The Velvet Underground

The Velvet Underground Bild: The Velvet Underground (1968, Foto: Billy Name)

1964 gründeten Lou Reed, Streling Morrisson, John Cale und Angus MacLise eine Gruppe namens The Velvet Underground. MacLise wurde schnell durch die Schlagzeugerin Maureen Tucker ersetzt. 1967 erschien das von Andy Warhol produzierte Debüt „The Velvet Underground & Nico“ – mit mäßigem kommerziellen Erfolg. Heute wird die US-amerikanische Band als eine der einflussreichsten Rockgruppen der Geschichte gehandelt, vor allem „The Velvet Underground & Nico“ genießt heute Legendenstatus und ist nicht zuletzt wegen des von Warhol gestalteten Covers (Banane) nicht nur bei Sammlern äußert beliebt. Mit ihrem minimalistischen, verzerrten Pop gelten The Velvet Underground als Vorreiter des Punks.



The Velvet Underground im Programm von ByteFM:

The Velvet Underground – „The Velvet Underground“ (Rezension)

(13.03.2019)


The Velvet Underground – „The Velvet Underground“ (MGM)

Hört man die fünf offiziellen Studioalben, die The Velvet Underground in ihrer kurzen Karriere veröffentlichten, in chronologischer Reihenfolge, dann passiert etwas Verrücktes.

„Sister Ray“ beendet „White Light / White Heat“ mit einer Kakofonie aus dissonantem Orgel-Geballer, schmutzigen Lyrics („She‘s busy sucking on his ding-dong“, etc.) und einem konkurrenzlos schmierigen Groove. The Velvet Underground klangen hier radikaler und furchteinflößender als alles, was sie schon auf ihrem legendär unkommerziellen Debüt „The Velvet Underground & Nico“ vorlegten.

Kurz nachdem die Band um Lou Reed die Rock-Musik in dreckigste Tiefen prügelte, hoben sie sie mit dem Nachfolger in himmlische Höhen. Das Album, mit dem The Velvet Underground den Pop entdeckten, wird nun 50 Jahre alt.

Liebeslieder statt SM-Fantasien

1968, wenige Monate nach „White Light / White Heat“, verließ mit John Cale ein wichtiger kreativer Motor die Gruppe.

Als Ersatz wurde Doug Yule rekrutiert, weniger abenteuerlustig, dafür aber technisch versierterer als Cale. Nach den kommerziellen Flops von „The Velvet Underground & Nico“ und „White Light / White Heat“ wünschte sich Reed einen mainstreamtauglicheren Sound.

Reed und Yules eng umschlungener Harmonie-Gesang ist voller empathischer Verzweiflung, verwandelt religiöses Schuldempfinden in Trauer-Musik.

Die Geburtsstunde des Indie-Pop

Ganz konnten The Velvet Underground ihre Liebe zum Experiment nicht ablegen. „The Murder Mistery“ ist eine Stereo-Spielerei, in der jeweils zwei Bandmitglieder im linken und rechten Kanal gleichzeitig entweder Spoken-Word-Poesie oder Gesangsmelodien vortragen.


ByteFM Magazin
Leon Redbone & The Velvet Underground
(26.08.2019 / 15 Uhr)

ByteFM Magazin
The Kinks, Black Midi & The Velvet Underground
(21.06.2019 / 19 Uhr)

Lou Reed - "Transformer"

(10.12.2012)

Jahre andauernde Musikkarriere zurückblicken. Mitte der 60er-Jahre gründete er zusammen mit John Cale The Velvet Underground. Reed war Gitarrist, Sänger und Songschreiber, kommerziell hatte die Band keinen Erfolg, war aber unter Künstlern und Musikern sehr beliebt.

Reed verließ The Velvet Underground Anfang der 70er-Jahre. Heute wird die Band als eine der einflussreichsten Rockgruppen der Geschichte gehandelt, vor allem das Debütalbum "The Velvet Underground & Nico" genießt heute Legendenstatus und ist nicht zuletzt wegen des von Andy Warhol gestalteten Covers (Banane) nicht nur bei Sammlern äußert beliebt.


