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J Dilla

J Dilla (James Dewitt Yancey, 07.02.1974 – 10.02.2006) war ein us-amerikanischer Rapper und Produzent der Detroiter Underground-Szene und bildete gemeinsam mit Baatin die HipHop-Crew Slum Village. Nach den beiden Alben „Fan-Tas-Tic (Vol.1)” (1997) und „Fantastic, Vol. 2” (2000) verließ J Dilla die Gruppe 2001 und startete eine Solokarriere.

J Dilla – der bisweilen auch als Jay Dee firmierte – kam aus einem musikalischen Haushalt. Seine Mutter war Opernsängerin, sein Vater Jazz-Bassist. Yancey beschäftigte sich früh mit elektronischer Musik und HipHop und gründete 1995 mit dem MC Phat Kat das Projekt 1st Down, den ersten HipHop-Act aus Detroit, der einen Vertrag bei einem Major-Label bekam. 1996 gründete er Slum Village, deren erste Platten stilistisch mit A Tribe Called Quest verglichen wurden, textlich aber wesentlich expliziter waren als Alben aus dem Native-Tongues-Umfeld.

Im Jahr 2001 erschienen J Dillas Solo-Single „Fuck The Police” und das Album „Welcome 2 Detroit”. Vor allem war er nach seinem Ausstieg bei Slum Village aber als Produzent erfolgreich, unter anderem für Erykah Badu, Talib Kweli und Common. J Dilla gilt bis heute vor allem wegen seiner Produktionsweise als wichtiger Einfluss auf samplebasierte Musik. Kennzeichnend für seinen Stil sind Beats, die Notenwerte und Metrum bisweilen ignorieren. Yancey hatte längere Zeit gesundheitliche Proble und musste seine Europatour 2005 im Rollstuhl absolvieren. Am 10. Februar 2006 starb er an Herzversagen infolge einer seltenen Blutkrankheit (Thrombotisch-thrombozytopenische Purpura).


J Mascis

J Mascis (geboren am 10. Dezember 1965 als Joseph Donald Mascis Jr.) ist ein einflussreicher US-amerikanischer Rockmusiker aus Amherst, Massachusetts. Er ist sowohl als Sänger und Gitarrist der einflussreichen Alternative-Rock-Band Dinosaur Jr. als auch als Solomusiker und Teil anderer Projekte bekannt. Sein erstes Solo-Studioalbum „Several Shades Of Why“ ist 2011 über Sub Pop (Nirvana, Father John Misty, Frankie Cosmos) erschienen. 

Mit seiner markant gebrechlichen Gesangsstimme und dem stets zwischen Rock, Hardcore und Punk oszillierenden Gitarren-Sound von Dinosaur Jr. prägte J Mascis ganze Generationen von Musiker*innen, insbesondere aus dem Bereich des Alternative Rock. In seinem Solowerk gibt sich der Musiker deutlich ruhiger, spielt häufig (halb-)akustische Gitarren und singt melancholische Texte. Mascis begann bereits als Kind, Schlagzeug zu spielen. Musikalisch sozialisiert wurde er später vornehmlich in Rock- und Hardcore-Kreisen. Nach dem internationalen Durchbruch seiner Band Dinosaur Jr. in den 1990er-Jahren veröffentlichte er 1996 das akustische Solo-Livealbum „Martin & Me“. 2000 gründete er die wieder deutlich lauter und schneller daherkommende Rockband J. Mascis & The Fog. J Mascis ist und war des Weiteren in diversen anderen Bands aktiv, beispielsweise in der Stoner-Metal-Combo Witch und in der Power-Pop-Gruppe Sweet Apple. Zu seinen musikalischen Einflüssen zählt er Johnny Ramone, Nick Cave, The Beach Boys und John Fogerty. 

„Elastic Days“, das dritte Studioalbum von J Mascis als Solomusiker, ist im Jahr 2018 über Sub Pop erschienen. Der Künstler war 2018 Thema in einer Ausgabe der ByteFM Sendung Die Welt ist eine Scheibe und 2021 bei Antikörper. Seine Konzerte wurden zudem einige Male von ByteFM präsentiert. 
 


