Presseschau 25.05.: Das Ende einer Legende

Die legendäre amerikanische Talkshow „The Oprah Winfrey Show“ der Moderatorin Oprah Winfrey, oft auch einfach nur „O“ genannt, ist vorbei. Heute wird die letzte Sendung ausgestrahlt, wie unter anderem beim Hamburger Abendblatt zu lesen ist. Winfrey zählt zu den einflussreichsten Menschen Amerikas mit einem geschätzten Vermögen von rund 2,7 Milliarden Dollar, das einen starken Kontrast zu ihrer harten, von bitterer Armut geprägten Kindheit darstellt. Ihre seit 1984 laufende Sendung war eine Erfolgsmarke in 144 Ländern weltweit. Das wird nicht zuletzt an ihrem einzigartigen Stil gelegen haben: Winfreys Shows waren von hoher Emotionalität geprägt, wobei einerseits die Gäste oft seelisch „auseinandergenommen“ wurden, wenn beispielsweise Michael Jackson gefragt wurde, ob er noch Jungfrau sei, andererseits auch sie selbst mitunter in Tränen ausbrach, wenn sie mit erschütternden Schicksalen konfrontiert war.

Es wird ein Film über den Gerichtsprozess, der dem US-amerikanischen Musikproduzenten Phil Spector gemacht wurde, gedreht. In diesem Film soll Al Pacino die Person Spectors verkörpern, wie beim NME zu lesen ist. Daneben wird die amerikanische Sängerin, Schauspielerin und Komikerin Bette Midler in die Rolle von Linda Baden schlüpfen, die Spector im ersten Prozess verteidigt hat. Der Film wird sein Augenmerk auf die Beziehung zwischen Baden und Spector richten. Dem Produzenten wird zur Last gelegt, im Jahr 2003 die Schauspielerin Lana Clarkson umgebracht zu haben. Das erste Verfahren wurde 2007 als ergebnislos erklärt. Im Mai 2009 bekam Spector nach einem zweiten Anlauf eine 19-jährige Haftstrafe.

Der NME liefert außerdem die Nachricht, dass Paul McCartney behauptet, die Rolling Stones seien neidisch auf das gesangliche Können der Beatles. McCartney sagte, er habe vor ein paar Jahren mit Keith Richards gesprochen, der zu ihm meinte, die Beatles könnten sich glücklich schätzen, vier Hauptsänger zu haben, wohingegen die Rolling Stones nur einen richtigen Sänger hätten. Außerdem gab McCartney an, dass Richards die Beatles immer als „vierköpfiges Monster“ bezeichnet hätte.

Und wir bleiben bei den Beatles. Liam Gallagher plant nämlich einen abendfüllenden Film über die Band zu drehen, wofür er extra eine Filmproduktionsfirma – In 1 Productions – gegründet hat. Grundlage des Films soll das Buch „The Longest Cocktail Party: An Insider’s Diary Of The Beatles, Their Million Dollar Apple Empire And Its Wild Rise And Fall“ von Richard DiLello sein, eine Darstellung des Lebens mit den Beatles in den Jahren 1968 bis 1970. Gallagher wünscht sich, dass Johnny Depp in dem Film die Rolle von Derek Taylor, dem Agenten der Beatles, übernimmt.

Das Album „Own Your Ghost“ von 13 & God war erst kürzlich unser Album der Woche. Tim Gorbauch hat für die Frankfurter Rundschau das Konzert im Frankfurter Club Das Bett besucht. Bereits bei der Gründung der Supergroup 13 & God sei die Frage im Raum gestanden, so Gorbauch, wo denn die Schnittmenge der amerikanischen HipHop-Band Themselves und der deutschen Indiepop-Band The Notwist sei. Markus Acher, der Sänger von The Notwist, führte das, so banal das klingen mag, auf die gemeinsame Liebe zur Musik zurück. Diese Liebe sei laut Gorbauch auch im Bett zu hören gewesen – im grandiosen Sound einerseits, in den Songs andererseits.

Die ominöse Quelle Vip-Chicks.de bringt in einem Artikel etwas unzusammenhängend sowohl Sofia Coppola als auch Lady Gaga unter: Coppola wird im Sommer ihren langjährigen Partner Thomas Mars, Sänger der Band Phoenix, heiraten. Lady Gaga hingegen spricht darüber, wie sie die Kritiken zu ihrer Anfang des Jahres erschienenen Single „Born This Way“ wahrgenommen hat. Außerdem möchte Lady Gaga mit ihrer Musik erreichen, dass Nerds sich wie Gewinner fühlen, weil sie in ihrer Schulzeit selbst gemobbt wurde. Na dann mal viel Erfolg!

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