Wir erinnern an Nico

(16.10.2013)

"Es gibt nichts, was ich bereuen würde", sagt Christa Päffgen alias Nico. Berühmt wurde Nico vor allem durch ihre Aufnahmen mit The Velvet Underground - doch das ist längst nicht die ganze Geschichte der großen blonden Frau mit der tiefen Stimme.

Wie eine Göttin aus Walhalla sei ihnen Nico erschien, erinnert sich Billy Name, Fotograf und Assistent von Andy Warhol. 1967 macht Nico ihre berühmten Aufnahmen mit The Velvet Underground, für das Debütalbum der Band mit dem mittlerweile ikonenhaften Bananen-Cover.

Die Party dauert allerdings nicht lange: Mit Nico und Lou Reed treffen bei The Velvet Underground zwei zu extreme Charaktere aufeinander.

Die Party dauert allerdings nicht lange: Mit Nico und Lou Reed treffen bei The Velvet Underground zwei zu extreme Charaktere aufeinander. Wenig später erscheint "Chelsea Girl", Nicos erstes Soloalbum. Doch auch hier hat sie kaum künstlerischen Einfluss, entsprechend unzufrieden ist sie mit dem Ergebnis.

Ermutigt von Jim Morrison, den sie als "Seelenverwandten" bezeichnet, beginnt Nico, eigene Songs zu schreiben. Gemeinsam mit John Cale, der mittlerweile ebenfalls bei The Velvet Underground ausgestiegen ist, entwickelt Nico auf drei Alben ihr eigenes, düsteres Klanguniversum.

Die Haare dunkel gefärbt, die Kleidung schwarz: Nico ändert ihr Äußeres passend zur Musik – und zu ihrem Leben, das ab Mitte der 70er zunehmend durch die Heroinsucht bestimmt wird.


Zum 85. Geburtstag von Andy Warhol

(06.08.2013)

Das gleiche tat er auch für Diana Ross, John Lennon und Aretha Franklin.

Seinen größten Einfluss sollte Warhol allerdings auf The Velvet Underground ausüben. Als die noch kaum bekannt waren, war Andy Warhol so fasziniert von der Band, dass er Lou Reed und Co. anbot, sie zu managen.

Als die noch kaum bekannt waren, war Andy Warhol so fasziniert von der Band, dass er Lou Reed und Co. anbot, sie zu managen. Allein sein Name sorgte dafür, dass The Velvet Underground schlagartig bekannt wurde. Zudem veranlasste Warhol, dass seine Muse Nico alias Christa Päffgen bei der Band mit einstieg und Teile des Gesangs übernahm.

Zudem veranlasste Warhol, dass seine Muse Nico alias Christa Päffgen bei der Band mit einstieg und Teile des Gesangs übernahm. Andy Warhol produzierte 1967 das Debütalbum der Band "The Velvet Underground & Nico", welches mit dem bekannten Bananen-Cover zu einem Meilenstein der Musikgeschichte wurde.

Aufgrund der kontroversen Songtexte, die Drogenmissbrauch, Prostitution und Sadomasochismus thematisieren, wurde das Album aus den meisten Radiostationen verbannt und erst nach und nach einem breiten Publikum bekannt. "The Velvet Underground & Nico" sollte auch das letzte Album sein, das Andy Warhol für die Band produzierte. Für die Band ist der Künstler ohnehin mehr als ein Produzent gewesen.


Zum 5. Todestag von Lou Reed: Fünf hörenswerte Gastauftritte

(27.10.2018)

Lou Reed (Foto: Arista Records/ Mick Rock (ebayfrontback) CC BY-SA 3.0, from Wikimedia Commons)

Lou Reed war einer der großen Provokateure des Pop. Mit seiner Band The Velvet Underground verwandelte er S&M-Fantasien in repetitive Pop-Meisterwerke. Mit den Thrash-Metal-Machos Metallica zersägte er das Drama „Lulu“ des wegen Majestätsbeleidigung verurteilten deutschen Schriftstellers Frank Wedekind.

Oktober 2013 starb Lou Reed in seiner Heimatstadt New York an Leberversagen. Der Einfluss seiner 20 Soloalben und der vier mit ihm entstandenen The-Velvet-Underground-Platten ist immens. Wir haben seinen fünften Todestag aber zum Anlass genommen, fünf hörenswerte Gastauftritte von Lou Reed zu versammeln.