J.J. Cale

J.J. Cale (John Weldon Cale, 5. Dezember 1938 – 26. Juli 2013) war ein US-amerikanischer Sänger, Gitarrist und Songschreiber. Er mischte Country, Blues und Jazz zu einem extrem entspannten musikalischen Stil und gilt damit als einer der Erfinder des Tulsa-Sounds, dem auch Leon Russell und Elvin Bishop zugerechnet werden. Cale selbst war zu entspannt, die Charts zu stürmen, wurde aber vielfach erfolgreich gecovert. Eric Clapton, der nicht weniger als neun Stücke Cales coverte, war insbesondere mit dessen Songs „After Midnight” und „Cocaine” äußerst erfolgreich.

Cale wuchs in Tulsa, Oklahoma auf, spielte schon früh Gitarre und baute sich sein eigenes Studio. 1964 zog er nach Los Angeles, wo er als Studiotechniker arbeitete und in Clubs auftrat, unter anderem im legendären „Whiskey a Go Go”. Dessen Besitzer überzeugte ihn, den Namen „J.J. Cale” anzunehmen, um Verwechslungen mit John Cale von The Velvet Underground zu vermeiden. 1966 nahm er eine Demo-Single seines Songs „After Midnight” auf und verteilte sie unter Bekannten, die in der Musik-Szene von Los Angeles arbeiteten. So richtig interessierte sich niemand für den Song, bis ein Exemplar der Single über Umwege zu Eric Clapton gelangte, der ihn 1970 für sein Solo-Debütalbum coverte. Das erhöhte den Marktwert Cales erheblich und führte zu seinem ersten Plattenvertrag. Sein Debütalbum „Naturally” erschien noch im selben Jahr.

J.J. Cales erfolgreichste Single war 1972 „Crazy Mama” die bis auf Platz 22 der US-Charts stieg. Eine gute Möglichkeit, den Song mit einem Auftritt bei „American Bandstand” weiter zu promoten schlug er aus, als er erfuhr, dass er ohne seine Band kommen und zum Playback singen sollte. 1980 zog Cail nach Kalifornien und lebte dort zurückgezogen in einem Trailer. Bis zu seinem Tod 2013 veröffentlichte er alle paar Jahre ein neues Album. Oft spielte er die Musik im Alleingang ein. Seinen sehr eigenen Sound, den er von Beginn an dank seiner technischen Kenntnisse kultivieren konnte, zog er bis zum Ende durch.


Ja, Panik

Die Gruppe Ja, Panik wurde 2005 im Österreichischen Burgenland gegründet. Seitdem veröffentlicht die Band eine eigenwillige Mischung aus Diskurs-Rock, Chanson und Punk, zusammengehalten durch die zwischen englisch und deutsch oszillierenden Texte vom Sänger und Gitarristen Andreas Spechtl. 2014 gab die Band bekannt, dass sie vom Quintett zum Trio geschrumpft seien. „Libertatia“, das fünfte Studioalbum von Ja, Panik, war im Januar 2014 ByteFM Album der Woche.


Jackson Browne

Jackson Browne (*9. Oktober 1948 in Heidelberg, Deutschland) ist ein US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Rockmusiker aus Los Angeles. Sein selbstbetiteltes Debütalbum ist im Jahr 1972 über Asylum Records (Joni Mitchell, Tom Waits, Judee Sill) erschienen. 

