Cairobi – „Cairobi“ (Album der Woche)

Cover des Albums Cairobi von CairobiCairobi – „Cairobi“ (Week Of Wonders)

Veröffentlichung: 27. Januar 2017
Web: cairobi.co.uk
Label: Week Of Wonders

Gut Ding will Weile haben – dieser Spruch mag nicht sehr zeitgemäß sein, aber er trifft auch in unserem schnelllebigen Heute noch manchmal zu. Zum Beispiel bei Cairobi. Die Band hat ihre Wurzeln weder in Kairo noch in Nairobi, aber sie ist per se multikulturell. Aus Mexiko, Italien und Spanien fand sich Cairobi in London zusammen. Zuvor waren sie unter dem Namen Vadoinmessico unterwegs, spielten bei renommierten Festivals wie dem SXSW in Texas oder dem CMJ in New York.

Aus mehreren Gründen, vor allem aus praktischen – „Vadoinmessico“ will man einfach nicht jeden Abend buchstabieren müssen –, wurde am Namen und an der Besetzung gedreht und so wurde Cairobi geboren. Die EP „Distant Fire“ bereitete schon 2014 einen kleinen, psychedelischen Vorgeschmack und zog viele Fans an. Jetzt erscheint mit „Cairobi“ das Debüt der Band um Giorgio Poti. Und darauf fließt viel zusammen.

Tropisch angehauchter Pop geht auf der Platte über in verzerrte, verträumte Klangflächen, die sich wiederum in sonnengetünchte Garage-Rock-Episoden verwandeln. Betörend, wie ein verwunschenes Karussell, drehen sich Gitarre und Synthesizer im Song „Lupo“. Dazu gleitet Giorgio Potis Stimme traumverloren von Echo zu Echo und klingt dabei sehr beschwichtigend.

Cairobi können sich aber auch handfestem Rock hingeben, das zeigen sie zum Beispiel mit „Saint“. So ganz ohne Trip-Atmosphäre kommt dieses Stück aber auch nicht aus, das Arrangement hat etwas von einer spirituellen Messe. Auf eine ganz andere Art hypnotisiert „Zoraide“ – beschwingte Polyrhythmen treffen hier auf 80s-Popgesten. Und den Weltraum berühren Cairobi natürlich auch – klanglich versteht sich: Im Song „Ghosts“ spielen glitzernde, wabernde 70er-Synthesizer die Hauptrolle.

Cairobi verfolgen mit ihrem Debüt gekonnt eine Stimmung: Sie bringen mit ihrem Experimental Pop Entspannung und Abenteuer zusammen und erinnern dabei an Bands wie Animal Collective, The Flaming Lips und Unknown Mortal Orchestra.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Cairobi“ und seiner/ihrer vollständigen Postanschrift an radio@byte.fm.

Unser Album der Woche – mit freundlicher Unterstützung von Raumfeld.

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