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Faces On TV

Faces On TV ist die Band um den belgischen Musiker Jasper Maekelberg. Die Musik kann als Noise-Pop beschrieben werden, dunkel und abenteuerlich. Maekelberg legt bei seinen Songs gerne Wert aufs Detail, so wie in „Run Against the Stream". Da ertönt, sehr wirkungsvoll, ein hölzernes Schrapinstrument und hallt noch geisterhaft nach. Das Album von Faces On TV „Night Funeral“ ist das Resultat von Maekelbergs Kunst als Songwriter, Produzent und Soundmixer.


The Fall

Wenige Gruppen konnten in ihrer Karriere solch einen hohen Mitglieder-Verschleiß vorweisen wie The Fall: 42 Jahre Bandgeschichte, über 60 MusikerInnen. Die einzige Konstante: Mark E. Smith, der ewig mies gelaunte Fels in der Brandung einer der wichtigsten Post-Punk-Bands aller Zeiten. Am 24. Januar 2018 ist er im Alter von 60 Jahren gestorben.


Family*5

Xaõ Seffcheque und Peter Hein gründeten 1981 die Band Family*5 oder auch Family Five. Die deutschsprachige Soul-Punk Band aus Düsseldorf mit ihren energiegeladenen Songs und Texten, die den unverwechselbaren Fehlfarben-Charakter treffen. Family*5 rüsten ihre Musikstücke auf dem Album „Ein richtiges Leben in Flaschen“ mit Sitar und Streichern aus, ohne eine Portion Selbstironie zu verlieren.


Fantastic Negrito

Als Xavier Amin Dphrepaulezz zum ersten Mal „Dirty Mind“ von Prince hörte, war das eine wahre Offenbarung. Der junge Mann aus Oakland, Kalifornien war beeindruckt von der geballten Musikalität, die die Funk-Legende an den Tag legte. Alle Arrangements hatte Prince sich selber ausgedacht, beinah jeden Ton selbst gespielt. Das wollte Dphrepaulezz auch können.

Das Musik-Studium konnte er sich nicht leisten, deswegen schlich er sich einfach heimlich in die Seminare des renommierten Berkley-College. Das halblegale Selbststudium sollte sich auszeichnen: Erst wurde Dphrepaulezz von niemandem anders als Princes altem Manager umworben, 1993 entschied er sich jedoch für Interscope Records. Es sollten noch weitere elf Jahre ins Land ziehen, bis Dphrepaulezz sich für einen finalen Künstlernamen entschied: Fantastic Negrito.

Mittlerweile ist Fantastic Negrito eine Institution für gefühlvollen R&B, der an den richtigen Stellen mit einer Schippe dreckigem Blues-Rock verziert wird. Im Juni 2018 erschien mit „Please Don‘t Be Dead“ sein drittes Album.


Farai

Farai ist ein englisches Grime-/Post-Punk-Duo, das aus der englisch-simbabwischen Rapperin und Sängerin Farai Bukowski-Bouquet und dem Produzenten Basil Anthony Harewood Junior alias Tone besteht. Die erste Veröffentlichung von Farai ist die EP „Kisswell“ aus dem Jahr 2017.

In ihren Texten verarbeitet Farai Bukowski-Bouquet ihr Leben als Kind einer Simbabwerin, die aufgrund politischer Unruhen in ihrem Heimatland mit ihrer zwölfjährigen Tochter nach London zog. Armut und Ausgrenzung bestimmen ihren Alltag und sind somit häufig Gegenstand ihrer offensiven Lyrik. So wird beispielsweise in dem Song „This Is England“ die damalige Premierministerin Großbritanniens direkt adressiert: „Theresa May, do you know how it feel to count days and hours ‘til pay day?” Die dystopischen Gesellschaftsanalysen werden von Grime-beeinflussten, zuweilen aber auch an R&B gemahnenden Beats mit übersteuerten Synthesizern begleitet, über die Bukowski-Bouquet spricht oder rappt.

2018 veröffentlichten Farai mit „Rebirth“ ein Debütalbum auf dem britischen Traditions-HipHop-Label Big Dada. Auf einige Live-Auftritte in Großbritannien folgten im Sommer und im Herbst 2019 die ersten Konzerte in Kontinentaleuropa.