Jackson Browne ist bekannt für gefühlvolle Folk- und Rock-Nummern. Die Spitze seines Erfolgs erreichte der Musiker in den 1970er- und 80er-Jahren, mit Songs wie „Doctor My Eyes“, „Running On Empty“, „The Pretender“ und „Somebody’s Baby“. Vor seinem großen Durchbruch war Browne als Songwriter für andere Künstler*innen tätig. So war er beispielsweise maßgeblich beteiligt an Nicos klassischem Album „Chelsea Girl“ (1967). Das darin enthaltene und mittlerweile als Klassiker geltende Stück „These Days“ hat Browne im Alter von 16 Jahren verfasst. Gemeinsam mit Glenn Frey hat er zudem den Song „Take It Easy“ geschrieben, der Freys Gruppe Eagles zum internationalen Durchbruch verhalf. Browne ist des Weiteren für seinen politischen Aktivismus bekannt. Er hat zahlreiche Anti-Kriegs-Songs veröffentlicht, Benefizkonzerte für NGOs wie Amnesty International veranstaltet und die Gruppe „Musicians United For Safe Energy“ mitbegründet, die sich gegen die Nutzung von nuklearer Energie einsetzt. 

Im März 2020 kündigte die Single „A Little Soon To Say“ die Veröffentlichung des 15. Studioalbums von Jackson Browne an. ByteFM Moderator Volker Rebell hat dem Musiker 2013 und 2015 jeweils eine Ausgabe seiner Sendung Kramladen gewidmet. „These Days“ war in der Version von Terry Melcher im Jahr 2019 ByteFM Track des Tages.


Jacob Collier

Jacob Collier (*2. August 1994 als Jacob Moriarty) ist ein britischer Musiker, Komponist und Arrangeur aus London, England. Sein Debütalbum „In My Room“, das er im Alleingang arrangiert, eingespielt, aufgenommen und produziert hat, ist im Jahr 2017 über das Hamburger Label Membran erschienen. 

Jacob Collier, der sich autodidaktisch zahlreiche Instrumente beigebracht hat, vereint in seiner Musik Stilmittel aus Jazz, Pop, A capella und Klassik. Bekannt wurde der Musiker durch das Internet. Seit 2011 lädt er selbstproduzierte Videos hoch, beispielsweise multiinstrumentale Coverversionen von Stevie Wonders „Don’t You Worry ‘Bout A Thing“ oder dem von George und Ira Gershwins verfassten Klassiker „Fascinating Rhythm“. Seine Musik zeichnet sich durch komplexe Vokal- und Instrumentalarrangements aus. Colliers Songs erregten die Aufmerksamkeit von Quincy Jones, der den damals 20-jährigen 2014 zum renommierten Montreux Jazz Festival einfliegen ließ. Seine Karriere entwickelt sich seitdem rasant: Jacob Collier zählt Größen wie Herbie Hancock, Jamie Cullum und Chick Corea zu seinen Fans, hat mehrere Grammys gewonnen und mit Musiker*innen wie Hans Zimmer, Pharrell Williams und Coldplay zusammengearbeitet. ByteFM-Moderator Volker Rebell hat Jacob Collier 2016 eine Ausgabe seiner Sendung Kramladen gewidmet. 2019 war er Thema bei ByteFM Klassik mit Juliane Reil

Nach seinem erfolgreichen Debütalbum kündigte Jacob Collier ein vierteiliges 50-Song-Projekt namens „Djesse“ an. „Djesse Vol. 1“, das der Künstler in Zusammenarbeit mit dem Metropol Orchestra aufgenommen hat, ist 2018 erschienen. 2019 veröffentlichte Collier den zweiten, 2020 den dritten Teil der Serie.


Jai Paul

Jai Paul (*30. Juni 1988 als Jai Raj Paul) ist ein britischer Pop-Produzent und Songschreiber aus London. Seine von R&B, Post-Dubstep, experimenteller elektronischer Musik und Künstlern wir Prince beeinflussten Produktionen verschafften ihm um 2010 große Aufmerksamkeit und einen Vertrag mit dem Label XL Recordings. Nach einem Leak seines Debüt-Albums 2013 zog sich der Pop-Hoffnungsträger bis 2019 aus dem Musikgeschäft zurück.

