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Ja, Panik

Die Gruppe Ja, Panik wurde 2005 im Österreichischen Burgenland gegründet. Seitdem veröffentlicht die Band eine eigenwillige Mischung aus Diskurs-Rock, Chanson und Punk, zusammengehalten durch die zwischen englisch und deutsch oszillierenden Texte vom Sänger und Gitarristen Andreas Spechtl. 2014 gab die Band bekannt, dass sie vom Quintett zum Trio geschrumpft seien. „Libertatia“, das fünfte Studioalbum von Ja, Panik, war im Januar 2014 ByteFM Album der Woche.


Jai Paul

Jai Paul (*30. Juni 1988 als Jai Raj Paul) ist ein britischer Pop-Produzent und Songschreiber aus London. Seine von R&B, Post-Dubstep, experimenteller elektronischer Musik und Künstlern wir Prince beeinflussten Produktionen verschafften ihm um 2010 große Aufmerksamkeit und einen Vertrag mit dem Label XL Recordings. Nach einem Leak seines Debüt-Albums 2013 zog sich der Pop-Hoffnungsträger bis 2019 aus dem Musikgeschäft zurück.

Der Sohn indischstämmiger Eltern wuchs in Nordwestlondon auf und erregte mit dem Demo des Songs „BTSTU“ das Interesse von Medien und Labels. XL Recordings erhielt den Zuschlag und veröffentlichte 2010 den Song, der begeistert von der Kritik aufgenommen wurde und in den nationalen Medien unter anderem mit einflussreichen Künstlern wie D'Angelo und dem Produzenten J Dilla verglichen wurde. Nachdem Tracks vom geplanten Debüt illegal ins Internet gestellt worden waren, verschwand Jai Paul frustriert von der Bildfläche; die Kritik hingegen feierte das inoffizielle Album.

2019 erschien das Debüt offiziell als „Leak 04-13 (Bait Ones)“. Jai Paul meldete sich zu dem Anlass musikalisch mit zwei neuen Songs zurück; bei ByteFM war „Do You Love Her Now“ Track des Tages.


Jakuzi

Jakuzi sind eine türkische Synth-Pop-Band aus Istanbul. Die Musik von Sänger Kutay Soyocak und Produzent Taner Yücel spielt mit Elementen aus Musikstilen der frühen 1980er-Jahre wie Dark Wave und Post-Punk, ist aber auch inspiriert durch Krautrock und Popmusik aus der Türkei.

„Fantezi Müzik“, das Debüt-Album des Duos, erschien zunächst 2016 als Kassette auf dem lokalen Label Domuz Records. Im Folgejahr wurde der Langspieler durch eine Wiederveröffentlichung auf dem Berliner Label City Slang einer größeren Öffentlichkeit zugänglich. Ebendort erschien im April 2019 der Nachfolger „Hata Payı“, der thematisch von Akzeptanz handelt. Akzeptanz im Allgemeinen, und im Speziellen mit Bezug auf Herkunft, Sexualität und Gender. Jakuzi verstehen sich als Underground-Band und beschreiben ihre Musik als Avantgardistisch. Die Musiker möchten über ihr Werk die kulturellen Widersprüche ihrer Heimatstadt abbilden und haben mit ihrem eigeninitiativen Versuch, sich in einem konservativen Klima frei auszudrücken, zu einer aktiven lokalen Szene beigetragen.

Die ursprünglich aus der DIY-Szene stammenden Jakuzi wurde von KritikerInnen in internationalen Medien positiv besprochen und spielten in der Folge unter anderem Konzerte mit John Maus.


James Blake

James Blake ist ein Singer-Songwriter, Pianist und Produzent aus London. Seit seiner Durchbruchs-EP „CYMK“ (2010) hat er sich in den letzten Jahren erfolgreich vom Post-Dubstep-Wunderkind zum hochkarätigen Feature-Gast hochgearbeitet, der mittlerweile mit seinem Falsett-Gesang und seinen impressionistischen Piano-Tupfern auf Alben von Beyonce, Kanye West oder Frank Ocean für Indie-Credibility sorgt. 2016 veröffentlichte James Blake überraschend sein drittes Album „The Colour In Anything“.


