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School Of Rock 35 Jahre Heaven 17s „Penthouse And Pavement“

ByteFM: School Of Rock vom 25.09.2016

Ausgabe vom 25.09.2016: 35 Jahre Heaven 17s „Penthouse And Pavement“

Im September 1981 erschien das Debut-Album von Heaven 17, „Penthouse And Pavement“. Das Album überführte seinerzeit den von dystopischen Industrial Klängen und frühem Synthpop geprägten Sheffield-Sound der späten 1970er und frühen 1980er ins neoliberale Yuppie-Zeitalter der Thatcher und Reagan Jahre, eine Art stilistische Gentrifizierung.

Das mit politischen Texten und ironischer Gestaltung versehene Werk läutet die Phase des New Pop ein (wie es der britsche Journalist Paul Morley getauft hat). Den Post-Post-Punk Sound des vermeintlich harmlosen puren Vergnügens, das man zwischen 1981 und ca. 1984 mit Musik haben konnte, die in einem Hipster-Spektrum zwischen den aus Heaven 17s Sheffielder Umfeld stammenden ABC und dem ZTT Records stattfand, dem Label, auf dem Paul Morley mit Produzent Trevor Horn und der Band Frankie Goes To Hollywood die endgültige Chart-Subversion betrieb (eine dem Alphabet geschuldete Klammer, die auch Acts wie Scritti Politti, Orange Juice, Haircut 100 halt den ganzen „Sommer des Pop 1982“ Jahrgang usw.) umschliesst.

Das unscharf betriebene künstlerische Programm, den Mainstream durch Affirmation zu unterwandern, erstickte schließlich am eigenen Erfolg und verpasste dem Euro-Trash der späteren 1980er ästhetische Vorbilder, die durch ihre zahlosen zahnlosen Kopien heute oft entwertet wirken. Doch bevor generische Digital-Synthesizer-Presets, Drum-Samples und Gate-Effekte den immergleichen Klang der Plastik-80er in sein Format-Radio taugliches Sound-Design gossen, entwickelten Martyn Ware, Ian Craig Marsh und Glenn Gregory als Heaven 17 auf ihrem Debut einen seltsamen Hybrid aus verkopft-experimentellem Synth-Pop und dem amerikansichen Disco-Funk entliehener Körperlichkeit, aus Oberstübchen-Smartness und Gossen-Spass.

In der School Of Rock geht es um den Weg dorthin mit Tracks von The Future, The Human League, The Men, der British Electronic Foundation (B.E.F) und anderer "Musik von Qualität und Distinktion“.

Kommentare

ChristianTjaben vor 4 Jahren
Oh je, da habe ich in meinem Skript leider fast die ganze Zeit einen Namensdreher beim musikalischen Partner von Martyn Ware gehabt: Der Mann heißt natürlich Ian Craig Marsh und nicht Richards. Bitte um Entschuldigung!
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Kommentare

ChristianTjaben vor 4 Jahren
Oh je, da habe ich in meinem Skript leider fast die ganze Zeit einen Namensdreher beim musikalischen Partner von Martyn Ware gehabt: Der Mann heißt natürlich Ian Craig Marsh und nicht Richards. Bitte um Entschuldigung!
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Playlist

1.  Heaven 17 / Let’s All Make A Bomb
Penthouse And Pavement / Virgin
2.  David Bowie / Art Decade
Low / Parlophone
3.  The Future / Pulse Lovers
The Golden (Half) Hour Of The Future / Black Melody Limited
4.  The Human League / Being Boiled
Reproduction / Virgin
5.  The Human League / Empire State Human
Reproduction / Virgin
6.  The Human League / Only After Dark
Travelogue / Virgin
7.  British Electronic Foundation (B.E.F.) / B.E.F. Ident
Music For Stowaways / Virgin
8.  British Electronic Foundation (B.E.F.) / Uptown Apocalypse (Alternate Version)
Penthouse And Pavement (Special Edition) / Virgin
9.  Heaven 17 / (We Don’t Need This) Fascist Groove Thang
Penthouse And Pavement / Virgin
10.  Heaven 17 / Penthoue And Pavement
Penthouse And Pavement / Virgin
11.  Heaven 17 / Geisha Boys And Temple Girls
Penthouse And Pavement / Virgin
12.  Heaven 17 / We’re Going To Live For A Very Long Time
Penthouse And Pavement / Virgin
13.  Heaven 17 / I’m Your Money
Penthouse And Pavement (Special Edition) / Virgin