Presseschau 16.08.: Och Kinners, jetzt streitet doch nicht!!

Das ewige Klagenlied der Musikbranche… Während die Indies der britischen Musikindustrie nach dem Brand des Sony-Lagers um ihr Existenz bangen müssen, steuern die weltweiten Majors auf eine Klage-Welle zu. Grund für neue Streitigkeiten zwischen Labels und Künstlern: eine beinahe übersehene Klausel aus den 70ern zum Thema Copyright. Diese macht es möglich, dass Rechte für Songs, die vor 1978 veröffentlicht wurden, von den Künstlern zurückgefordert werden können. Und direkt stehen die ganz Großen der Dekade vor den Türen der Anwälte. So wollen z.B. Bob Dylan, Bruce Springsteen und Bryan Adams Geld sehen. Wer sich noch und warum im Recht oder Unrecht fühlt, kann bei Zeit Online nachgelesen werden.

Ärger hat auch Tommy Iommi, ehemaliger Gitarrist von Black Sabbath. Hatte der noch vor zwei Tagen in der Birmingham Post stolz die Reunion der Altrocker bekannt gegeben, so rudert er einen Tag später beleidigt zurück. Man hätte ihn falsch zitiert, so ist beim NME zu lesen. Auf das Dementi folgte im direkten Anschluss erst die Freundschaftskündigung an den Journalisten und dann eine öffentliche Entschuldigung an die Bandkollegen. Wenn da mal nicht Wogen geglättet werden mussten.

Speaking of „glatte Wogen“: Mit denen müssen auch die Veranstalter des Michael Jackson-Tribute-Concerts kämpfen. Kaum gaben sie bekannt, dass neben Christina Aguilera, Leona Lewis und Alien Ant Farm auch Kiss auftreten werden, ging auf Michaels Facebook-Seite ein wahrer Fluch-Regen los. Man würde nicht nur das Gedenken Michaels lächerlich machen, nein, die Einladung von Kiss würde einem Spucken auf Michaels Grab gleichkommen. Woher nur dieser Groll? Nun, Kiss-Frontman Gene Simmons war sich in einem Interview ziemlich sicher, dass Michael Jackson ein Pädophiler sei. Oha! Harte Worte von einem Freund. Mehr zu den Reaktionen der Fans und Familie weiß der Guardian.

Wahre musikalische Freundschaft haben David Lynch und Yeah Yeah Yeahs-Frontfrau Karen O geschlossen. Die Sängerin unterstützt den Kult-Regisseur auf seinem bevorstehendem Debütalbum ‚Crazy Clown Time‘ gesanglich mit einem Track. Das gemeinsame Stück nennt sich ‚Pinky’s Dream‘. Die komplette Playlist kann beim NME nachgelesen werden.

Und wo wir gerade bei intermedialer Kooperation sind (naja, in abgewandelter Form): Patti Smith arbeitet an einem Drehbuch zu ihrem Bucherfolg ‚Just Kids‘, schreibt der NME. Unterstützung bekommt sie von Drehbuchautor John Logan. Bis der Film allerdings fertig ist dauert es noch ein wenig. Zwischenzeitlich wartet Patti Smith noch mit einer ‚Greatest Hits‘-Auskopplung auf. Motto: Kampf der Langenweile!

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