Der Sohn indischstämmiger Eltern wuchs in Nordwestlondon auf und erregte mit dem Demo des Songs „BTSTU“ das Interesse von Medien und Labels. XL Recordings erhielt den Zuschlag und veröffentlichte 2010 den Song, der begeistert von der Kritik aufgenommen wurde und in den nationalen Medien unter anderem mit einflussreichen Künstlern wie D'Angelo und dem Produzenten J Dilla verglichen wurde. Nachdem Tracks vom geplanten Debüt illegal ins Internet gestellt worden waren, verschwand Jai Paul frustriert von der Bildfläche; die Kritik hingegen feierte das inoffizielle Album.

2019 erschien das Debüt offiziell als „Leak 04-13 (Bait Ones)“. Jai Paul meldete sich zu dem Anlass musikalisch mit zwei neuen Songs zurück; bei ByteFM war „Do You Love Her Now“ Track des Tages.


Jakuzi

Jakuzi sind eine türkische Synth-Pop-Band aus Istanbul. Die Musik von Sänger Kutay Soyocak und Produzent Taner Yücel spielt mit Elementen aus Musikstilen der frühen 1980er-Jahre wie Dark Wave und Post-Punk, ist aber auch inspiriert durch Krautrock und Popmusik aus der Türkei.

„Fantezi Müzik“, das Debüt-Album des Duos, erschien zunächst 2016 als Kassette auf dem lokalen Label Domuz Records. Im Folgejahr wurde der Langspieler durch eine Wiederveröffentlichung auf dem Berliner Label City Slang einer größeren Öffentlichkeit zugänglich. Ebendort erschien im April 2019 der Nachfolger „Hata Payı“, der thematisch von Akzeptanz handelt. Akzeptanz im Allgemeinen, und im Speziellen mit Bezug auf Herkunft, Sexualität und Gender. Jakuzi verstehen sich als Underground-Band und beschreiben ihre Musik als Avantgardistisch. Die Musiker möchten über ihr Werk die kulturellen Widersprüche ihrer Heimatstadt abbilden und haben mit ihrem eigeninitiativen Versuch, sich in einem konservativen Klima frei auszudrücken, zu einer aktiven lokalen Szene beigetragen.

Die ursprünglich aus der DIY-Szene stammenden Jakuzi wurde von KritikerInnen in internationalen Medien positiv besprochen und spielten in der Folge unter anderem Konzerte mit John Maus.


The Jam

The Jam waren eine zwischen 1972 und 1982 aktive britische Rockband aus dem nordwestenglischen Woking. In ihrer klassischen Besetzung bestand sie aus Paul Weller (Gesang, Gitarre, Bass, Keyboard), Bruce Foxton (Gesang, Bass, Gitarre) und Rick Buckler (Schlagzeug). Ihr Debütalbum „In The City“ erschien 1977 über Polydor Records.

Während The Jam in ihrer Anfangsphase vor allem US-amerikanische Rock-’n’-Roll-Songs coverten, orientierten sie sich, nachdem Weller „My Generation“ von The Who entdeckt hatte, etwas später vornehmlich an britischen Mod-Bands aus den 60ern sowie an Motown-Releases. Auf ihrem Debütalbum kombinierten sie Elemente aus 60s-Rock und Punk mit sozialkritischen Lyrics, was bis zur Auflösung der Band ein wichtiges Merkmal bleiben sollte. So thematisierten sie beispielsweise in der 1979 veröffentlichten Single „The Eton Rifles“ eine Straßenschlacht zwischen sozialistischen Arbeiter*innen und den privilegierten Schüler*innen des als elitär geltenden Eton College. In den späten 70er- bzw. frühen 80er-Jahren erweiterten The Jam ihr musikalisches Repertoire um Einflüsse aus Psychedelic Rock, New Wave und Post-Punk. 

1982 verkündete Paul Weller – zur großen Überraschung seiner Mitmusiker – das Ende von The Jam. Im folgenden Jahr gründete er die Blue-Eyed-Soul-Combo The Style Council. In den 1990er-Jahren etablierte er sich als Solokünstler. The Jam waren in mehreren ByteFM-Sendungen Thema, darunter Flashback und School Of Rock.


