04.05.: In Memoriam

Alben aus vergangener Zeit wieder live auf die Bühne zu bringen hat derzeit Hochkonjunktur. Peter Hook spielt z.B. live „Unknown Pleasures“ nach, Deerhoof und Xiu Xiu versuchten das gleiche unlängst beim Donaufestival in Österreich. Es scheint, als hat durch die ganze Schnelllebigkeit in der heutigen Musik die Vergewisserung an alte „Klassiker“ eine neue Bedeutung gewonnen.
Im August wird nun in Hamburg in ähnlicher Form den Beatles erinnert: Weil für sie im August 1960 in Hamburg alles begann, wollen Bandmitglieder von u.a. Nada Surf und Cat Power „original“ die gleiche Setlist am „Original“schauplatz wie damals auf die Bühne bringen. Dies berichtet der Musikexpress.

Noch ein Jubiläum in Hamburg: Im 100. Jahr des Bestehens schafft St. Pauli den Aufstieg in die 1. Liga. Ein einziger Rauschzustand also. Wie sehr der Traditionsverein mit Musik verschmolzen ist, beweist ein Zitat eines Journalisten der Times, gelesen in der heutigen taz: „Wenn eine Reunion-Tour von The Clash möglich wäre“, fände man am Millerntor das geeignete Publikum, und die Zuschauer würden „den gesamten Gesang“ übernehmen. Mehr zum Jubiläum auf St. Pauli heute auch von Klaus Walter im ByteFM Magazin, live aus Bochum ab 15 Uhr, und am Sonntag bei Das Draht ab 13 Uhr.

Die Beziehung zu Fan/Musiker hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Den mysteriösen, unerreichbaren Popstar scheint es in Zeiten des Internets kaum noch zu geben. Eine besondere Verbindung zu seinen Fans (und umgekehrt) hat immer noch Morrissey. Ausgerechnet er hat jetzt den Spieß einmal umgedreht und eine Art Nachruf auf einen kürzlich verstorbenen Hardcore-Fan geschrieben, berichtet das Paste Magazin. Darin nachdenkliche Worte: „Those who travel from concert to concert as Mel did possibly don’t realize the contribution they make. They are as much a part of the night as I am, but I sometimes feel embarrassed because I think they are asking for more than there is“. Veröffentlicht wurde das komplette Statement auf Morrisseys Fanclub-Seite True-To-You.

Pay as much as you can and want: Dem Radiohead-Beispiel von 2007 sind Omar Rodriguez-Lopez und John Frusciante gefolgt. Ihr gemeinsames Output kann man nun auf der Seite von Omar runterladen; Preis frei wählbar, berichtet Visions.

Zum Schluss noch eine unschöne Meldung: Stereophonics-Frontmann Kelly Jones wurde während eines Auftritts von einem Flip Flop ins Gesicht getroffen. Autsch. Das Konzert wurde daraufhin für einige Minuten abgebrochen, berichtet der NME.
Aber, Glück im Unglück: der Vorfall begab sich im warmen Singapur und nicht im z.B. kalten Kanada. Da tragen die Menschen ja eher Boots…

Das könnte Dich auch interessieren:



Deine Meinung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.