Fats Domino: Pionier des Rock ’n‘ Roll stirbt mit 89 Jahren

Foto von Fats DominoFats Domino, von Elvis Presley einmal als „der wahre König des Rock ’n‘ Roll“ bezeichnet, ist im Alter von 89 Jahren gestorben.

Fats Domino, US-amerikanische Sänger, Pianist und Wegbereiter des Rock ’n’ Roll ist am 24. Oktober 2017 im Alter von 89 Jahren gestorben.

Als jüngstes von acht Geschwistern kam Antoine Dominique Domino Jr., so sein bürgerlicher Name, am 26. Februar 1928 in New Orleans, Louisiana zur Welt. In eine Familie mit französisch-kreolischen Hintergrund geboren, lernte er das Klavierspielen von seinem Schwager, dem Jazzmusiker Harrison Verrett. Seinen Spitznamen hat Fats Domino Billy Diamond, seinem ersten Bandleader, zu verdanken – in Anlehnung an die berühmten Pianisten Fats Waller und Fats Pichon. Und natürlich Dominos Körperumfang.

Fats Domino gelang in den 50er-Jahren der Aufstieg zum erfolgreichsten schwarzen Rock-’n’-Roll-Star. Mit seinem zurückgelehnten Boogie-Woogie-Klavierstil und den warmen und unbeschwerten Gesangsmelodien landete er von Mitte der 50er bis in die frühen 60er elf Mal in den US-amerikanischen Top Ten. Unter anderem mit „Ain’t That A Shame“, „Walking To New Orleans“ und „Blueberry Hill“. Er hatte 35 Platten in den US-amerikanischen Billboard Top 40 und fünf seiner vor 1955 verkauften Scheiben wurden über eine Millionen Mal verkauft und erreichten damit Gold-Status.

Seine Plattenverkäufe wurden zwischen Mitte der 50er und Anfang der 60er nur von Elvis Presley, dem deklarierten „King of Rock ’n’ Roll“ übertroffen. Dieser bezeichnete Fats Domino auf dem ersten seiner 837 ausverkauften Las-Vegas-Shows im Jahr 1969 jedoch als „den wahren König des Rock ’n’ Roll“ und bescheinigte ihm damit, enormen Einfluss auf seine Karriere gehabt zu haben.

Neben Presley berufen sich unter anderem auch The Beatles auf den korpulenten Mann aus New Orleans, der mit seiner ersten selbstironisch betitelten Single „The Fat Man“ 1949 quasi Rock ’n’ Roll aus der Taufe hob. Die Beatles emulierten seinen Klavierstil 1968 auf dem Song „Lady Madonna“ und Fats Domino fühlte sich so geehrt, dass er den Song fortan in sein Repertoire aufnahm.

Fats Domino war einer der ersten Künstler des Rhythm & Blues, der auch bei einem weißem Publikum beliebt war. Dominos Biograf war sich sicher, dass sessen Platten und Konzerte in einem Jahrzehnt, das noch von Rassentrennung geprägt war, schwarze und weiße Jugendlichen zusammenbrachte und so einen Grundstein für den Umsturz des ungleichen Systems legte. 1986 gehörte Fats Domino zu den ersten Musikern, die in die Rock ’n’ Roll Hall of Fame aufgenommen wurden.

Anders als Chuck Berry und Little Richard war Fats Domino nie einer der herausstechendsten, innovativsten oder polarisierendsten Musiker des frühen Rock ’n’ Roll. Dafür aber einer der prägendsten und beständigsten.

Auch im Programm von ByteFM erinnern wir an den Pionier des Rock ’n‘ Roll. So zum Beispiel am 25. Oktober im ByteFM Magazin um 15 und 19 Uhr.

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