James Blake

James Blake ist ein Singer-Songwriter, Pianist und Produzent aus London. Seit seiner Durchbruchs-EP „CYMK“ (2010) hat er sich in den letzten Jahren erfolgreich vom Post-Dubstep-Wunderkind zum hochkarätigen Feature-Gast hochgearbeitet, der mittlerweile mit seinem Falsett-Gesang und seinen impressionistischen Piano-Tupfern auf Alben von Beyonce, Kanye West oder Frank Ocean für Indie-Credibility sorgt. 2016 veröffentlichte James Blake überraschend sein drittes Album „The Colour In Anything“.


James Brown

James Brown (03. Mai 1933 – 25. Dezember 2006) war ein US-amerikanischer Sänger. Er war maßgeblich an der Entwicklung des Funk aus dem damaligen Rhythm & Blues beteiligt.Sein Song „Papa's Got A Brand New Bag“ gilt heute als Ausgangspunkt des Genres, das erstmalig in der Popmusik dem Rhythmus mehr Gewicht gab, als der Melodie. Seine erste Single, die Ballade „Please, Please, Please", wurde 1956 gleich ein großer Hit und blieb ein Höhepunkt seiner Konzerte.

An diesen frühen Erfolg konnte er in den nächsten Jahren nicht mehr anknüpfen. Erst sein 1963er Live-Album „Live At The Apollo“ brachte ihn überraschend wieder auf die Erfolgsspur, obwohl kein Song ausgekoppelt wurde. Mitte der 1960er Jahre war er dann auch wieder mit seinen Singles erfolgreich. Neben „Papa's Got A Brand New Bag“ verkauften sich insbesondere „I Got You (I Feel Good)“ und „It's A Man's Man's Man's World“ ausgezeichnet. Browns jetzt sehr rhythmische, körperliche Musik kam seiner expressiven Bühnenpräsenz zugute. Mit den Melodien verloren auch die Texte immer mehr an Bedeutung, oft beschränkten sie sich auf kurze, sich wiederholende Phrasen oder Geräusche. Die 1970 erschienene Single „Sex Machine“ dokumentiert diese Veränderung.

1974 spielte er im Rahmenprogramm des legendären Boxkampfes zwischen Muhammad Ali und George Foreman, dem „Rumble In The Jungle“ in Kinshasa. Mit dem Aufkommen der Disco-Musik in der zweiten Hälfte der 1970er ließ Browns Erfolg nach. Mitte der 1980er wurden seine Tracks oft von HipHop-Künstlern gesampelt und sein Ruf als „Godfather Of Soul“ so gefestigt. Kommerziell und künstlerisch konnte er aber nicht mehr an seine besten Zeiten anknüpfen. Lediglich „Living In The USA“ wurde 1986 noch ein beachtlicher Charts-Erfolg.


James Taylor

James Taylor (geboren am 12. März 1948 in Boston) ist ein einfluss- und erfolgreicher US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Gitarrist. Sein selbstbetiteltes Debütalbum ist 1968 über das von den The Beatles gegründete Label Apple Records (Yoko Ono, Badfinger, Ravi Shankar) erschienen. 

