Mdou Moctar

Mdou Moctar Der Wüstenblues-Gitarrist Mdou Moctar mit seiner Band (Foto: WH Moustapha)

Mdou Moctar ist ein Sänger, Songwriter und Musiker aus Agadez, Niger. Sein Debütalbum „Anar“ ist im Jahr 2008 erschienen.

Mdou Moctar verarbeitet Einflüsse aus nord- und westafrikanischer Musik – insbesondere aus dem auch als „Wüstenblues“ bekannten Assouf – zu atmosphärischen, psychedelischen Klangwelten. Seine gitarrenlastigen Songs handeln sowohl von gesellschaftlich relevanten Themen, etwa von Imperialismus und Frauenrechten, als auch von individuelleren Belangen wie der romantischen Liebe. Gesungen wird dabei auf Tamashek, einer Sprache der Volksgruppe der Tuareg, der auch Moctar angehört. Geboren wurde der Musiker Mitte der 80er als Mahamadou Souleymane in einem Dorf im Westen Nigers. Als er im Kindesalter mit dem Wüstenblues in Berührung kam, wollte er sofort selbst Gitarre spielen. Weil Musik in seiner streng gläubig muslimischen Familie jedoch als sündhaft galt, musste er sich seine erste Gitarre aus einem Stück Holz und alten Fahrradteilen selbst bauen. Sein erstes Album „Anar“ (2008) war ein inoffizielles Release. Durch die in Niger und den umliegenden Ländern verbreitete Praxis, Musik mithilfe von Handy-Speicherkarten auszutauschen, brachten es die Songs darauf zu regionaler Bekanntheit. Einige Jahre später gelangte eine mit Moctars Liedern bespielte Speicherkarte in die Hände von Sahel Sounds, einer US-amerikanischen Indie-Plattenfirma, die sich auf Musik aus der südlichen Sahara spezialisiert hat. Sahel Sounds veröffentlichte „Anar“ im Jahr 2014 neu und darüber hinaus weitere Alben von Moctar, etwa „Sousoume Tamachek“ (2017) und „Ilana: The Creator“ (2019).

Mdou Moctar hat seither mehrere internationale Touren absolviert, unter anderem als Supportact der  New Yorker Indie-Rock-Band Parquet Courts. Im Jahr 2021 veröffentlichte der Künstler seine kritisch gepriesene LP „Afrique Victime“ über Matador Records.



Mdou Moctar im Programm von ByteFM:

Neuaufnahme mit traditionellen Akustikinstrumenten: „Takoba (Injustice Version)“ von Mdou Moctar

Von ByteFM Redaktion
(19.12.2024)
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Neuaufnahme mit traditionellen Akustikinstrumenten: „Takoba (Injustice Version)“ von Mdou Moctar
Ein Album, zwei Versionen: Mdou Moctar veröffentlichen im Februar eine Neuaufnahme von „Funeral For Justice“ (Foto: WH Moustapha) Ursprünglich ist der Song „Takoba“ von Mdou Moctar schon im Frühjahr 2024 auf dem Album „Funeral For Justice“ erschienen. Das Album überraschte einige Kritiker*innen, weil im Vergleich zu früheren Releases der Band deutlich mehr Punk- und Rocksounds zu hören waren. Zuvor waren Mdou Moctar eher als Vertreter von Desert-Blues oder Tuareg-Blues bekannt. Letzteres ist an das Volk der Tuareg angelehnt, das verteilt über verschiedene nord- und westafrikanische Länder lebt und dem Bandgründer und Namensgeber der Formation Mdou Moctar selbst angehört. Die neuen Einflüsse auf dem Album „Funeral For Justice“ bedeuten nicht, dass Mdou Moctar sich von der Musik der Vergangenheit abwenden. Das bekräftigt das Quartett mit einem Albumnachfolger, der für den 28. Februar 2025 angekündigt ist. Mit diesem Album namens „Tears Of Injustice“ erscheint weniger als ein Jahr später eine Neuaufnahme von „Funeral For Justice“, in der traditionelle Akustikinstrumente an die Stelle von E-Gitarren und Schlagzeug treten. Das gilt auch für die neue „Injustice Version“ von „Takoba“, die Mdou Moctar als Vorabsingle ausgekoppelt haben. Das Musikvideo und der Songtext – der auf Tamascheq geschrieben, aber auch in englischer Übersetzung verfügbar ist – zeichnen ein Bild von einem Trip durch die Wüste. Die Stimmung dabei ist gleichzeitig kämpferisch, rastlos und erschöpft. Es ist ein Ausdruck der Ungerechtigkeit aus dem Albumtitel, zu der Mdou Moctar insbesondere Kolonialismus, Ausbeutung und politische Instabilität zählen.