Jamie Woon

Lange lebte Jamie Woon zwei verschiedene Leben: im einen spielte er sich auf Open Stages mit einer Akustikgitarre die Singer-Songwriterfinger wund – im anderen bastelte er, inspiriert von Burial, an seinem Laptop an elektronischen Beats. Im Jahr 2011 führte die Kollision dieser beiden Leben schließlich zu „Mirrorwriting“, dem hochgelobtem Debütalbum des britischen Künstlers. 2015 folgte mit „Making Time“ die zweite LP von Jamie Woon.


Jamila Woods

Jamila Woods (*6. Oktober 1989 in Chicago) ist eine US-amerikanische Sängerin, Songschreiberin und Dichterin. Im Fokus ihrer Arbeit stehen immer wieder afroamerikanischer Feminismus und Identität. Ihren ersten Gedichtband „The Truth About Dolls“ veröffentlichte Woods 2012. Ihre Gedichte erschienen zudem in mehreren Anthologien; sie war Mitherausgeberin von „The Breakbeat Poets Vol. 2“, einer Sammlung von Werken afroamerikanischer Dichterinnen.

2015 erschien auf dem Album „Surf“ der Track „Sunday Candy“, ihre Zusammenarbeit mit Chance The Rapper. Auf dessen 2016er-Album „Coloring Book“ fand sich mit „Blessings“ ein weiterer gemeinsamer Track der beiden. Im selben Jahr erschien auch Jamila Woods' eigenes Album „Heavn“, das von Kritik und Publikum sehr positiv aufgenommen wurde.

Jamila Woods' Album „Legacy! Legacy!“, das 2019 erschien, ehrt mit jedem Track KünstlerInnen und AktivistInnen – von Miles Davis über Muddy Waters bis zum Sozialkritiker James Baldwin – deren Arbeit Text und Musik widerspiegeln.

 


Jane Weaver

Hinter den strahlenden Songs von Jane Weaver verbergen sich über 25 Jahre Musik-Erfahrung: Ihre Anfänge machte die britische Künstlerin Mitte der 90er-Jahre mit der Britpop-Band Kill Laura in ihrer Wahlheimat Manchester. Ihr darauffolgendes Folktronica-Projekt Misty Dixon deutete schon einen Schritt in Richtung schöne Verworrenheit an. Genau diese kann Weaver seit nunmehr über zehn Jahren als Solo-Künstlerin so richtig ausleben: Ihre Musik gestaltet sich als buntes Geflecht aus verschiedensten Einflüssen und Klangfarben.

„Modern Kosmology“, die achte Solo-Platte von Jane Weaver, war im Mai 2017 Album der Woche bei ByteFM.


Janelle Monáe

Janelle Monáe (*1. Dezember 1985 als Janelle Monáe in Kansas City) ist eine US-amerikanische Künstlerin. Die Sängerin, Komponistin und Tänzerin ist eine der erfolgreichsten Protagonistinnen des zeitgenössischen R&B. Janelle Monáe ist kommerziell vor allem als Album-Künstlerin erfolgreich; ihre Langspieler sind je einem Konzept oder einer Erzählung gewidmet und funktionieren als Gesamtkunstwerke. Die Veröffentlichung von „Dirty Computer“ (2018) wurde begleitet von einem Film, der als Musikvideo auf Albumlänge eine dytopische Science-Fiction-Geschichte erzählt.

Die der Arbeiterklasse entstammende Janelle Monáe zog zunächst nach New York, um Schauspiel und Musik zu studieren, lernte dann in Atlanta Big Boi von der HipHop-Gruppe Outkast kennen, der gemeinsam mit Sean Combs ihre Karriere förderte, was ihr den Raum gab, ihr künstlerisches Konzept zu entwickeln, bevor sie öffentlich in Erscheinung trat.

Seit ihrem Debüt „The ArchAndroid“ (2010) kommuniziert Janelle Monáe mit ästhetischer Kontinuität über transmediale Kunst Statements, die über die Musik hinausweisen; unter anderem zu Geschlechterrollen, Sexualität, Rassismus und gesellschaftspolitischen Themen.


Janet Jackson

Janet Jackson ist eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Musikproduzentin, die 1966 in Gary, Indiana geboren wurde. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum erschien im Jahr 1982. Sie ist das jüngste Mitglied der sogenannten „Jackson Family“, zu der auch ihr Bruder Michael Jackson gehörte.

