School Of Rock Fleetwood Mac 1975–1987
Am 11. Juli 1975 erschien das (nach „Peter Green’s Fleetwood Mac“ von 1968) zweite selbstbetitelte Album der inzwischen britisch-US-amerikanischen Band Fleetwood Mac. Es begann die sogenannte klassische Phase der Gruppe.
Während es harter (Tour- und Promo-)Arbeit bedurfte, das 1975er-Album schließlich auf die Nr. 1 der US-amerikanischen Charts zu bringen, wo es erst über ein Jahr nach Veröffentlichung stand, sollte der Nachfolger zum Rekordhalter werden. Es gibt wenige Alben der Musikgeschichte, die regelmäßiger in den „Beste Alben (bitte auswählen) der 1970er / der Rockgeschichte / aller Zeiten“-Listen auftauchen als „Rumours“, das 1977er Werk von Fleetwood Mac, das zweite im neuen Line-up. Ein Fall, in dem Kritikerlob und Verkaufszahlen dieselbe Sprache sprechen.
Das in der damals noch recht frischen Besetzung aus den englischen Bandgründern Mick Fleetwood und John McVie (deren Werdegang vor 1975 nochmal eher zwei als eine Geschichte für sich wären) sowie Christine McVie und den amerikanischen Neuzugängen Stevie Nicks und Lindsey Buckingham eingespielte Album stand am Ende des Jahrzehnts quasi in jeder Plattensammlung der westlichen Welt. Für die Musikindustrie hatte es dieselbe Art Blockbuster-Bedeutung wie die damals aktuellen Filme „Jaws“ („Der Weiße Hai“) und „Star Wars“ (damals noch nicht „Episode IV – A New Hope“) von den noch jungen Regie-Stars Steven Spielberg und George Lucas für die Filmbranche: ein neues Maß der kommerziellen Dinge.
Aufgrund dieses extremen Erfolgs hatten Fleetwood Mac in den Folgejahren freie Hand in Sachen Produktion und insbesondere Buckingham nutzte dies weidlich aus. Es entstanden Platten und Anekdoten aus der Koks-vernebelten und Learjet-fliegenden Welt der Rockgeschichte, die zu Genüge dokumentiert sind und deren Exzesse heute vermutlich als Benchmarks für Tech-Bro Hochzeiten und ähnliche Ausschweifungen herhalten.
Ohnehin ließe sich natürlich jede Menge Stoff für eine seifenoperartige Darreichung des Bandgeschichte(n) zusammentragen, aber das wäre eher etwas für einen mehrteiligen Podcast (und natürlich gibt es solche längst, eher im Überfluss) oder eine fiktionale Umsetzung à la „Daisy Jones And The Six“, die 2023er Streaming-Serie bzw. deren Buchvorlage von 2019 (die sich grob an der Beziehungskiste Nicks/Buckingham abarbeiten).
In den 60 Minuten der School Of Rock soll es primär um Deep-cuts der Alben „Fleetwood Mac“ (1975), „Rumours“ (1977), „Tusk“ (1979), „Mirage“ (1982) und, wenn dafür Zeit ist, aus „Tango In The Night“ von 1987 gehen, deren offensichtlicher musikalischer Einfluss seit den 2010ern wieder angewachsen ist, nachdem der Mainstream-gewordene Genremix, Look und Feel der Band in den 1990ern zunächst ins demografisch-ästhetische ausgerutscht zu sein schien (zumal Fleetwood Mac seinerzeit vorübergehend ohne Nicks und Buckingham auskommen mussten).
Als Golden Oldies tauchen Fleetwood-Mac-Songs wie „Dreams“ natürlich immer wieder auf, zuletzt z. B. 2020 auf TikTok dank eines chilligen Skating-Videos und sind, ähnlich wie auch die Beatles, Rolling Stones, Bob Dylan und Co., Teil der Popkultur-DNS, die „Rock-Fans“ teilen und an ihre Kinder und Enkel weitergeben.
Sowas hilft dabei, als Boomer-Band zu Streaming-Milliardären zu werden, von immer wieder neuen Generationen von (durchaus auch sehr coolen, progressiven) Künstler*innen als Inspiration genannt zu werden oder eben eine Stunde School-Of-Rock-Sendezeit bei ByteFM zu bekommen.
(Foto: Herbert W. Worthington)
Weitere Ausgaben von School Of Rock
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Playlist
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Fleetwood Mac / Over My Head Fleetwood Mac / Reprise |
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Fleetwood Mac / Rhiannon Fleetwood Mac / Reprise |
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Fleetwood Mac / Gold Dust Woman Rumours / Warner Bros. |
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| 5. |
Fleetwood Mac / Tusk Tusk / Warner Bros. |
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| 6. |
Fleetwood Mac / Brown Eyes (feat. Lindsey and Peter Green) Tusk (Deluxe Edition) / Warner Bros. |
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| 7. |
Fleetwood Mac / That's All For Everyone Tusk / Warner Bros. |
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| 8. |
Fleetwood Mac / Empire State Mirage / Warner Bros. |
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| 9. |
Fleetwood Mac / Gypsy Mirage / Warner Bros. |
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| 10. |
Fleetwood Mac / Only Over You Mirage / Warner Bros. |
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| 11. |
Fleetwood Mac / Little Lies Tango In The Night / Warner Bros. |
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