
Sly Stone wurde 82 Jahre alt (Foto: Simon Fernandez, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)
Sly & The Family Stone waren mit ihrer revolutionären Genre-Mischung ab den 1960ern nicht nur führend in der Entwicklung der Funk-Musik. Mit ihrer Besetzung standen sie auch für Gleichberechtigung und die Überwindung gesellschaftlicher Grenzen. Der Kopf der Band, Sly Stone, ist am 9. Juni 2025 im Alter von 82 Jahren gestorben.
Während er in Kalifornien aufwuchs, erlernte Sly Stone bereits als Kind mehrere Instrumente und sang in der Familie Gospels. Als junger Erwachsener hatte er eine eigene Radiosendung in San Francisco und arbeitete daneben als Plattenproduzent. 1966 gründete er schließlich die Band Sly & The Family Stone. Einige der Bandmitglieder stammten aus Sly Stones tatsächlicher Familie, Geschwister und Cousins des Künstlers. Darüber hinaus zeichnete die Band sich aber dadurch aus, dass sie als erster großer Act in den USA Mitglieder verschiedener Geschlechter und Hautfarben hatte. Nach einem nur mäßig erfolgreichen Debüt landeten Sly & The Family Stone mit „Dance To The Music“ 1967 einen ersten Top-Ten-Hit. Bis in die frühen 70er folgten weitere Erfolgsnummern wie „Everyday People“ oder „Family Affair“. Im Laufe des Jahrzehnts begann die Band jedoch, sich aufzulösen. Gründe waren Konflikte zwischen den Mitglieder, Sly Stones Drogenkonsum und wiederholte Konzertausfälle.
Auch wenn Sly Stone danach keine eine Rückkehr zum früheren Erfolg gelang, gilt die Musik seiner Band heute als Grundlage des Funks. Die Art, auf die Sly & The Family Stone Genres wie R&B, Soul, Gospel und Psychedelic Rock mischten, hat unzählige Musiker*innen inspiriert. Dazu gehören Herbie Hancock und Miles Davis in ihren Jazz- und Fusion-Phasen, Prince, Red Hot Chili Peppers mit ihrem Funk-Rock oder Fatboy Slim. Auch als Sampling-Material ist die Musik von Sly & The Family Stone beliebt, und wurde unter anderem von A Tribe Called Quest. LL Cool J und J Dilla verwendet.