Während ihre ersten beiden Alben „Janet Jackson“ und „Dream Street“ vornehmlich aus eingängigen Popsongs bestanden, fokussierte sich Jackson ab ihrem dritten Album „Control“ aus dem Jahr 1986 auf einen – von einschlägigen Medien als innovativ gelobten – Sound, der Pop und R&B mit Einflüssen aus Industrial und HipHop kombinierte. Ihr viertes Album „Rythm Nation 1814“ war das meistverkaufte des Jahres 1990 und die dazugehörige Albumtour die erfolgreichste Debüttour aller Zeiten. Ab „Rythm Nation 1814“ begann Jackson, vermehrt soziale Themen wie Rassismus und soziale Ungleichheit zu behandeln, was bis heute eines ihres Markenzeichen ist. Viele MusikerInnen, darunter Beyoncé, Christina Aguilera, Rihanna und Kelly Rowland, zählen Janet Jackson zu ihren wichtigsten Vorbildern. Jackson selbst nennt unter anderem Joni Mitchell, The Ronettes, Stevie Wonder, Prince und Parliament bzw. Funkadelic als musikalische Einflüsse.

Janet Jacksons elftes Studioalbum „Unbreakable“ erschien im Jahr 2015 und erreichte Platz 1 der US-Albumcharts.


Janis Joplin

Janis Joplin (* 19. Januar 1943 in Port Arthur, Texas) war eine US-amerikanische Sängerin der Hippie-Ära. Sie trat beim Woodstock-Festival auf und gilt als Ikone ihrer Zeit. Sie starb 1970.  


Im Alter von 18 Jahren zog Janis Joplin nach Kalifornien, wo sie anhand von Aufnahmen eine Gesangstechnik entwickelte, die sich an Soul-Musik und an Blues-SängerInnen wie Bessie Smith ausrichtete. 1963 zog sie nach San Francisco, wo sie ihre ersten professionellen Aufnahmesessions hatte. Als Teil von der Band Big Brother And The Holding Company erreichte Joplin ihren musikalischen Durchbruch: Mit ihrer für eine weiße Sängerin ungewöhnlichen Blues-Stimme, mitunter aggressiver Intonation und einem exzentrischen Auftreten machte sie sich einen Namen mit Interpretationen von Liedern wie Erma Franklins „Piece Of My Heart“ und dem George-Gershwin-Standard „Summertime“.


Am 4. Oktober 1970 wurde Janis Joplin tot in ihrer Wohnung aufgefunden, mit einer Überdosis Heroin und Alkohol im Blut. Sie wurde nur 27 Jahre alt.


The Japanese House

Obwohl der Name anderes verspricht, macht The Japanese House keine japanische House-Musik. Stattdessen schreibt die 1996 in Buckinghamshire geborene Künstlerin seit ihrem elften Lebensjahr Indie-Pop-Songs. Laut eigener Aussagen klingt die Musik von The Japanese House „wie ein trauriger Welpe, der Beyoncé hört, um sich besser zu fühlen“.


Jay Som

Jay Som ist eine US-amerikanische Lo-Fi-Pop-Sängerin, -musikerin, und -songwriterin aus Los Angeles, die am 25. März 1994 im kalifornischen Walnut Creek als Melina Mae Duterte geboren wurde. Ihr erstes Album „Turn Into“ erschien 2015 auf dem US-Indie-Label Double Denim.

Bereits als Kind hatte Melina Duterte angefangen, Trompete zu spielen und hatte ursprünglich den Plan, am Konservatorium Jazz zu studieren. Nach einem Volkshochschulkurs für Musikproduktion änderte die Künstlerin ihre Pläne, da ihre Prioritäten nun bei Komposition und Heimaufnahmen lagen. Mithilfe des gleichen Wu-Tang-Clan-Namensgenerators, aus dem Donald Glovers Pseudonym Childish Gambino stammt, entstand der Name Jay Som, unter dem Duterte 2015 eine Sammlung ihrer Homerecordings als erstes Album veröffentlichte.

2017 erschien das Album „Everybody Works“, das immer noch aus Heimaufnahmen bestand, die aber hörbar mit mehr Erfahrung und besserer Ausrüstung entstanden waren. Im selben Jahr zog Jay Som nach Los Angeles, wo sie 2018 eine EP mit dem Musiker Justus Proffit aufnahm. 2019 war Jay Soms Album Anak Ko bei ByteFM Album der Woche.


