Presseschau 02.08.: Where Is The Love?

Am vergangenen Wochenende ereignete sich während eines Konzerts des Funk-Veterans George Clinton eine Schießerei. Der Musiker trat zusammen mit Parliament/Funkadelic im Rahmen des jährlich stattfindenden Festivals „Family Unity In The Park“ in Cleveland im US-amerikanischen Bundesstaat Ohio auf, als ein Schütze aus bislang ungeklärten Gründen in die Menge feuerte. Ein Mensch kam ums Leben. Drei weitere Personen wurden verletzt, berichtet der NME. Festgenommen wurde noch niemand.

Dass Gewalt in der westeuropäischen Gemeinschaft geahndet wird, ist gängige Konvention. Aber auch Liebe scheint strafbar. In Italien steht ein Pärchen vor Gericht, das beim nächtlichen Liebesspiel in seinem Auto in flagranti ertappt wurde. Die beiden Turteltäubchen waren „völlig nackt, einer auf dem anderen“ in ihrem Fahrzeug auf einem Dorfplatz in der norditalienischen Region Biella von der örtlichen Polizei aufgespürt worden, heißt es bei Spiegel Online. Nun droht den beiden „Missetätern“ nicht etwa ein Bußgeld für unsittliches Verhalten, sondern eine Haftstrafe von drei Monaten bis zu drei Jahren. Come Mai? Das zuständige Gericht befand, dass die beiden „zweifellos“ ein strafbares Sexualdelikt begangen hätten. Wie kann man nur so unromantisch sein?

Na ja, aber eine reißt es ja dann doch noch raus für heute. Von wegen: Where is the Love? Miley Cyrus hat sie auf jeden Fall und zwar für die Homosexuellen dieser Welt. Die US- Amerikaner ließ sich auf den Finger ein Tattoo stechen, das als Symbol für die gleichen Rechte von Schwulen und Lesben steht. Laut NME veröffentlichte sie ein Photo davon auf Twitter mit dem Hinweis: „All Love is equal.“

Um die Liebe und das Ende einer Beziehung geht es auch in neuen Songs der kürzlich verstorbenen Sängerin Amy Winehouse, die posthum veröffentlicht werden. Ein Sprecher der Familie von Amy Winehouse bestätigte, dass die Songs, an denen die Sängerin vor ihrem Tod gearbeitet hatte, ihre Beziehung und Trennung von ihrem Ehemann Blake Fielder-Civil reflektierten. Dies schreibt der NME und gibt an, dass eine Platte mit den entsprechenden Songs im nächsten Jahr veröffentlicht werden soll. Die Einnahmen aus den Verkäufen sollen an die „Amy Winehouse Foundation“ gehen. Diese Einrichtung plant der Vater der Sängerin zu gründen, um Menschen mit Suchtproblemen zu helfen.

Wie nun bekannt wurde, haben Jay-Z und Kanye West Großes für das Video des Songs „Otis“ von ihrem gemeinsamen Albums „Watch The Throne“ vor. Kein Geringerer als Spike Jonze soll die Regie führen, wie das Online-Magazin Consequence Of Sound berichtet. Jonze und West hatten schon 2008 bei der Visualisierung des Stückes „Flashing Lights“ zusammengearbeitet.

Erstmal kein neues Video, aber eine Konzerttour der englischen Rockband „Bush“ ist zu erwarten. Im November kommt die Band auf Tour, wie auf www.visions.de nachzulesen ist. Aus der ursprünglichen Bandbesetzung sind der Schlagzeuger Robin Goodridge und natürlich Frontmann Gavin Rossdale übrig geblieben.

„London Calling“ von The Clash. Wer kennt dieser Punk-Klassiker nicht, der textlich ein düsteres Endzeitszenario mit „Zombies of Death“ beschreibt? Ist dieses Stück nun unbedingt dafür geeignet, für die Olympischen Sommerspiele im kommenden Jahr in London zu werben? Diese Frage stellt sich heute die BBC.

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