
Jenny Hirons veröffentlicht ihre erste EP (Foto: Jamie Lee Taete)
Unser heutiger Track des Tages „Being The Cause“ ist die allererste Single der britischen Sängerin und Musikerin Hirons. Geboren wurde Jenny Hirons im syrischen Damaskus, wuchs aber in London auf und studierte dort Grafikdesign. Mittlerweile lebt sie in den USA und betätigt sich in Los Angeles vor allem als visuelle Künstlerin. Nach jahrelangem Herumfriemeln an eigenen Songs veröffentlicht Hirons nun mit „Future Perfect“ eine erste EP. „Future Perfect“ versteht die Künstlerin zugleich als Trennungs-, Arbeitslosigkeits- und Ungewisse-Zukunft-Platte. Auf dieser geht es um kindliche Vorstellungen und kapitalistische Überbauten, um Landstraßenfahrten und das Verschwinden im Äther. Dennoch beharren die Liner-Notes darauf, dass die Stimmung der EP „alles andere als nachdenklich“ sei.
Als Einflüsse nennt Hirons unter anderem den Tango-Akkordeonisten Astor Piazzolla, The Beach Boys, Elliott Smith, Deerhoof und Sergei Rachmaninow. Aber auch David Bowie und Brian Eno gehören ebenso zu ihren Einflüssen wie die japanischen Musiker Ryuichi Sakamoto und Haruomi Hosono. Auf unserem Track des Tages haben die letzteren beiden als Synth-Pop-Pioniere von allen Genannten die hörbarsten Spuren hinterlassen. Zwischen vergnügt quietschenden und blubbernden Synths singt Hirons über ein Leben in einer stumpfsinnigen, profitgetriebenen Welt. Das fühlt sich zwar alles andere als ideal an, aber zum Verzagen bringt sie das auch nicht. „Dieser Song handelt davon, sich aus dem monotonen Arbeitsalltag und den kapitalistischen Systemen zu befreien, die uns von uns selbst trennen“, sagt Hirons. „Es geht darum, den Trott abzuschütteln, zum Spielerischen zurückzukehren und unser Leben selbst in die Hand zu nehmen.“
Die EP „Future Perfect“ von Hirons erscheint am 14. November 2025 auf dem Label Western Vinyl. Der als Vorabsingle veröffentlichte Song „Being The Cause“ daraus ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an: