Presseschau 20.05.: Das Leben auf Tour

Seit letzter Woche ist Mobys neues Album „Destroyed“ erhältlich. Zeitgleich mit diesem Album ist auch ein Bildband unter ebenjenem Namen erschienen, der sich um das Thema „Leben auf Tour“ dreht. Moby fungiert dabei als einsamer Betrachter seiner Umwelt. Dem Tourleben, das davon geprägt ist, jeden Tag zahlreichen neuen Menschen zu begegnen, setzt Moby weitestgehend menschenleere Bilder entgegen, die einen starken Kontrast zum hektischen Touralltag darstellen. „Die Musik auf [dem Musikalbum] ‚Destroyed‘ ist die akustische Entsprechung der Arbeit im stillen Dunkel“, ist auf Zeit Online zu lesen, wo in einer Fotostrecke einige der Bilder vorgestellt werden.

Passend dazu findet sich bei The Quietus ein Artikel, in dem es um die beiden Bands Parts & Labor und Teeth Of The Sea geht, die über die Mythen, die Tücken und die Freude des Lebens auf Tour sprechen. Die beiden Bands befinden sich zurzeit in Großbritanien auf einer gemeinsamen Tour.

In unserer gestrigen Presseschau haben wir ja bereits den Todestag von Joy-Division-Sänger Ian Curtis angesprochen. Heute wird auf Spiegel Online ein neuer Bildband über Joy Division behandelt. Die Bilder stammen von Kevin Cummins, der wie die Band aus dem nordenglischen Manchester-Umfeld kommt. Cummins war meist Pleite und in Zeiten der Analogfotografie musste er genau abwägen, wann er den Auslöser drückte, um nicht ständig neue Filme kaufen zu müssen. So entstanden sehr besondere, in schwarz-weiß gehaltene Bilder. Cummins war es darüber hinaus wichtig, keine typischen Rock’n’Roll-Bilder aufzunehmen. Laut Spiegel Online ist ihm das gelungen.

PJ Harvey denkt darüber nach, in Zukunft regelmäßig Bilder, Lyrik und Prosa zu veröffentlichen, Dinge, die sie bereits seit Jahren produziert, bislang aber nicht an die Öffentlichkeit gebracht hat. Bevor Harvey anfing, Musik zu machen, konzentrierte sie sich auf visuelle Kunst, schreibt der Guardian. Das habe sie sich bis heute bewahrt. Mittlerweile verspüre sie das Bedürfnis, mehr zur Kunstwelt beitragen zu wollen und mehr Zeit damit zu verbringen.

Nicht jeder ist ein Fan von iTunes. AC/DC zum Beispiel verweigern sich der Musikvermarktungsplattfom von Apple völlig. Bislang ist kein einziges AC/DC-Lied über iTunes erhältlich. Und das wird laut der australischen Band auch so bleiben. Gitarrist Angus Young sagte, der Band sei es wichtig, traditionelle Varianten des Musikhörens so lange wie möglich am Leben zu halten. AC/DC sei eine Band, die schon immer Alben gemacht hat. Da bei iTunes aber nicht nur komplette Alben, sondern auch einzelne Tracks heruntergeladen werden können, lässt sich die Ideologie AC/DCs wohl nicht mit der Musikplattform iTunes in Einklang bringen.

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