Jay-Z

Jay-Z (*4. Dezember 1969 als Shawn Corey Carter) ist ein US-amerikanischer Rapper, Komponist, Labelbetreiber, Modemacher und Musikproduzent aus Brooklyn, New York. Er zählt zu den wichtigsten Protagonisten des HipHop-Genres seit den 1990er-Jahren. Carter ist mit der Künstlerin Beyoncé Knowles-Carter verheiratet und veröffentlichte mit ihr 2018 gemeinsam als The Carters das internationale Top-Ten-Album „Everything Is Love“.

In einer Sozialbausiedlung aufgewachsen, hat Jay-Z es geschafft, zu einem der einflussreichsten und wohlhabendsten Künstler der USA zu werden. In der Szene anerkannt, aber ohne Plattenvertrag, gründete Carter das Label Roc-A-Fella Records, um die Musikkarriere nicht über selbst vertriebene CDs und Betäubungsmittelgeschäfte finanzieren zu müssen. Das Album-Debüt „Reasonable Doubt“ (1996) mit Gästen wie The Notorious B.I.G. und Mary J. Blige wurde ein Hit. Nachfolger „In My Lifetime, Vol. 1“ (1997) erschien auf dem Label Def Jam, dem Jay-Z später vorstehen sollte. Es war das letzte Album, das kein Chart-Topper wurde, sondern „nur“ Platz 3 der Billboard-Hitparade erreichte.

Jay-Z arbeitete auch mit Künstlern wie R. Kelly und der Rock-Band Linkin Park zusammen und war an Beyoncés Platin-Single „Crazy In Love“ (2003) beteiligt.

 


Jeffrey Lewis

Jeffrey Lewis (* 20. November 1975 in New York City) ist ein US-amerikanischer Singer-Songwriter und Comickünstler aus New York, der zu den bekannteren Acts der Antifolk-Szene zählt. Sein Debütalbum „The Last Time I Did Acid I Went Insane“ erschien 2001 über Rough Trade.

In seinen textlastigen, zumeist von Folk, Country und Punk beeinflussten Songs verarbeitet Jeffrey Lewis persönliche Geschichten und Alltagsbeobachtungen, die er mit allerlei popkulturellen Referenzen ausschmückt. Wiederkehrende Themen sind dabei das Leben in New York, Comics und Liebeskummer. Diese präsentiert Lewis auf eine gleichzeitig nihilistische wie humorvolle Art. Sein Schaffen zeichnet sich durch eine ausgeprägte DIY-Attitüde aus. Seine Songs sind in einer einfachen Lo-Fi-Ästhetik gehalten und für die Gestaltung seiner Album-Cover ist er selbst verantwortlich. Im Laufe seiner Karriere istLewis mit diversen namhaften Musiker*innen, aufgetreten, darunter The Fall, Adam Green, Roky Erickson, Kimya Dawson und The Mountain Goats, auf. Mit „12 Crass Songs“ veröffentlichte er im Jahr 2007 ein Album, das ausschließlich Interpretationen von Stücken der britischen Anarcho-Punk-Band Crass enthält. Das The-Fall-Coveralbum „13 Fall Songs“ folgte 2018.

Das Album „Bad Wiring“ aus dem Jahr 2019 nahm Jeffrey Lewis in Nashville auf, zusammen mit Roger Moutenot, der bereits als Produzent für Acts wie Lambchop, They Might Be Giants und Yo La Tengo tätig war.

 


Jen Cloher

Jen Cloher kommt aus Melbourne in Australien und ist die Lebensgefährtin von Courtney Barnett. Gemeinsam betreiben die beiden das Label Milk!

Studio-Alben von Jen Cloher: 
In Blood Memory (2013 / Milk!)
Jen Cloher (2017 / Milk!)


Jens Friebe

Seit 2004 serviert Jens Friebe einen Mix aus Punk, Chanson, Elektro-Indie und Neuer Deutschen Welle. In seinen spitzfindigen Texten reflektiert der Wahlberliner, der Anfang der 00er-Jahre bei einem Solo-Konzert vom ZickZack-Records-Gründer Alfred Hilsberg entdeckt wurde, über queere und straighte Sexualität, Gesellschaftskritik und den Menschen an sich. Im Jahr 2014 war Jens Friebes fünftes Studioalbum „Nackte Angst zieh dich an, wir gehen aus“ ByteFM Album der Woche. 


Jerkcurb

Jerkcurb ist der Künstlername des Südlondoner Allrounders Jacob Read: Musiker, Cartoonist, Animations- und Lebenskünstler. Der Gitarrist und Komponist veröffentlicht seit 2016 Musik.

