Zeitgeister-Podcast #13: Radiohead brechen eine Lanze für den „Creep“

Thom

„But I’m a creep / I’m a weirdo“: Thom Yorke war 1992 das Sprachrohr aller Introvertierten

Wer laut ist und sich was traut, hat’s leichter im Leben – und kommt weiter. So die gängige Vorstellung. Doch wird performative Präsenz nicht auch überschätzt? Dieser Frage geht der Kulturjournalist Ralf Schlüter in der neuen Ausgabe seines Podcasts Zeitgeister nach, in dem stets ein Song oder ein Musikstück den Ausgangspunkt für gesellschaftspolitische Überlegungen bildet. In der neuen Ausgabe untersucht er anhand von Radioheads Song „Creep“, ob in Wahrheit nicht doch den Schüchternen die Zukunft gehört.

Schüchternheit vs. Folgenlosigkeit

Die erste Single von Radiohead wurde 1992 zur Hymne aller Schüchternen und Introvertierten. Scham und Schüchternheit waren aber schon lange davor Gegenstand der Kunst und Literatur, so zum Beispiel in den Werken Franz Kafkas. In ihrem Song „Creep“ bringt die britische Band um Sänger Thom Yorke Schüchternheit und Minderwertigkeitsgefühle auf den Punkt. Der „Creep“ war in diesem Fall eine negative, traurige Figur. Doch heute scheint sich das Blatt zu wenden: Immer häufiger tritt die Schüchternheit positiv hervor. Im Gespräch mit dem Designtheoretiker, Kuratoren und Architekten Friedrich von Borries versucht Ralf Schlüter außerdem, den Begriff der Schüchternheit mit dem der Folgenlosigkeit in Beziehung zu setzen.

Mehr über die neue Ausgabe erfahrt Ihr auch am 19. Oktober 2021 ab 14 Uhr im ByteFM Magazin mit Friederike Herr, die Ralf Schlüter zum Gespräch begrüßt. Zusammen mit der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie ByteFM nimmt Euch Kulturjournalist Ralf Schlüter einmal im Monat mit auf einen Trip in die Musik- und Kulturgeschichte. Hört Euch die 13. Ausgabe von Zeitgeister hier in voller Länge an:

Bild mit Text: „Ja ich will Radiokultur unterstützen“ / „Freunde von ByteFM“

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