„Funeral For Justice“: Albumankündigung von Mdou Moctar

Von ByteFM Redaktion
(29.02.2024)
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„Funeral For Justice“: Albumankündigung von Mdou Moctar
Spielen auf ihrem neuen Longplayer „Funeral For Justice“ mit mehr Dringlichkeit und Aggression: Mdou Moctar (Foto: Ebru Yildiz) Mdou Moctar haben mit der Single „Funeral For Justice“ ein gleichnamige neues Album angekündigt. Es wird der Nachfolger von „Afrique Victime“ (2021). In der Zwischenzeit hat das Quartett um den gleichnamigen nigrischen Künstler die EPs „Niger Vol. 1“ und „Niger Vol. 2“ herausgebracht. Auf ihrer neuen Platte geht es wie auch auf ihren früheren Veröffentlichungen um politische Themen – welche allerdings mit einer besonderen Dringlichkeit eingeflossen sind. // Mdou Moctar – „Funeral For Justice“ (Matador)

„Afrique Victime: The Documentary“: Album-Doku von Mdou Moctar

Von ByteFM Redaktion
(17.09.2021)
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„Afrique Victime: The Documentary“: Album-Doku von Mdou Moctar
Mdou Moctar bei einem Live-Auftritt (Filmstill aus „Afrique Victime: The Documentary“) Der nigrische Gitarrist und Singer-Songwriter Mdou Moctar hat mit „Afrique Victime: The Documentary“ eine Dokumentation über die Aufnahmen zu seinem aktuellen Album „Afrique Victime“ herausgebracht. Der etwa zehnminütige Kurzfilm zeigt Moctar und die Band bei der Arbeit an der Platte in der nigrischen Hauptstadt Niamey. // Außerdem zu sehen sind einige Live-Auftritte der Tuareg-Blues-Band. Im Frühjahr 2022 kommt Mdou Moctar dann auch für einige Shows nach Deutschland, präsentiert von ByteFM:

Kämpferischer Tuareg-Rock: „Aitma“ von Bombino

Von ByteFM Redaktion
(11.07.2023)
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Kämpferischer Tuareg-Rock: „Aitma“ von Bombino
Mit der Single „Aitma“ kündigt der nigrische Sänger und Gitarrist Bombino sein neues Album an. Zuletzt veröffentlichte der Tuareg-Rock-Künstler im Jahr 2018 seinen Grammy-nominierten Longplayer „Deran“. Sein virtuoses Lead-Gitarrenspiel brachte ihm damals den Beinamen „The Sultan Of Shred“ ein. Doch auch wenn Omara Moctar alias Bombino mitunter ähnlich viele Töne pro Sekunde wie ein anderer großer Tuareg-Guitarrero, Mdou Moctar, klingt er erheblich weniger brachial als sein Namensvetter. Während Mdou als größten Einfluss Eddie van Halen angibt, inspieren Omaras Songs eher Jimi Hendrix oder Desert-Blues-Legende Ali Farka Touré. So lebt Bombinos Sound vor allem vom lebhaften Groove, den sein Gitarrenspiel befeuert. Anfang der 2010er-Jahre nahm Moctars Karriere auch international an Fahrt auf und führte zu Kooperationen unter anderem mit Dan Auerbach von The Black Keys oder David Longstreth von Dirty Projectors.