Die immer etwas melancholischen Stücke von Jerkcurb sind oft üppig instrumentiert, scheinen aber zugleich über den weltlichen Dingen zu schweben. Wie viele seiner britischen Kollegen hat er einen Faible für die US-amerikanische Westküste, insbesondere für die Beach Boys. Diese Leidenschaft verbindet er mit dem schöngeistigen englischen Pop der frühen 1980er, der Eleganz von Prefab Sprout und Scritti Politti und einem nostalgischem Blick, der dem von Richard Hawley ähnelt. Read selbst nennt Roy Orbison, Grouper und die Elektronikpionierin Delia Derbyshire vom BBC Radiophonic Workshop als Einflüsse.

Das Video zum Jerkcurb-Song „Somerton Beach“ (über den mysteriösen Todesfall des „Somerton-Mannes“) hat Jacob Read selbst animiert; visuelle Kunst und Musik sind für ihn keine getrennten Schaffenprozesse und greifen immer wieder ineinander. Der Titelsong des Debütalbums „Air Con Eden“ war im August 2019 Track des Tages bei ByteFM.


Jessica Pratt

Bereits in ihrer Jugend begann die aus Los Angeles stammende Jessica Pratt in ihrem Elternhaus Songs zu produzieren und aufzunehmen. Ihre Folk-Einflüsse sind unüberhörbar, wenngleich Pratts Musik sich weniger dem traditionellen Folk verpflichtet sieht. 2012 erschien ihr Debütalbum „Jessica Pratt“.


Zunächst nahm die Musikerin ihre Alben zuhause in Eigenregie mithilfe eines Vierspur-Gerätes auf, bis sie 2019 mit ihrem dritten Langspieler „Quiet Signs“ erstmals ein Album vorlegte, das komplett in einem professionellen Studio produziert wurde. Das Hervorkommen aus ihrer autonomem Abgeschiedenheit und die Zusammenarbeit mit ihren neuen Produzenten und Mitmusikern schadete ihrem Sound nicht, sondern schliff und perfektionierte ihren Stil.


Mit ihrer zarten Stimme und ihren unbekümmerten Gitarrenarrangements bewegen sich Pratts Songs zwischen Leichtfüßigkeit und Melancholie. Trotz ihrer Ruhe strahlt die Künstlerin stets Kraft aus, da ihr Gesang, so sanft und zurückhaltend er zuweilen klingen mag, nie unsouverän daherkommt.


Jessy Lanza

Jessy Lanza ist eine kanadische Sängerin, Produzentin, Songschreiberin und DJ aus Hamilton. Ihr Elektro-Pop schöpft aus R&B, Footwork, Dubstep und Techno.

Lanza erwarb einen Abschluss in Musikwissenschaft an der Concordia-Universität in Montreal, Quebec. Ihr Master-Studium brach sie zugunsten einer aktiven Musik-Karriere ab. 2013 erschien ihr Debütalbum „Pull My Hair Back“ beim britischen Label Hyperdub. Hierfür arbeitete sie eng mit Jeremy Greenspan von Junior Boys zusammen. Weitere Kollaborationen gab es unter anderem mit Caribou, The Galleria und DJ Spinn. 2014 tourte Jessy Lanza mit der australischen Synth-Pop-Band Cut Copy. Lanza arbeitete 2016 erneut für das Album „Oh No“ mit Greenspan. „Oh No“ fand hohen Anklang bei Kritiker*innen.

Für die Single „Stop & Go“ von Morgan Geist alias The Galleria steuerte Jessy Lanza 2019 die Vocals bei.


Joan As Police Woman

Joan Wasser ist ein musikalisches Chameleon: Die Karriere der klassisch ausgebildeten Violinistin verlief immer schon in Schlangenlinien, vom kratzigen Indie-Rock ihrer ersten Band The Dambuilders über den herzzerreißenden Kammerpop von Antony & The Johnsons bis zum modernen Soul-Rock ihres Solo-Projekts Joan As Police Woman.

Für Joan As Police Woman legte Wasser die Geige beiseite und konzentrierte sich auf die Gitarre. Ihr erstes Soloalbum "Real Life" ist im Jahr 2006 erschienen. Es folgten zahlreiche Kooperationen mit u.a Japan-Frontmann David Sylvian, Placebo und John Cale. Im Februar 2018 veröffentlichte sie ihr fünftes Album „Damned Devotion“ – es war ByteFM Album der Woche.


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