Beck hat Geburtstag

Der Genregrenzen negierende Folkrocker wird heute 40 Jahre alt. Größtmögliche Freiheit war schon immer die treibende Kraft im Schaffen des Songwriters Beck Hansen. Er mixt Musikstile wie Folk, Blues, Funk, Metal und HipHop zu seinem eigenen, meist psychedelischen Genre. Umso mehr verwunderte es, als der freiheitssuchende Künstler 2005 seine Mitgliedschaft bei der Sekte Scientology bekannt gab.

Der Song „Loser“ vom Album „Mellow Gold“ von 1994 verhilft Beck zu internationalem Erfolg. Mit den Songzeilen „I’m a loser baby, so why don’t you kill me?” wird der Song zur Erkennungsmelodie der sogenannten „Slacker-Bewegung“. Ursprünglich wurde der Begriff „Slacker“ in den USA für Personen benutzt, die sich dem Wehrdienst entziehen wollten. Später wurde der er dann mit der Generation X und der Grungebewegung in Verbindung gebracht. Beck Selbst war davon weniger begeistert und fühlte sich dieser Bewegung nie zugehörig.
Mit Seinem nächsten Album „Odelay“ und dessen erstem Song „Devil’s Haircut“ etabliert sich Beck als musikalische Größe.

Einige Alben und Grammys später scheint Beck gar nicht mehr aus dem Studio herauszukommen. Er produziert und schreibt alle Songs auf dem neuesten Album von Charlotte Gainsbourg, produziert Songs für diverse Film-Soundttracks und covert non stop ganze Alben in seinem Projekt „Record Club“. Mit diesem gründet Beck 2009 ein Projekt in dem er mit meistens prominenten Gastmusikern in einem einzigen Tag, ohne vorher zu Proben, ein ganzes Album einspielt. In den elf Folgetagen werden dann die Songs mit Video auf seine Webseite geladen. Bisher waren es u.a. „The Velvet Underground & Nico“, „Oar“ von Skip Spence und die „Songs Of Leonard Cohen“.

Mehr zum Thema Beck Hansen erfahrt Ihr heute ab 15 Uhr im ByteFM Magazin mit Dirk Schneider und danach, ab 17 Uhr, ausführlich in der Sondersendung ByteFM Container mit Eva Garthe.

Record Club: Skip Spence „Diana“ from Beck Hansen on Vimeo.

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