Elbphilharmonie Mixtape: „Reflektor“ mit Max Richter und Yulia Mahr

Foto der Künstler*innen Max Richter und Yulia Mahr, die im Oktober 2021 für drei Tage das Programm der Elbphilharmonie kuratieren

Yulia Mahr und Max Richter kuratieren im Oktober für drei Tage das Programm der Elbphilharmonie

Neo-Klassik, Ambient-Pop-Klassik, Contemporary Minimalism – in diesem Spannungsfeld bewegt sich die Musik von Max Richter. Dem in Deutschland geborenen und Großbritannien aufgewachsenen Musiker sind derartige Zuschreibungen allerdings ziemlich egal. Vielmehr versteht er seine Werke als multidimensional. Ob mit Synthesizer eingespielt oder unterstützt von einem ganzen Orchester – Richters Musik ist in Clubs wie Konzertsälen gleichermaßen zu Hause.

Auf visueller Ebene werden Richters Werke häufig von seiner Ehefrau, der Filmemacherin und bildenden Künstlerin Yulia Mahr, ergänzt. Als kreatives Duo treten die beiden auch Anfang Oktober in Erscheinung. Denn gemeinsam werden Richter und Mahr im Rahmen der Reihe „Reflektor“ drei Tage lang das Programm in der Hamburger Elbphilharmonie kuratieren. Damit beerben sie Künstler*innen wie Bryce Dessner, Laurie Anderson und Nils Frahm, die die Reihe in der Vergangenheit bereits gestaltet haben.

Zwischen Post-Klassik, Jazz und Electronica

Den Auftakt des Festivals bildet in der Nacht vom 6. auf den 7. Oktober die Aufführung von Richters Langzeitkomposition „Sleep“, eine musikalische Auseinandersetzung mit Erkenntnissen von Schlafforschung und Chronobiologie. Diese können Interessierte acht Stunden per Livestream mitverfolgen. Dass Richter und Mahr auch immer den Austausch mit genrefremden Musiker*innen suchen, zeigt sich bei einem Blick auf das weitere Programm. Zu den eingeladenen Künstler*innen zählen unter anderem die US-Electronica- und Footwork-Künstlerin Jlin, Daniel Brandt vom Techno-Projekt Brandt Brauer Frick, die schwedische Pianistin Shida Shahabi und das britische Electronica-Jazz-Ensemble Portico Quartet.

Die Klammer um das Festival setzt die Aufführung des neuesten Werkes von Richter und Mahr: „Voices“ ist eine Komposition basierend auf der Erklärung der Menschenrechte aus dem Dezember 1948. Diese ließ das Künstler*innen-Paar von Hunderten Menschen in über 70 Sprachen einsprechen. Auf die Bühne gebracht wird das Stück unter anderem vom Hamburger Ensemble Resonanz, der Sopranistin Grace Davidson, Max Richter sowie der Schauspielerin Birgit Minichmayr.

Mehr über die neue Ausgabe der Reihe „Reflektor“ erfahrt Ihr am 4. Oktober 2021 von 21 bis 22 Uhr im Elbphilharmonie Mixtape mit Leif Gütschow. Mitglieder im Förderverein „Freunde von ByteFM“ können die Sendung anschließend jederzeit im ByteFM Archiv nachhören.

Bild mit Text: „Ja ich will Radiokultur unterstützen“ / „Freunde von ByteFM“

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