Tuareg-Roots: „Sagherat Assani“ von Tinariwen

Von ByteFM Redaktion
(02.02.2026)
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Tuareg-Roots: „Sagherat Assani“ von Tinariwen
„Sagherat Assani“ heißt eine neue Single der Tuareg-Rock-Band Tinariwen. Die Gruppe mit Wurzeln in Mali und Algerien gehört zu den wichtigsten Acts des Tuareg-Rock. Mittlerweile feiern Bands wie Tinariwen, Mdou Moctar oder Imarhan auch internationale Erfolge. Gehören die letzteren beiden einer jüngeren Generation an, leisteten Tinariwen seit 1979 Pionierarbeit im Bereich des Desert Blues. Auch sind Tinariwen weniger eine Band als ein reisendes Kollektiv mit offener Besetzung und mobilem Studio. Auf dem neuen Album „Hoggar“ zollen sie ihren nomadischen Wurzeln mit Akustikgitarren und gemeinschaftlichem Singen Tribut. Unser Track des Tages sei ein traditionelles sudanesisches Lied, erklärt Bandmitglied Abdallah Ag Alhousseyni. 1989 trafen er und Bandgründer Japonais in Al Kufrah an der Grenze zwischen Sudan und Libyen einen Musiker, der dieses Lied spielte. „Wir waren so begeistert davon, dass Japonais es lernte und dann immer wieder spielte, sodass es weiterlebt und Bestand hat. In dieser Version ist Sulafa Elyas zu hören, eine herausragende sudanesische Sängerin und Oud-Spielerin, die heute im Exil in Frankreich lebt.“

10 bis 12

Out In The Country

(19.12.2024 / 10:00 Uhr)
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Mit Musik von Video Age, Blumfeld, Mdou Moctar und vielen mehr. 

Die ByteFM Jahrescharts 2015

Von ByteFM Redaktion
(22.12.2015)
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Die ByteFM Jahrescharts 2015
Mdou Moctar – Akounak Tedalat Taha (Tazoughai Ost)

Die Welt ist eine Scheibe

Freak-Beat, Afro-Rock, Brass-Jazz & Hippie-Hop

(08.06.2021 / 20:00 Uhr)
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Die Welt ist eine Scheibe - Freak-Beat, Afro-Rock, Brass-Jazz & Hippie-Hop
Mit Musik vom allerletzten Album von Afrobeat-Pionier Tony Allen, vom neuen Album von King Gizzard & the Lizard Wizard aus Australien, von BLK JKS aus Südafrika und Mdou Moctar aus dem Niger, Teke:Teke aus Japan und von Sons Of Kemet und DJ Format aus Großbritannien.

ByteFM Mixtape

Abgehört von Spiegel Online KW 21

(26.05.2021 / 23:00 Uhr)
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ByteFM Mixtape - Abgehört von Spiegel Online KW 21
Heute mit neuer Musik von Haiyti, Juliana Hatfield, Olivia Rodrigo, Mdou Moctar und vielen mehr.

ByteFM Magazin

Yuuf zu Gast

(04.12.2025 / 14:00 Uhr)
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ByteFM Magazin - Yuuf zu Gast
Ein praktischer Nebeneffekt des Bandnamens Yuuf ist, dass er nicht nur eingängig klingt, sondern in den meisten Sprachen nahezu gleich ausgesprochen wird. Zwar ist die Musik von Yuuf ohnehin instrumental, aber auch in Klang und Besetzung überwindet das Quartett sprachliche Barrieren und kulturelle Grenzen: Anthony Boatright (England) am Bass, Hugo Cottu (Frankreich) an der Gitarre sowie Andrian Haag (Schweiz) und Oliver Overgaard (Dänemark) an Schlagzeug und Percussion.Ansässig in London veröffentlichten Yuuf Ende Oktober ihre zweite EP „Mt. Sava“ auf dem Ninja-Tune-Sublabel Technicolour – sechs Songs, die zwischen Motown-Einflüssen und westafrikanischen Rhythmen auch Anklänge an Mdou Moctar und Black Sabbath aufgreifen und laut Band selbst die Kulisse üppiger Küsten und bergiger Wüstenlandschaften heraufbeschwören.Yuuf sind im Dezember für vier Konzerte in Deutschland, präsentiert von ByteFM:01.12.25 Berlin – Gretchen 

