Everybody Needs Somebody


30 Jahre ist es her, dass zwei Brüder in dunklen Anzügen und Sonnenbrillen in einem 1974er Dodge Monaco der Mount Prospect Police über die Leinwand rasten. Die Rede ist selbstverständlich von den legendären Blues Brothers. Der Film gilt als einer der Kultstreifen der 1980er Jahre. Nicht zuletzt deshalb, weil er Soulgrößen wie Ray Charles oder Aretha Franklin einem neuen Publikum zugänglich machte.

Die Band Blues Brothers wurde von den zwei Schauspielern und Komikern John Belushi (Jake “Joliet” Blues) und Dan Aykroyd (Elwood Blues) gegründet. Belushi und Aykroyd waren beide Mitglieder der Originalbesetzung der amerikanischen NBC-Show “Saturday Night Live”. Als “Blues Brothers” traten sie dort erstmals 1977 in Erscheinung. Sie hatten mit ihrem Konzept so viel Erfolg und Spaß, dass sie auch außerhalb dieser Sendung auftraten und den gleichnamigen Film drehten. Im Film wirkten unter anderem Aretha Franklin, James Brown, Cab Calloway, Ray Charles, John Lee Hooker, Chaka Khan, Carrie Fisher, Frank Oz, Twiggy, Steven Spielberg, Joe Walsh, John Candy und Charles Napier mit. Trotz des Bandnamens bestanden die meisten Songs der Blues Brothers aus Soul- und R&B-Klassikern.

John Belushi behält bis auf eine Szene während des ganzen Films seine Sonnenbrille auf. Sechs Tage vor dem Dreh dieser Szene bekam Belushi von dem Produzenten die Anweisung, weder zu rauchen noch zu trinken noch sonst irgendetwas einzunehmen, damit man ihm im Film seine Drogensucht nicht ansehe. Belushi war langjähriger Drogenkonsument. Zwei Jahre nach dem Film starb er im Alter von 33 Jahren in einem Bungalow des Chateau Marmont Hotels in West Hollywood an einem Speedball, einer Injektion von Kokain und Heroin.

Das könnte Dich auch interessieren:

  • Pinkeln von der Empore: Die Black Lips spielen in Berlin
    Bevor es losgeht, spülen die Black Lips erstmal einen Jägermeister runter. Dann, während des Konzerts, zeigen sie sich ziemlich unbeeindruckt von der tobenden Masse - erstmal. Denn im Verlauf des Abends entwickelt das Konzert eine unkontrollierbare Eigendynamik. Vera Hummel hat das Konzert im Berliner Festsaal Kreuzberg für ByteFM besucht....
  • Julien Baker – „Little Oblivions“ (Rezension)
    Julien Baker schreibt ihre Songs mit der Präzision einer Chirurgin und der Bildsprache einer Schlachterin. Auf „Little Oblivions“ spielt die US-Musikerin zum ersten Mal Post-Rock, der genauso überwältigend klingt wie ihre Texte und ihr Gesang....
  • Presseschau 27.09.: Bleibt sauber!
    Sido räumt auf und London wird sauber. Hygiene und Reinlichkeit sind heute unsere Themen. Daneben gibt es Nachrichten zu Freddy Quinn, Pink Floyd und Sly Stone. ...


Deine Meinung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.