James Taylors eingängige Pop-Rock-Kompositionen sind geprägt von akustischen Folk- und Country-Instrumentierungen, manchmal ergänzt durch aufwändigere Streicher- oder Bläser-Arrangements. Mit Stücken wie „Fire And Rain“ und „You’ve Got A Friend“ veröffentlichte der Musiker insbesondere in den 1970er-Jahren Songs, die mittlerweile Klassiker-Status erreicht haben. Taylor konnte im Laufe seiner Karriere einige Top-10-Hits für sich verbuchen und wurde mit mehreren Grammys ausgezeichnet. Aufgewachsen ist er in North Carolina, wo er bereits als Kind Cello spielte und anschließend Gitarre lernte. Zu seinen frühen Einflüssen zählen der linke Liedermacher Woody Guthrie und traditionelle Kirchenlieder. Nach einem Umzug nach New York und regelmäßigen Konzerten im Greenwich Village, verschlug es Taylor nach London. Dort unterschrieb er einen Vetrag bei Apple Records, nachdem er es geschafft hatte, The Beatles von seinen unaufgeregten und dennoch gefühlvollen Folk-Songs zu überzeugen. Den Durchbruch erlangte der Künstler Anfang der 70er, nachdem er in die USA zurückgezogen war. In dieser Zeit kollaborierte er mit Größen wie Joni Mitchell, Paul McCartney, Art Garfunkel und Stevie Wonder. Gleichzeitig verschlimmerte sich seine Heroinabhängigkeit und die Kritiken für seine Platten wurden zunehmend schlechter. Als Reaktion auf seine medienwirksame Scheidung und den Tod enger Freunde wie John Belushi und Dennis Wilson, beendete Taylor seinen Drogenkonsum Anfang der 80er. Für sein 1997 veröffentlichtes vierzehntes Album „Hourglass“ erhielt der Musiker die besten Kritiken seit fast 20 Jahren.

Anlässlich seines 70. Geburtstags war James Taylor 2018 Gegenstand einer Ausgabe von Volker Rebells Kramladen. Sein Grammy-nominiertes zwanzigstes Album „American Standard“ ist 2020 erschienen.


Jamie Woon

Lange lebte Jamie Woon zwei verschiedene Leben: im einen spielte er sich auf Open Stages mit einer Akustikgitarre die Singer-Songwriterfinger wund – im anderen bastelte er, inspiriert von Burial, an seinem Laptop an elektronischen Beats. Im Jahr 2011 führte die Kollision dieser beiden Leben schließlich zu „Mirrorwriting“, dem hochgelobtem Debütalbum des britischen Künstlers. 2015 folgte mit „Making Time“ die zweite LP von Jamie Woon.


Jamila Woods

Jamila Woods (*6. Oktober 1989 in Chicago) ist eine US-amerikanische Sängerin, Songschreiberin und Dichterin. Im Fokus ihrer Arbeit stehen immer wieder afroamerikanischer Feminismus und Identität. Ihren ersten Gedichtband „The Truth About Dolls“ veröffentlichte Woods 2012. Ihre Gedichte erschienen zudem in mehreren Anthologien; sie war Mitherausgeberin von „The Breakbeat Poets Vol. 2“, einer Sammlung von Werken afroamerikanischer Dichterinnen.

2015 erschien auf dem Album „Surf“ der Track „Sunday Candy“, ihre Zusammenarbeit mit Chance The Rapper. Auf dessen 2016er-Album „Coloring Book“ fand sich mit „Blessings“ ein weiterer gemeinsamer Track der beiden. Im selben Jahr erschien auch Jamila Woods' eigenes Album „Heavn“, das von Kritik und Publikum sehr positiv aufgenommen wurde.

Jamila Woods' Album „Legacy! Legacy!“, das 2019 erschien, ehrt mit jedem Track KünstlerInnen und AktivistInnen – von Miles Davis über Muddy Waters bis zum Sozialkritiker James Baldwin – deren Arbeit Text und Musik widerspiegeln.

 


Jane Weaver

Hinter den strahlenden Songs von Jane Weaver verbergen sich über 25 Jahre Musik-Erfahrung: Ihre Anfänge machte die britische Künstlerin Mitte der 90er-Jahre mit der Britpop-Band Kill Laura in ihrer Wahlheimat Manchester. Ihr darauffolgendes Folktronica-Projekt Misty Dixon deutete schon einen Schritt in Richtung schöne Verworrenheit an. Genau diese kann Weaver seit nunmehr über zehn Jahren als Solo-Künstlerin so richtig ausleben: Ihre Musik gestaltet sich als buntes Geflecht aus verschiedensten Einflüssen und Klangfarben.

„Modern Kosmology“, die achte Solo-Platte von Jane Weaver, war im Mai 2017 Album der Woche bei ByteFM.