Fat Freddy’s Drop

Fat Freddy’s Drop sind ein seit 2000 existierendes Dub-/Reggae-Septett aus Wellington in Neuseeland. Die Gruppe setzt sich aus Dallas Tamaira (Gesang), Tony Chang (Trompete, weitere Blechblasinstrumente), Chopper Reedz (Saxofon), Jetlag Johnson (Gitarre), Dobie Blaze (Keyboard), DJ Fitchie (Turntables) und Hopepa (Posaune) zusammen. Live wird sie gelegentlich von dem Rapper MC Slave unterstützt.

Die Mitglieder einer losen Jam-Formation gründeten im Jahr 2000 regulär Fat Freddy’s Drop. Auf einige Auftritte in Neuseeland und ein Live-Album im Jahr 2001 folgte 2005 das erste Studioalbum. „Based On A True Story“ lieferte einen Vorgeschmack auf den Sound, der für die Band charakteristisch wurde: Eine bläserlastige Mischung aus Dub, Roots-Reggae, R&B, Soul und Jazz mit dem souligen Gesang Dallas Tamairas. Impovisation ist dabei – sowohl live als auch im Studio – ein wichtiges Ausdrucksmittel Fat Freddy’s Drop. Die Songs entstehen meist im Rahmen von Jam-Sessions über eine Rhythmus-Spur von DJ Fitchie.

Als Vorboten für ihr fünftes Studioalbum veröffentlichten Fat Freddy’s Drop im Juli 2018 die Single „Trickle Down“.


Fat White Family

Fat White Family sind eine 2011 gegründete britische Post-Punk-Band aus London. Die Gruppe besteht aus Lias Kaci Saoudi (Gesang), Saul Adamczewski (Gitarre), Nathan Saoudi (Keyboard), Adam J Harmer (Gitarre), Adam Brennan (Bass), Alex White (Saxophon) und Sam Toms (Schlagzeug). Ihr Debütalbum „Champagne Holocaust“ erschien 2013.

Einige der späteren Mitglieder von Fat White Family lernten sich in einem besetzten Haus in London kennen, in dem sie zu dem Zeitpunkt lebten. Zunächst unter dem Namen Fat Whites gegründet, machten sie sich mit ihrer Mischung aus Punk, Noise, Psychedelic Rock und Country, ihren provokanten Texten und den wilden Bühnenshows, in deren Rahmen sich Lias Saoudi häufig entkleidete, in der Szene schnell einen Namen. Während ihrer ersten US-Tour lernte die Band Sean Lennon kennen, der ihr zweites Album „Songs For Our Mothers“ co-produzierte. Einer breiteren Öffentlichkeit wurden Fat White Family durch die Beteiligung am Soundtrack zu „T2 Trainspotting 2“ bekannt.

Mit „Serfs Up!“ veröffentlichte die Gruppe 2019 ihr drittes Album, dessen Sound insgesamt deutlich poppiger ausfiel als der seiner Vorgänger, auf dem sich die Band jedoch weiterhin mit heiklen, politischen Themen auseinandersetzte. So wird der Song „Tastes Good With The Money“ sarkastisch aus der Perspektive von Reichen erzählt, die die Verbesserung der Atmosphäre loben, seit der Grenfell Tower – ein Hochhaus mit etlichen Sozialwohnungen – 2017 abbrannte.


Father John Misty

Father John Misty heißt eigentlich Joshua Michael Tillman und war einst Schlagzeuger bei Saxon Shore und Fleet Foxes. In seiner Solokarriere hatte er außerdem Gelegenheit mit Beyoncé, Lady Gaga und Kid Cudi zusammenzuarbeiten. Father John Misty lässt den Indie-Rock mit legeren Gitarrenmelodien und samtenem Timbre aufblühen.


Faust

Gemeinsam mit Can und Neu! bilden Faust (auch bekannt als faUST) das einsilbige Triumvirat des Kraut-Rock. Auf Alben wie „Faust“, „Faust So Far“ und „Faust IV“ kombinierte die 1971 in Wümmen gegründete Band 1960er-Jahre Pop mit Musique-Concréte-Experimenten.

Seit dem 2011er Album „Something Dirty“ ist Faust ein Duo aus Gründungsmitglied Werner „Zappi“ Diermaier und Jean-Hervé Péron. Unabhängig von ihm veröffentlichte Co-Gründer Hans Joachim Irmler  2010 ein Album namens „Faust Is Last“.


