Robbie Robertson (The Band) ist tot

Foto des kanadischen Rock-Musikers Robbie Robertson, der im Alter von 80 Jahren gestorben ist.

Robbie Robertson ist im Alter von 80 Jahren gestorben (Foto: Robbie Robertson auf dem Cover der Compilation „The Best Of Robbie Robertson. The Millennium Collection“, Universal Music)

Der kanadische Musiker Jaime Royal „Robbie“ Robertson, Gitarrist und Singer-Songwriter der Roots-Rock-Formation The Band, ist tot. Wie sein Management bekannt gab, ist er im Alter von 80 Jahren nach langer Krankheit in Los Angeles gestorben.

Robertson stammte aus dem kanadischen Toronto, wo er in einfachen Verhältnissen aufwuchs. Seine Musikkarriere begann mit Auftritten beim Zirkus, bevor er sich Ende der 50er-Jahre der Band Little Caesar And The Consuls anschloss. Sein Weg führte ihn über verschiedene Bands zur Gruppe The Hawks, die nach dem Ausstieg von Ronnie Hawkins unter neuer Führung als Levon And The Hawks weitermachte. Robertson schrieb deren 1965er Debütsingle „Uh Uh Uh“.

Tourband von Bob Dylan

Bob Dylan verpflichtete die Formation als seine Begleitband für Live-Konzerte. Fortan trat man als Bob Dylan And The Band auf. Robertson spielte auf einem Großteil der Aufnahmen von Dylans 1966er Album „Blonde On Blonde“. Auch „The Basement Tapes“ nahm The Band mit Dylan auf.

Als „Music From Big Pink“ erschien dann 1969 das Debütalbum von The Band. Der Song „The Weight“, der ebenfalls aus Robertsons Feder stammte und es in den Soundtrack zum Kultfilm „Easy Rider“ schaffte, bescherte der Gruppe größere Bekanntheit. Robertson schrieb auch andere Hits für die Band, wie „Up On Cripple Creek“ und „The Night They Drove Old Dixie Down“. Das ebenfalls 1969 erschienene zweite Album von The Band erlangte Platin-Status. Die Auflösung der Gruppe erfolgte Mitte der 70er-Jahre aufgrund von Zwist und Suchtproblemen. Das legendäre Abschlusskonzert in San Francisco ist in Martin Scorseses Konzertfilm „The Last Waltz“ (1978) dokumentiert. The Band reformierten sich 1983, allerdings ohne Robertson.

Kollaboration mit Martin Scorsese

Robertson koopertierte im Laufe seiner Karriere auch mit anderen Künstler*innen wie Ringo Starr, Joni Mitchell und Eric Clapton. Er veröffentlichte insgesamt sechs Soloalben und wirkte außerdem an einigen Soundtracks für Filme von Martin Scorsese mit, darunter „Raging Bull“ (1980), „The Wolf Of Wall Street“ (2013), „The Irishman“ (2019) sowie der aktuelle Spielfilm „Killers Of The Flower Moon“ (2023).

„Robbie war zum Zeitpunkt seines Todes von seiner Familie umgeben, darunter seine Frau Janet, seine Ex-Frau Dominique, ihr Partner Nicholas und seine Kinder Alexandra, Sebastian, Delphine und Delphines Partner Kenny. Er hinterlässt außerdem seine Enkelkinder Angelica, Donovan, Dominic, Gabriel und Seraphina“, heißt es von Seiten des Managements. Zahlreiche Musiker*innen und Weggefährt*innen haben ihrer Trauer über den Tod Robertsons zum Ausdruck gebracht.

„Robbie Robertson war einer meiner engsten Freunde, eine Konstante in meinem Leben und meiner Arbeit“, so Scorsese in einem Statement. „Lange bevor wir uns trafen, spielte seine Musik eine zentrale Rolle in meinem Leben – in meinem und dem von Millionen und Abermillionen anderer Menschen auf dieser Welt. Die Musik von The Band und Robbies eigene spätere Solomusik schienen aus dem tiefsten Herzen dieses Kontinents zu kommen, seinen Traditionen, Tragödien und Freuden.“

In der Sendung Kramladen hat sich Volker Rebell anlässlich des 80. Geburtstags von Robertson im vergangenen Juli ausgiebig mit dem Musiker beschäftigt. Mitglieder im Förderverein „Freunde von ByteFM“ können die Sendung hier nachhören.

Bild mit Text: Förderverein „Freunde von ByteFM“

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