Janelle Monáe

Janelle Monáe (*1. Dezember 1985 als Janelle Monáe in Kansas City) ist eine US-amerikanische Künstlerin. Die Sängerin, Komponistin und Tänzerin ist eine der erfolgreichsten Protagonistinnen des zeitgenössischen R&B. Janelle Monáe ist kommerziell vor allem als Album-Künstlerin erfolgreich; ihre Langspieler sind je einem Konzept oder einer Erzählung gewidmet und funktionieren als Gesamtkunstwerke. Die Veröffentlichung von „Dirty Computer“ (2018) wurde begleitet von einem Film, der als Musikvideo auf Albumlänge eine dytopische Science-Fiction-Geschichte erzählt.

Die der Arbeiterklasse entstammende Janelle Monáe zog zunächst nach New York, um Schauspiel und Musik zu studieren, lernte dann in Atlanta Big Boi von der HipHop-Gruppe Outkast kennen, der gemeinsam mit Sean Combs ihre Karriere förderte, was ihr den Raum gab, ihr künstlerisches Konzept zu entwickeln, bevor sie öffentlich in Erscheinung trat.

Seit ihrem Debüt „The ArchAndroid“ (2010) kommuniziert Janelle Monáe mit ästhetischer Kontinuität über transmediale Kunst Statements, die über die Musik hinausweisen; unter anderem zu Geschlechterrollen, Sexualität, Rassismus und gesellschaftspolitischen Themen.


Janet Jackson

Janet Jackson ist eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Musikproduzentin, die 1966 in Gary, Indiana geboren wurde. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum erschien im Jahr 1982. Sie ist das jüngste Mitglied der sogenannten „Jackson Family“, zu der auch ihr Bruder Michael Jackson gehörte.

Während ihre ersten beiden Alben „Janet Jackson“ und „Dream Street“ vornehmlich aus eingängigen Popsongs bestanden, fokussierte sich Jackson ab ihrem dritten Album „Control“ aus dem Jahr 1986 auf einen – von einschlägigen Medien als innovativ gelobten – Sound, der Pop und R&B mit Einflüssen aus Industrial und HipHop kombinierte. Ihr viertes Album „Rythm Nation 1814“ war das meistverkaufte des Jahres 1990 und die dazugehörige Albumtour die erfolgreichste Debüttour aller Zeiten. Ab „Rythm Nation 1814“ begann Jackson, vermehrt soziale Themen wie Rassismus und soziale Ungleichheit zu behandeln, was bis heute eines ihres Markenzeichen ist. Viele MusikerInnen, darunter Beyoncé, Christina Aguilera, Rihanna und Kelly Rowland, zählen Janet Jackson zu ihren wichtigsten Vorbildern. Jackson selbst nennt unter anderem Joni Mitchell, The Ronettes, Stevie Wonder, Prince und Parliament bzw. Funkadelic als musikalische Einflüsse.

Janet Jacksons elftes Studioalbum „Unbreakable“ erschien im Jahr 2015 und erreichte Platz 1 der US-Albumcharts.


Janis Joplin

Janis Joplin (* 19. Januar 1943 in Port Arthur, Texas) war eine US-amerikanische Sängerin der Hippie-Ära. Sie trat beim Woodstock-Festival auf und gilt als Ikone ihrer Zeit. Sie starb 1970.  


Im Alter von 18 Jahren zog Janis Joplin nach Kalifornien, wo sie anhand von Aufnahmen eine Gesangstechnik entwickelte, die sich an Soul-Musik und an Blues-SängerInnen wie Bessie Smith ausrichtete. 1963 zog sie nach San Francisco, wo sie ihre ersten professionellen Aufnahmesessions hatte. Als Teil von der Band Big Brother And The Holding Company erreichte Joplin ihren musikalischen Durchbruch: Mit ihrer für eine weiße Sängerin ungewöhnlichen Blues-Stimme, mitunter aggressiver Intonation und einem exzentrischen Auftreten machte sie sich einen Namen mit Interpretationen von Liedern wie Erma Franklins „Piece Of My Heart“ und dem George-Gershwin-Standard „Summertime“.