Urban Landmusik

All I Ever Need Is You

(12.10.2022 / 11:00 Uhr)
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Urban Landmusik - All I Ever Need Is You
Heute mit Mdou Moctar (!), 24-Carat Black, Dottie West & Kenny Rogers, aus deren Album „Classics“ den Titel „All I Ever Need Is You“, John Primer, Willie Nelson und Rory Block ...

Ordnung muss sein

Sprachreise

(30.04.2025 / 19:00 Uhr)
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Wenn der neuseeländische Sänger Marlon Williams auf seinem neuen Album inbrünstig von „Aua Atu Rā“ singt, wird ein großer Teil seiner Zuhörerschaft wohl nicht auf Anhieb bemerken, dass er eigentlich nur „ach, egal“ sagt. Auf „Te Whare Tīwekaweka“ beschäftigt sich Williams mit seinen Wurzeln in der Maori-Kultur. Entsprechend ist das gesamte Album auch auf Maori eingesungen. Für Conor Körber ist es eine willkommene Herausforderung an seine in westlicher Popmusik geschulten Hörgewohnheiten – und der Aufhänger für eine neue Ausgabe Ordnung muss sein. Dieses Mal gibt es nur Songs in Sprachen abseits von westlichen Pop-Gewohnheiten zu hören. So gerät die Sendung zur Sprachreise, in der es neben Maori-Country-Rock japanischen Folk von der Musikerin Ichiko Aoba, aber auch Tuareg-Blues von Mdou Moctar zu hören gibt.

Die Welt ist eine Scheibe

J'Adore le Monde

(11.03.2025 / 21:00 Uhr)
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Die Welt ist eine Scheibe - J'Adore le Monde
Reiselustige Ausgabe mit Musik des aus Perpignan, Frankeich stammenden Duos The Limiñanas, mit New-York-City-Urgestein Jon Spencer, vom in Lissabon lebenden Animal-Collective-Mitglied Panda Bear, von Mdou Moctar aus dem Niger, Los Pirañas aus dem kolumbianischen Bogota und von den Kanadiern The Burning Hell, die es lieben, Prominentengräber in aller Welt zu besuchen. 

Tracks des Tages

Geister in der Badewanne

(21.12.2024 / 17:00 Uhr)
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Tracks des Tages - Geister in der Badewanne
In einer See von Männern badet der Art-Pop-Künstler Baths in einer neuen Single, fragt sich dabei auch manchmal, ob seine Sexualität vielleicht gelegentlich seiner Persönlichkeitsentwicklung im Wege steht. Keine Bäder in Tequila nimmt die südafrikanische Rapperin Moonchild Sanelly, denn der Geist aus der Flasche ertränkt ihre Lebensfreude. Andere Geister suchten 1981 David Sylvian heim, der mit der Single „Ghosts“ seiner Band Japan trotz vermeintlich singleuntauglicher Musik einen unwahrscheinlichen Chart-Hit landete. Ähnliches streben God Colony und Roy mit dem Stück „Loss Is Not Infinite“ an, das neben pointierten Spoken-Word-Lyrics einen unwirklichen Ohrwurm-Refrain hat.Mit der Single „Antidote“ kündigt das Elektro-Dreampop-Duo Optometry sein zweites Album an. Außerdem dabei: die Singer-Songwriterin Flora Hibberd und der Desert-Blues-Musiker Mdou Moctar mit seiner Band.

ByteFM Charts

2021 - Woche 23

(08.06.2021 / 11:00 Uhr)
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Mit dabei unter anderem: Aloa Input, St. Vincent, Sophia Kennedy und Mdou Moctar.


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