05.04.: And the winner is… Rapidshare


Ein „Haltloser Generalverdacht“ sei der Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen Filehoster Rapidshare, titelt jetzt.de. Eine „bislang anonyme Antragstellerin“ hatte versucht gegen die Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Material durch Rapidshare vorzugehen. Gestern traf das OLG Düsseldorf eine eindeutige Entscheidung. „Der Hoster sei für die Veröffentlichung urheberrechtlich geschützten Materials durch Dritte nicht haftbar zu machen“, zitiert Heise Online die Entscheidung des Gerichts. Den Volltext dazu findet man auf damn-legal.de.

Die Deutsch Amerikanische Freundschaft ist übrigens total out. Die Deutsch Kenianische Freundschaft ist weitaus lebendiger, kreativer und total in! Welches Künstlerkollektiv kann schon ernsthaft von sich behaupten, es könne gut „Toasten, kiffen [und] 50 Cent nachmachen“? Spiegel Online schreibt über eine neugegründete kenianisch-europäische, leider zeitlich begrenzte Wohngemeinschaft, bestehend aus den Gebrüder Teichmann, Modeselektor, Jahcoozi und einigen kenianischen Künstlern, die der Autor an dieser Stelle namentlich außer Acht lassen wollte, sich dann aber fragte, warum sie nicht gleichgewichtet mit den vorherigen genannt werden sollten? Die kenianischen Künstler sind also u.a.: „Mr. Abbas, die HipHopperin Nazizi, die Elektropop-Truppe Just a Band [das erinnert uns an Dan Le Sac vs Scroobius Pip’s „Thou Shalt Always Kill“] und Ukoo Flani, ein Kollektiv, das eine Art HipHop-Akademie in Mombasa betreibt.“ Ukoo Flani sind übrigens auch auf dem aktuellen Jahcoozi Album zu hören.
Und was machen die da eigentlich in Afrika? Die produzieren gemeinsam und finanziert vom Goethe Institut ein Album und haben mit allerlei Problemen zu kämpfen. Man ist ja nicht alle Tage in Nairobi.

Die folgende Kooperation wird garantiert nicht vom Goethe Institut finanziert. Glücklicherweise. Wie Spinner berichtet, sei Gene Simmons zu einer Performance mit Lady Gaga bereit. „I love the vibe, the big mouth and the big visuals“… and the big… hust, hust.

Dicke Beats und Breaks hört man auch auf dem in transzendierenden und geistesabwesenden Zuständen aufgenommenen Album „Cosmogramma“ von Steven Ellison alias Flying Lotus. Am Produktionsprozess beteiligt, war mit großer Wahrscheinlichkeit auch ein Wirkstoff, der in Kennerkreisen „Gras“ bezeichnet wird. Das Fact Magazine hat FlyLo getroffen und ihm direkt ein paar Fragen gestellt. Dabei geht es nicht nur um Gras, sondern auch um Dimethyltryptamine.

Ein weiteres interessantes und leider sehr kurzes Interview führt Clashmusic mit Mark Hamilton von Woodpigeon. Der Titel „German Ancestry And Gay Pirates“ – funny!

Nicht funny ist Selbstmord. Selbstmord (engl. suicide) nennt sich aber auch eine 1971 gegründete Punk-Kapelle von Alan Vega und Martin Rev. Damals war es zumindest noch Punk. Über alles was danach passierte, schreibt The Quietus unter dem Titel „Four Decades Of Suicide, Martin Rev & Alan Vega“.

1998 spielten Suicide eine Peel Session. Sechs Jahre vor dem Tod des Radio-DJs John Peel. Tom Ravenscroft, Sohn von John Peel, der mit bürgerlichen Namen John Robert Parker Ravenscroft hieß, tritt nun in die Fußstapfen seines Vaters. Wie der Guardian berichtet, hostet Ravenscroft eine „three-hour Friday night show“ auf BBC Radio 6. Sollte BBC 6 nicht geschlossen werden?

Und nun die Kurzmeldungen: Clashmusic berichtet über Damon Albarns gescheiterten Versuch Madonna zu einer Kollaboration mit den Gorillaz zu überreden, taz.de besucht Randy Newmans einzigen Deutschlandauftritt in Berlin, der 84-jährige Filmemacher D.A. Pennebaker betreut einen Live-Webcast eines Konzerts von The National, berichtet Pitchfork und Courtney Love hatte doch was mit Bush-Frontmann Gavin Rossdale schreibt der NME.

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