Am 4. Oktober 1970 wurde Janis Joplin tot in ihrer Wohnung aufgefunden, mit einer Überdosis Heroin und Alkohol im Blut. Sie wurde nur 27 Jahre alt.


Japan

Japan waren eine englische Artpop- und New-Wave-Band aus London. Sie wurde 1974 von David Sylvian (David Alan Batt, *23. Februar 1958, Gesang und Gitarre), seinem Bruder Steve Jansen (Stephen Ian Batt, *1. Dezember 1959, Schlagzeug und Perkussion), Mick Karn (Adonis Michaelides, 24. Juli 1958 – 4. Januar 2011, Bass), Richard Barbieri (*30. November 1957, Keyboards) und Rob Dean (*23. April 1955 Gitarre) gegründet. Ohne selbst jemals große Chartserfolge zu haben, übte die Band doch großen Einfluss auf andere Gruppen aus, insbesondere aus der New-Romantic-Szene, etwa auf Duran Duran. Aus „Ghosts” (1981), der einzigen Top-Ten-Single der Band, entlieh der Kritiker und Kulturtheoretiker Mark Fisher den Titel seines Werkes „Ghosts Of My Life”.

1977 bekam die Band einen Plattenvertrag bei dem deutschen Label Hansa-Ariola und veröffentlichte die Alben „Adolescent Sex” und „Obscure Alternatives” (beide 1978) mit von David Bowie, Roxy Music und den New York Dolls inspiriertem Glam-Rock. Mit dem dritten Album „Quiet Life” (1979) bewegten sich Japan in Richtung Synth-Pop und gelangten erstmals in die Charts. „Gentlemen Take Polaroids” setzte 1980 diese Entwicklung fort. Songwriter David Sylvian begann immer selbstbewusster, seinen eigenen Stil zu finden und wurde auch künstlerisch ambitionierter. Mit „Taking Islands In Africa” enthielt das Album auch eine Zusammenarbeit mit dem japanischen Musiker Ryuichi Sakamoto (Yellow Magic Orchestra). 1981 stieg Gründungsgitarrist Rob Dean aus, kurz bevor die Band mit „Tin Drum” ihr kommerziell wie künstlerisch erfolgreichstes Album aufnahm, das komplexe Rhythmen mit ostasiatischen Einflüssen in einer reduzierten Produktion vereinte.

Nach dem Erfolg von „Tin Drum” löste sich die Band aufgrund musikalischer und persönlicher Differenzen auf. Jansen und Barbieri nahmen ein Album als The Dolphin Brothers auf und veröffentlichten später unter dem Namen Jansen/Barbieri und solo. Barbieri war zwischenzeitlich auch Mitglied der Neoprog-Band Porcupine Tree von Steven Wilson. Mick Karn veröffentlichte mit Peter Murphy von Bauhaus als Dali's Car 1984 ein Album und wurde ein gefragter Session-Musiker, unter anderem für Kate Bush. Rob Dean arbeitete unter anderem mit Gary Numan zusammen und ist heute Ornithologe. David Sylvian hat die mit Abstand erfolgreichste Solokarriere der Bandmitglieder. 1989 kam es zu einer kurzzeitigen Wiedervereinigung von Sylvian, Jansen, Karn und Barbieri mit dem Projekt Rain Tree Crow und dem gleichnamigen Album. Die Brüder Sylvian/Jansen veröffentlichten gemeinsam mit dem deutschen Musiker Burnt Friedman 2005 und 2007 zwei Alben als Nine Horses.


The Japanese House

Obwohl der Name anderes verspricht, macht The Japanese House keine japanische House-Musik. Stattdessen schreibt die 1996 in Buckinghamshire geborene Künstlerin seit ihrem elften Lebensjahr Indie-Pop-Songs. Laut eigener Aussagen klingt die Musik von The Japanese House „wie ein trauriger Welpe, der Beyoncé hört, um sich besser zu fühlen“.


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