Tom Tom Club – „Femme Fatale“

1988 wagten Tom Tom Club, die Talking-Heads-Geschwisterband von Bassistin Tina Weymouth und Schlagzeuger Chris Frantz, sich an ein The-Velvet-Underground-Cover. „Femme Fatale“, das im Original von Nico gesungene Herzstück des legendären Debüts „The Velvet Underground & Nico“, wurde sehr oft gecovert, von Big Star über R.E.M. bis Aloe Blacc.


Maureen "Moe" Tucker wird 70

(26.08.2014)

Moe Tucker handelt pragmatisch und minimalistisch, Charaktereigenschaften, die ihr Schlagzeugspiel von da an immer prägen sollten – und damit auch ganz bedeutend den Sound von The Velvet Underground (VU), deren Drummerin Tucker nur wenige Jahre nach ihren Schlafzimmerkonzerten werden sollte.

Als The Velvet Underground nach einem Drummer für ihre Projekt suchen, erinnert sich Sterling Morrison an die Schwester eines College-Freundes, die immer vor sich hingetrommelt hatte.


Blog & Roll: Lachsauge

(18.08.2010)

Das kann sein: Die musikalische Neuheiten-Rubrik Soundcheck, Posts zu Filmen, Streetart oder auch Nachberichte vom Festivalbesuch, Buchkritiken, eine Simpsons-Musikgeschichte, Mode-Anmerkungen oder Besprechung eines Theaterabends zu Nico & The Velvet Underground. Im Musikmix stehen für die Vielfalt des Lachsauges Eckpfeiler wie David Bowie, Scuba, Arcade Fire und Mayer Hawthorne.

Die Lachsauge All-Time Favourites (bitte je 3 Tracks, Alben, Bands/Künstler und - wenn Interesse - Filme und Bücher)
All-Time Favourites sind bei uns meist eine einzige Momentaufnahme. Unter Berücksichtigung dessen:

Tracks:
The Beatles – Eleanor Rigby
The Velvet Underground – All Tommorrow's Parties
Beastie Boys - Sabotage

Alben:
Modest Mouse – Good News For People Who Love Bad News
Thom Yorke – The Eraser
The Smiths – Meat Is Murder

Künstler/Bands:
Kanye West
The Smiths
The Beatles

Vinyl, CD oder MP3 und warum?


Chris Cohen – „Chris Cohen“ (Album der Woche)

(25.03.2019)

Seine Songs bewegen sich zwischen goldig glänzendem 70er-Jahre-Soft-Rock à la The Carpenters, lieblichem Art-Pop in der Tradition der späten The Velvet Underground und dem filigranen Kammer-Folk, den Nick Drake einst auf „Bryter Later“ perfektionierte. Auch wenn er toxische Männlichkeit dekonstruiert („Green Eyes“) oder eine emotional distanzierte Jugend beschreibt („Song They Play“), tut er das mit einem gut gestimmten Swing – und einer großen Menge Empathie.


The Jesus And Mary Chain

(28.06.2017)

In den 80er-Jahren machte sich die Band einen Namen, indem sie den coolen Rock ’n’ Roll von Bands wie The Velvet Underground und The Stooges mit einer Portion 60s-Pop-Lieblichkeit zusammenbrachte und darüber viel, viel Noise legte.


Laurie Anderson wird 70

(04.06.2017)

Orwell", einem Projekt mit Nam June Paik, teilgenommen hatte, etablierte sich Anderson endgültig als gefragte Multimediakünstlerin. 1982 veröffentlichte sie ihr Debütalbum „Big Science“, auf dem sich ihr einziger Hit „O Superman“ befindet. Anfang der 1990er-Jahre begann ihre Beziehung mit Lou Reed, Gründungsmitglied von The Velvet Underground, den sie 2008, mehr als 15 Jahre später, heiratete. 2013 starb Lou Reed an Leberversagen, wenig später auch Andersons Mutter.