Fazer

Fazer sind eine deutsches Groove-Musik-Quintett aus München. Die Band veröffentlicht seit dem Jahr 2018; das Album „Nadi“, das im April 2019 erschien, ist die erste Veröffentlichung des Labels Squama.

Fazer bestehen aus den ehemaligen Studienkollegen Martin Brugger (Bassist und Produzent), Matthias Lindermayr (Trompeter), Paul Brändle (Gitarrist), Simon Popp und Sebastian Wolfgruber (Schlagzeuger). In ihrem Projekt verbinden die Münchner vor einem Jazz-Hintergrund Elemente aus traditioneller Musik aus Westafrika und Indien mit Dub-Techno, Afrobeat, Funk und Post-Rock. Raum für elaborierte Rhythmuskonzepte verschaffen Fazer sich sowohl durch die Doppelbesetzung des Schlagzeughockers als auch durch die Abwesenheit von Tasteninstrumenten.

Die Besetzung ermöglicht es der Gruppe, Spannung durch die Zusammenführung von Groove- und Harmonie-Konzepte aus verschiedenen historischen und geographischen Kontexten zu erzeugen, ohne die Songs zu überladen oder die Tanzbarkeit dranzugeben. Das Debüt-Album „Mara“ entstand in drei Sessions in neun Monaten und erschien 2018.


Fazerdaze

Fazerdaze ist der Künstlerinnenname von Amelia Murray, einer Sängerin und Songwriterin aus Wellington, Neuseeland. Ihre selbstbetitelte Debüt-EP veröffentlichte sie im Jahr 2014 selbst. Das Debütalbum „Morningside“ folgte 2017 über Herbert Grönemeyers Label Grönland (Conny Plank, Deutsch Amerikanische Freundschaft, Niels Frevert).

Amelia Murray nimmt ihre Platten größtenteils in ihrem Schlafzimmer auf. Mithilfe von reichlich Hall und einer Reihe an Effektpedalen entsteht der melancholische Dream-Pop-/Shoegaze-Sound, der die Musik von Fazerdaze ausmacht. Die Künstlerin, die ursprünglich lediglich mit einer E-Gitarre musizierte, experimentiert zusätzlich mit Synthesizern und Samples. Ihre internationalen Liveauftritte absolviert Fazerdaze mithilfe einer vierköpfigen Band. Zu ihren musikalischen Vorbildern zählt sie insbesondere Künstler*innen, die benfalls in ihren Schlafzimmern begonnen haben, Musik aufzunehmen, beispielsweise die US-amerikanische Indie-Pop-Künstlerin Frankie Cosmos oder Car Seat Headrest – das ehemalige Soloprojekt des Singer-Songwriters Will Toledo. Zudem ist sie ein großer Fan des hierzulande eher unbekannten Musikers Gareth Thomas von der neuseeländischen Indie-Rock-Band Goodshirt.

Nach der erfolgreichen Veröffentlichung ihres Debütalbums trat Fazerdaze im Vorprogramm einiger namhafter Acts auf, darunter Mac DeMarco und Haim. Ihre Touren führten sie unter anderem durch die USA, Europa und Asien.


Febueder

Febueder sind ein 2010 gegründetes britisches Avantgarde-Duo aus dem südenglischen Ascot, bestehend aus Kieran Godfrey (Gesang, Gitarre, Bass, Keyboard, Kornett, Percussion) und Samuel Keysell (Percussion, Gesang). Ihre Debüt-EP „Soap Carv“ veröffentlichte die Band im Jahr 2013 selbst. 

Febueder wurde von den beiden Schulkameraden Kieran Godfrey und Samuel Keysell gegründet, als die beiden fünfzehn Jahre alt waren. Ihre unkonventionelle Musik zeichnet sich vor allem durch eine große Freude am Experiment aus. Sie paaren avantgardistische Klänge und komplexe Songstrukturen mit Godfreys atmosphärischem Gesang, der wie eine Art Instrument eingesetzt wird; Worte scheinen dabei nebensächlich. Ihre Motivation finden Febueder, nach eigener Aussage, in der Freiheit Musik zu erschaffen und zu performen – ihr Stil soll eine eigene Bedeutung bekommen. Zu ihren musikalischen Vorbildern zählen die beiden Musiker englische Indie-Gruppen wie Foals und Alt-J. Ihre dritte EP „From An Album“ (2017) wurde von Marta Salogni produziert, die zuvor bereits mit renommierten Acts wie Björk, Frank Ocean und The xx zusammengearbeitet hatte. Nach der Veröffentlichung ihrer vierten EP „All A Hoax“ im Jahr 2018 spielten Febueder ein von ByteFM präsentiertes „Jever Live Kiezkonzert“ in Hamburg.

