King Tubbys Dub-Version von „Take Five“

Foto von King Tubby, dessen Version des Jazz-Standards „Take Five“ heute unser Track des Tages ist.

King Tubby

Beachtlichen Widerhall hat der Jazz-Standard „Take Five“ in der Reggae-Welt gefunden. Was aber vielleicht gar nicht so erstaunlich ist. Weil es eigentlich nur wenige Ohrwurm-Hits gibt, derer sich die jamaikanische Musikkultur ab den späten 60ern nicht angenommen hätte. Viel überraschender ist aber, dass die Komposition überhaupt so eingängig ist. Denn das 5/4-Taktmaß ist eigentlich nun so gar kein Hitformat. Was jedoch Joe Morello, der Schlagzeuger des Dave Brubeck Quartet, schon in den späten 50er-Jahren anders gesehen hat. Weshalb er seinen Bandleader so lange bekniet hat, bis dieser den Saxofonisten Paul Desmond damit beauftragte, sich zwei Melodien für den 5/4-Beat des Drummers auszudenken.

Aus diesen Melodien baute Brubeck dann das Arrangement zu „Take Five“. Zu dem Song also, für den Dave Brubeck heute am bekanntesten ist. Das Stück wurde von vielen Musiker*innen adaptiert. Zu den wohl schönsten Versionen gehören ein paar Reggae-Tunes. Auch wenn diese dann doch den Takt aufs 4/4-Maß strecken. Um der Tanzbarkeit willen. Die Interpretation des The-Specials-Posaunisten Rico Rodriguez und „The Russians Are Coming“ von Val Bennett sind erwähnenswerte Reggae-Adaptionen. Und natürlich die Dub-Version von King Tubby, in der das Stück heute unser Track des Tages ist.

Der US-amerikanische Jazz-Pianist und -komponist Dave Brubeck wurde am 6. Dezember 1920 im kalifornischen Concord geboren. Heute wäre sein 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass ist der Song „Take Five“ vom Dave Brubeck Quartet in der Version von King Tubby unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

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