Allah-Las - „Calico Review“ (Album der Woche)

(05.09.2016)

Und auch wenn das Tempo mal angezogen wird – wie beim schunkeligen „200 South La Brea“ und „Could Be You“, das wie eine Hommage auf die Rock-’n’-Roll-Hymnen von The Velvet Underground klingt – die Ruhe verlässt die Band nicht. Mit „Calico Review“ spannen einem Allah-Las die metaphorische Hängematte auf, die zum spätsommerlichen Sinnieren einlädt.


Tickets für Moon Duo

(14.07.2013)

Moon Duo

Da hat jemand sehr gut aufgepasst, als es um Suicide, The Velvet Underground und Spiritualized ging: Es dröhnt, es zerrt, es wabert. Stoisch klappert der Drumcomputer, heftig schneiden die Gitarren, psychedelisch orgelt die Orgel.


Tickets für Moon Duo

(28.10.2012)

Flickr | Adam Nowek | (CC BY-NC-ND 2.0)

Da hat jemand sehr gut aufgepasst, als es um Suicide, The Velvet Underground und Spiritualized ging: Es dröhnt, es zerrt, es wabert. Stoisch klappert der Drumcomputer, heftig schneiden die Gitarren, psychedelisch orgelt die Orgel.


Neue Platten: Royal Baths – „Better Luck Next Life”

(17.04.2012)

Zwar wurde die Platte analog auf Tape produziert, trotzdem wirkt die Produktion glatter als beim rauhen Vorgänger. Alles in allem ein durchschnittliches Album, für Fans von The Velvet Underground, Spacemen 3 und The Jesus And Mary Chain ist die Platte allemal eine Hörprobe Wert. Für Royal Baths könnte der Titel „Better Luck Next Life“ der Tipp in eigener Sache sein.


Tickets für Crocodiles

(12.08.2011)

Hauptsache es klänge irgendwie nach einer düsteren Doo-Wop-Band aus den Fünfzigern. Und sowieso, diese Vergleiche mit Echo & The Bunnymen, The Jesus & Mary Chain oder The Velvet Underground können ihnen sowieso gestohlen bleiben (auch wenn sie noch so naheliegen. Und sie liegen wirklich sehr sehr nahe).


The Düsseldorf Düsterboys (Jever Live Kneipenkonzert)

(31.10.2019)

Eine Frage, die für Peter Rubel und Pedro Goncalves Crescenti weniger existentialistisch sein dürfte als für andere. 2018 veröffentlichten die beiden zusammen mit dem Drummer Joel Roters das Debütalbum ihrer Band International Music, das sich mit seinem aus der Zeit gefallenen, zwischen The Velvet Underground und Rio Reiser changierendem Art-Rock einen Platz in so ziemlich jeder relevanten Best-of-Liste sicherte.


Olden Yolk – „Living Theatre“ (Album der Woche)

(13.05.2019)

Happy-Hippie-Blumenkranzflechten & Halbschatten-Folk

Aus der ursprünglichen Nachbarschaft zu Butlers Hauptband Quilt und anderen, eher sonnigen Folk-Rock Bands à la Kevin Morby, Woods, Allah-Las und Konsorten ist ein Faible für Nachtschattengewächse wie The Velvet Underground geworden. „Violent Days“ bietet sich da als Hörbeispiel an: Der Track beginnt zunächst mit wellenartigen Synth-Flächen, wird dann aber durch eine klirrende Gitarre in eine melancholisch-düstere Stimmung getrieben.


Lou Reed – „Xmas In February“

(08.02.2019)

Stattdessen ist es ein Porträt eines gebrochenen Veteranen, der erst in Vietnam seinen Arm und viele seiner Freunde verlor und zu Hause dann von seiner Familie verlassen wurde. Es ist eins der politischsten Stücke des ehemaligen Sängers von The Velvet Underground: „That's the price you pay when you invade“, sprechsingt Reed, nicht etwa über verzerrte, wütende Riffs, sondern über spröde, gezupfte Gitarren.


Der fünfte Todestag von Bo Diddley

(02.06.2013)

Dabei sind die Spuren die er hinterlassen hat eigentlich unüberhörbar.

Bands wie die Stooges, The Velvet Underground, The Who oder The Clash – von Elvis, Buddy Holly, den Beatles und den Rolling Stones ganz zu schweigen – in etlichen Aufnahmen kann man Bo Diddley entdecken.


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