Im Jahr 2020 – zehn Jahre nach ihrer Gründung – veröffentlichten Febueder ihr selbstproduziertes Debütalbum „Tomalin Has Etched In“, für dessen Release sie ebenfalls selbst verantwortlich waren.


Fehler Kuti

Fehler Kuti ist der Künstlername des in München ansässigen deutschen Experimentalmusikers Julian Warner. Sein Debütalbum „Schland Is The Place For Me” ist im Jahr 2019 über Alien Transistor erschienen, ein von Mitgliedern der bayerischen Band The Notwist betriebenes Indie-Label.

Fehler Kuti ist ein politischer Künstler: Auf seinem Debütalbum „Schland Is The Place For Me” beschäftigt er sich unter anderem mit rassistischer Migrationspolitik und persönlichen Rassismuserfahrungen. Dabei lässt der studierte Kulturanthropologe, dessen Schwerpunkte Black Diaspora Studies, Rassismus- und Popkulturforschung sind, auch Erkenntnisse aus der Wissenschaft mit einfließen. Soundtechnisch ist die Musik von Fehler Kuti gleichzeitig experimentell und poppig: Klassische Songstrukturen meidet Fehler Kuti; insgesamt sind seine Songs jedoch melodisch und von einem warmen Klangbild geprägt, bei dem Elektronik-Sounds mit organischen Instrumenten kombiniert werden. Vor seiner Karriere als Fehler Kuti war Julian Warner Teil des Münchner Elektronik-Duos 1115. Er ist zudem als Dramaturg und Kurator tätig.

Im Dezember 2019 hat sich Klaus Walter in einer Ausgabe seiner Sendung Was ist Musik mit Fehler Kuti beschäftigt. Anlässlich des Internationalen Tages des Fehlers war der Song „All My Friends” von Fehler Kuti im August 2020 ByteFM Track des Tages. Im selben Monat war der Künstler zu Gast im ByteFM Magazin.


Fehlfarben

Aus Charley‘s Girls wird Mittagspause wird Fehlfarben. Während eines Aufenthalts in England entdecken einige Mitglieder der Band für sich den Ska, wobei sich ihre vorherigen Musikprojekte in der experimentellen Rock- und Punk-Szene bewegten. Mit „Monarchie und Alltag“ landen sie ein Debütalbum, das zum Klassiker der deutschen Musikgeschichte werden soll. Gründungsmitglieder von Fehlfarben sind die aus Düsseldorf und Wuppertal stammenden Peter Hein, Thomas Schwebel, Michael Kemner, Frank Fenstermacher, Uwe Bauer und Markus Oehlen.


Feist

Leslie Feists Musik wird in Bars und Cafés gerne als Hintergrundmusik benutzt, gleichzeitig steppt sie zusammen mit Chilly Gonzales in fluoreszierende Outfits und lässt sich von Peaches in einem Swimmingpool taufen. Die kanadische Singer-Songwriterin vereint mühelos kommerziellen Erfolg, künstlerischen Anspruch und liebenswerte Schrulligkeit und beweist, dass man sehr wohl erfolgreich und experimentierfreudig sein kann. 1999 veröffentlichte Feist ihr Solodebüt „Monarch“, im April 2017 erschien ihr fünftes Studioalbum „Pleasure“. Neben ihrer Solokarriere ist Feist unter anderem Teil des kanadischen Indie-Rock-Kollektivs Broken Social Scene.


Fela Kuti

Fela Kuti wurde am 15. Oktober 1938 in Abeokuta, Nigeria, geboren. Ende der 1960er-Jahre kombinierte der nigerianische Saxophonist, Keyboarder und Sänger die ghanaische Pop-Spielart Highlife mit Jazz-Elemente – der Afrobeat war geboren. Bis zu seinem Tod am 2. August 1997 veröffentlichte Fela Kuti über zwanzig LPs mit seinen Bands Afrika '70 und Egypt 80.

Kuti war auch als Menschenrechts-Aktivist tätig, was sich auch in seinen regimekritischen Songtexten wiederspiegelte. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Seun Kuti die Band Egypt 80.


