein neues Buch über die pikante Geschichte des Albums, geschrieben vom Wu-Tang-Clan-Berater Cyrus Bozorgmehr. Es trägt den vielversprechenden Titel „Once Upon A Time In Shaolin: The Untold Story Of Wu-Tang Clan’s Million-Dollar Secret Album, The Devaluation Of Music, And America’s New Public Enemy No. 1“.

Das Buch gewährt einen neuen Einblick in den Entstehungsprozess und die kontroversen Nachwirkungen des Projekts. Bozorgmehr beschreibt die Veröffentlichungsstrategie als „eine Idee, das Album mit der Relevanz eines Gemäldes eines Renaissance-Meisters zu versehen“. Der Plan geriet schon vor der öffentlichen Enthüllung des Käufers ins Wanken: „Es ging mit ein paar beängstigenden Warn-Signalen in der ersten Dezember-Woche los: Martin rief Cilvaringz (Anm. d. Red.: Tarik „Cilvaringz“ Azzougarh, Ko-Produzent des Albums) an und sagte ihm, dass er betrunken vor ein paar Mädchen damit angegeben hätte, das Album zu besitzen.“ Ab dem Moment war allen klar, dass der Besitzer nicht lange anonym bleiben würde. Nach der Enthüllung machte Shkreli aber nicht nur mit seinen Pharma-Skandalen Schlagzeilen: In einem Interview gab er an, Taylor Swift das Album vorspielen zu wollen – aber nur wenn sie sich bei ihm dafür „sexuell bedanken“ würde. „Martin ist mit seiner Idee von öffentlichem Spektakel völlig durchgedreht. Er meldete sich privat bei uns und sagte ‚Ich habe gerade RZA in einem Interview beleidigt. Ist das nicht geil?‘. Und wir antworteten: ‚Nein!‘“

Neben weiteren Details über Shkreli dementiert Bozorgmehr außerdem bizarre Gerüchte: Angeblich war Teil des Kaufvertrags, dass Mitglieder des Wu-Tang Clans (sowie Bill Murray!) die Album-Kopie legal vom Käufer stehlen dürften. Allein wegen dieser Anekdote verspricht „Once Upon A Time In Shaolin: The Untold Story Of Wu-Tang Clan’s Million-Dollar Secret Album, The Devaluation Of Music, And America’s New Public Enemy No. 1“ eine faszinierende Lektüre zu werden.

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