The Felice Brothers

The Felice Brothers sind eine 2006 gegründete Folkrock-Band aus New York. Die Gruppe besteht aus den Brüdern Ian (Gesang, Gitarre) und James Felice (Gesang, Keyboard, Orgel, Akkordeon) sowie Jesske Hume (Bass) und Will Lawrence (Schlagzeug). Ihr Debütalbum „Iantown“ veröffentlichten sie im Jahr 2006 selbst.

The Felice Brothers, die damals aus Ian und James sowie ihrem Bruder Simone Felice bestanden, fingen in den Nullerjahren an, ihre Folk- und Country-Songs in New Yorker U-Bahn-Stationen zu performen. Der Durchbruch gelang ihnen mit der Veröffentlichung ihres dritten Albums „Tonight At The Arizona“ im Jahr 2007. The Felice Brothers spielen traditionellen Folk und Country nach dem Vorbild von Genregrößen wie Bob Dylan und Woody Guthrie sowie elektronisch verstärkte Songs mit Southern-Rock-Anleihen. Trotz des klassischen Gewands in dem sie ihre Musik präsentieren, behandeln ihre Lyrics oft tagesaktuelle Themen wie die sozialen Ungleichheits in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem.

Auf ihrem 2019 erschienen Studioalbum „Undress“ übten The Felice Brothers scharfe Kritik an aktuellen politischen Verhältnissen in den USA. So fordern sie im Titelsong PolitikerInnen auf, Klartext zu sprechen: „Republicans and Democrats / Undress."


Felix Kubin

Felix Kubin ist ein deutscher Avantgarde-Musiker, Komponist und Hörspielmacher, der 1969 in Hamburg geboren wurde. Sein Solodebüt „Filmmusik“ erschien 1998 über sein eigenes Label Gagarin Records.

Kubin, der bereits im Kindesalter anfing, mithilfe von Synthesizer, Orgel und Drumcomputer eigene Stücke aufzunehmen, bewegte sich ab den frühen 80er-Jahren im Dunstkreis der Neuen Deutschen Welle. Mit seiner 1987 gegründeten Band Klangkrieg widmete er sich Soundexperimenten, die in den 90er- und frühen Nullerjahren unter Titeln wie „Katzen unter Dielen“ und „Kühlschrank“ veröffentlicht wurden. Gleichzeitig produzierte Kubin Avantgarde-Pop-Musik und gründete 1998 das bis heute bestehende Label Gagarin Records, das sich laut Homepage „Futurist Pop, Anti-Music, Electronic Surgery, Walls Of Waltz, Unnerving Beauty, Sound and Radio Art [und] Preußen-Noise“ verschrieben hat. Als Solokünstler veröffentlicht Felix Kubin Musik, die geprägt ist von Elementen der NDW, zeitgenössischer Klassik und Filmmusik.

Zusammen mit dem polnischen Percussionisten Hubert Zemler bildet Kubin das Duo CEL. Das retrofuturistische Album „CEL (Felix Kubin & Hubert Zemler)“, das eine musikalische Bandbreite von Krautrock bis Klassik abdeckt, erschien 2020 über Bureau B. Der Track „Elektrybałt“ war im Februar 2020 Track des Tages bei ByteFM.

 


Fenster

2010 gründeten die Jonathan Jarzyna und JJ Weihl die Band Fenster. Jarzyna aus Berlin und Weihl aus New York, fanden beide Freude am gemeinsamen Musizieren und begannen so in einem Berliner Proberaum eben dies zu tun. Bei einer ihrer Proben stürzte Weihl ein kaputtes Fenster auf den Kopf, was den zufallsbedingten Bandnamen erklärt. Gemeinsam mit dem Keyboarder Lucas Ufo und dem Schlagzeuger Elias Hock schreiben sie Songs, die einen gleichzeitig mit experimentellen Sounds herausfordern und mit großen Pop-Melodien umarmen.


Festland

Lieber Kritikerliebling als „Everybody’s Darling“, denken sich womöglich Festland, die Musik machen, die sich kaum in eine Schublade packen lässt. Zwischen Stücken mit Accapella-Disco-Einschlag und Songs, die klingen wie eine Mischung aus Neo-Klassik und Bossa Nova schafft es das Trio aus Essen trotzdem, unheimlich dicht und konsistent zu wirken. Was vielleicht auch am charakteristischen, mehrstimmigen Gesang der Musiker liegt.

2016 veröffentlichten Festland ihr drittes Album „Durch die Winde wehn“.
 


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